Traders Union Studie: Forex-Boni ermutigen Trader dazu, häufiger zu handeln

Traders Union Studie: Forex-Boni ermutigen Trader dazu, häufiger zu handeln
Neue Studie von Traders Union

Forex-Boni bleiben ein beliebtes Instrument zur Kundengewinnung, können aber auch die Herangehensweise der Trader an den Markt verändern. Eine neue Studie von Traders Union ergab, dass Bonusbedingungen den stärksten Einfluss haben und Trader dazu bewegen, mehr Trades zu tätigen, als sie ursprünglich geplant hatten.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Jeder zweite Trader hat bereits einen Bonus genutzt

Laut der Studie „Do Forex Bonuses Encourage Riskier Trading?“ hat fast die Hälfte der Befragten mindestens einmal einen Bonus von einem Broker angenommen. Davon nutzten 31 % ein solches Angebot einmal, während 18 % dies mehrmals taten.

Weitere 21 % der Trader hatten in Erwägung gezogen, einen Bonus anzunehmen, sich aber letztlich dagegen entschieden. Die restlichen 30 % hatten noch nie Interesse an solchen Angeboten gezeigt.

Laut den Analysten von Traders Union bleiben Boni ein gängiges Mittel, um Neukunden zu gewinnen. Die meisten Teilnehmer betrachten sie jedoch nicht als dauerhaften Bestandteil ihrer Handelsstrategie.

Trader werden aktiver

Unter den Bonus -Empfängern gaben 44 % an, dass sie ihre Handelsaktivität gesteigert haben. Die meisten begannen, etwas häufiger zu handeln, während 13 % einen deutlichen Anstieg der Aktivität meldeten.

Gleichzeitig eröffneten 38 % der Befragten aufgrund des zusätzlichen Kapitals auf ihren Konten zumindest gelegentlich größere Positionen. Nur 11 % erhöhten regelmäßig die Größe ihrer Trades.

Boni hatten einen geringeren Effekt auf die Nutzung des Hebels. Etwa 29 % der Trader gaben an, ihren Hebel erhöht zu haben, während die meisten weiterhin dieselben Einstellungen verwendeten.

Dies deutet darauf hin, dass Werbeangebote eher zu zusätzlichem Handel anregen, als die Teilnehmer direkt zu einem höheren Hebel zu drängen.

Bonusgeld fühlt sich anders an

Etwa 46 % der Bonus-Empfänger gaben zu, dass sie Bonusguthaben anders betrachteten als ihre eigenen Einzahlungen. Jedoch sagten nur 19 %, dass sie bereit waren, mit diesem Geld größere Risiken einzugehen.

Weitere 27 % nahmen einen Unterschied zwischen Eigen- und Bonuskapital wahr, hielten aber an denselben Risikolimits fest. Die übrigen Teilnehmer behandelten entweder das gesamte Kapital gleich oder machten sich keine Gedanken über die Herkunft der Mittel.

Dieses Verhalten steht im Einklang mit dem Konzept der mentalen Buchführung, das besagt, dass Menschen Geld je nach Herkunft unterschiedlich behandeln. Ein Bonus kann als zusätzliches Kapital wahrgenommen werden, dessen Verlust sich weniger schmerzhaft anfühlt.

Das Hauptrisiko liegt in den Bedingungen

Das Verhalten der Trader wird stärker durch die Anforderungen für die Nutzung von Bonusgeldern und die Auszahlung von Gewinnen beeinflusst als durch das Bonusgeld selbst. Etwa 42 % der Befragten gaben an, dass Handelsvolumen-Anforderungen sie dazu veranlassten, mehr Trades zu tätigen, als sie geplant hatten.

Zudem gingen 35 % der Teilnehmer zumindest gelegentlich Positionen ein, die sie normalerweise vermieden hätten. Gleichzeitig gaben 42 % an, dass Boni ihre Trade-Auswahl nie beeinflusst haben.

Die Analysten von Traders Union kamen zu dem Schluss, dass Werbeaktionen nicht dazu führen, dass alle Trader ihre Disziplin vollständig aufgeben. Sie können jedoch bestehende Tendenzen zu Overtrading, größeren Positionen und unnötiger Risikobereitschaft verstärken.

Zuvor veröffentlichte Traders Union eine Untersuchung, die zeigt, dass die meisten Trader an Prop-Firm-Challenges scheitern.

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