S&P 500 erlebt schlechteste Woche seit sechs Monaten inmitten wirtschaftlicher Sorgen

Die Börsentermingeschäfte stürzten am Sonntagabend ab und signalisierten, dass der Wall Street nach einem schwierigen Start in den März weitere Turbulenzen bevorstehen. Die wichtigsten Indizes stehen unter Druck, da die wirtschaftliche Unsicherheit die Anleger weiterhin verunsichert.
Wichtigste Erkenntnisse
- Die S&P 500-, Nasdaq- und Dow-Futures fielen, wobei die S&P 500-Futures um 0,8 % und die Nasdaq 100-Futures um fast 1 % abrutschten. Damit setzt sich der Anfang März beobachtete Ausverkauf fort.
-Wirtschaftspolitik, Zollverhandlungen und Inflation sorgen für Volatilität. Die Anleger konzentrieren sich auf die anstehenden Daten, einschließlich CPI und PPI, um den Verlauf der Inflation zu beurteilen.
-Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, betonte, dass vor einer Zinsanpassung Klarheit herrschen müsse, während die Wirtschaftspolitik der Regierung Biden weiterhin ein Faktor für die Marktdynamik ist.
Futures fallen, Wall Street steht vor einer weiteren harten Woche
Die US-Aktienfutures gaben am Sonntagabend nach und setzten damit einen beunruhigenden Trend nach einer schwierigen ersten Märzwoche fort. Die S&P 500-Futures fielen um 0,8 %, während die Nasdaq 100-Futures um fast 1 % und die Dow Jones-Futures um 268 Punkte (0,6 %) fielen, berichtet Cryptopolitan.
Chart des S&P 500 Index (Jun 2024 - Feb 2025) Quelle: TradingView
Dies folgt auf eine schwierige Woche, in der der S&P 500 um 3,10 %, der Dow um 2,37 % und der Nasdaq Composite um beachtliche 3,45 % fielen - die schlechteste Performance seit September.Der Ausverkauf wurde durch die anhaltende Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik Washingtons, die Zollverhandlungen mit Mexiko und Kanada und die Inflationssorgen verschärft, was die Anleger dazu veranlasste, nach sichereren Anlagen zu suchen.
Wichtige Wirtschaftsberichte stehen an
Diese Woche wird ereignisreich, denn es stehen mehrere wichtige Wirtschaftsberichte an. Die Umfrage der New Yorker Fed zu den Verbrauchererwartungen wird am Montag veröffentlicht, wobei der Schwerpunkt in den kommenden Tagen auf der Inflation liegen wird. Am Mittwoch wird der Verbraucherpreisindex (CPI) für Februar veröffentlicht, gefolgt vom Erzeugerpreisindex (PPI) am Donnerstag. Am Freitag wird der Index der Verbraucherstimmung der University of Michigan veröffentlicht.
Bill Adams, Chefvolkswirt der Comerica Bank, merkte an, dass sich die Inflation im Februar zwar etwas abgeschwächt haben dürfte, Zölle und Handelsunsicherheiten die Erzeugerpreise aber weiterhin in die Höhe treiben. Es wird erwartet, dass diese Berichte die Volatilität auf dem Markt weiter erhöhen werden, da die Anleger genau auf Anzeichen für eine Verschärfung des Inflationsdrucks achten werden.
Die Haltung der Fed und politische Unsicherheit
Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, ging am Freitag auf die Bedenken der Märkte ein und betonte, dass man bei der Bewertung der Wirtschaftsdaten "das Signal vom Rauschen trennen" müsse. Er bekräftigte, dass die Zentralbank keine Eile hat, die Zinssätze anzupassen, und auf mehr Klarheit warten wird, bevor sie Entscheidungen trifft.
Die Wirtschaftspolitik der Biden-Administration bleibt ein Unsicherheitsfaktor für die Märkte, insbesondere angesichts der laufenden Zollverhandlungen. Der ehemalige Finanzminister von Präsident Trump, Scott Bessent, hat zwar eingeräumt, dass die Wirtschaft Anzeichen einer Verbesserung aufweist, doch sind die Anleger unsicher, ob Washington mit Maßnahmen zur Stabilisierung des Marktes eingreifen wird. Da Trump letzte Woche erklärte: "Ich schaue mir den Aktienmarkt nicht einmal an", ist es unwahrscheinlich, dass es bald zu nennenswerten Interventionen kommen wird.
Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten, der Zollstreitigkeiten und der Inflationssorgen steht die Wall Street vor einer weiteren unbeständigen Woche. Bei der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten werden die Anleger genau beobachten, ob es Anzeichen für Inflationsdruck gibt und ob die US-Notenbank oder Washington möglicherweise ihre Politik ändert.
Zur Erinnerung: Eine Rallye von 439 Milliarden Dollar bei chinesischen Tech-Megacaps in diesem Jahr hat sie weit vor ihre einst dominierenden US-Konkurrenten katapultiert, und die Anleger glauben, dass es noch Raum für weiteres Wachstum gibt.