WTI notiert nahe 76,70 $, nach einer begrenzten Erholung aus dem Unterstützungsbereich von 75,00-75,50 $. Der Stundenchart zeigt weiterhin tiefere Hochs und tiefere Tiefs, während Rohöl unter seinen kurz-, mittel- und längerfristigen gleitenden Durchschnitten bleibt.
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Diese Konfiguration hält den Markttrend negativ. Dem Widerstand bei 77,00 $ folgt die stärkere Region von 78,50-79,00 $. Sofern WTI keinen nachhaltigen Schlusskurs über 79,00 $ erzielt, dürfte die Erholung korrektiv bleiben. Ein Durchbruch unter 75,00 $ würde den Verkaufsdruck verstärken und das Risiko eines Rückgangs in Richtung 74,00-72,00 $ hoch halten.
Hormus-Gespräche schwächen Risikoprämie
Fortschritte in den Verhandlungen zwischen Washington, Teheran und regionalen Vermittlern haben die Angst vor einer längeren Unterbrechung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus verringert. Die Erwartung, dass eine Einigung den Tankerverkehr wiederherstellen könnte, hat einen Teil der während des Konflikts aufgebauten geopolitischen Prämie zunichtegemacht. Die maritime Sicherheit bleibt ungewiss und wesentliche Unstimmigkeiten sind nicht gelöst, aber der Markt preist zunehmend eine teilweise Normalisierung der Handelsströme ein. Die Bestätigung eines Deals könnte den Rückgang in Richtung 74,00 $ beschleunigen, während nur eine erneute signifikante Eskalation ein glaubwürdiger Katalysator für eine nachhaltige Rückkehr über 80 $ wäre.
Lagerabbau bietet nur begrenzten Schutz
Der jüngste EIA-Bericht zeigte, dass die US-Rohölvorräte um 7,2 Millionen Barrel auf 404,5 Millionen gesunken sind, was etwa 6 % unter dem saisonalen Fünfjahresdurchschnitt liegt. Die Raffinerieauslastung erreichte 97,2 %, während auch die Benzin- und Destillatvorräte unter ihren jeweiligen Fünfjahresnormen blieben. Diese Zahlen bieten eine gewisse grundlegende Unterstützung, haben aber die bärische Preisstruktur nicht umgekehrt. Die hohe Raffinerieaktivität könnte an Unterstützung verlieren, wenn die sommerliche Fahrsaison in ihre späte Phase geht, insbesondere wenn die Produktnachfrage nachlässt und Raffineriewartungen beginnen, die Rohölverarbeitung zu reduzieren.
Wirtschaftliche Abkühlung trübt Nachfrage
Das US-BIP-Wachstum schwächte sich im zweiten Quartal auf annualisierte 1,5 % ab (von 2,1 %), während das Beschäftigungswachstum im Juni auf 57.000 sank und die offenen Stellen auf 7,36 Millionen zurückgingen. Die Gesamtmenge der gelieferten Erdölprodukte lag im letzten Vier-Wochen-Zeitraum bei durchschnittlich 20,3 Millionen Barrel pro Tag, was einem Rückgang von 2,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Kombination aus schwächerer wirtschaftlicher Dynamik und geringerem Erdölverbrauch verstärkt die Sorgen um die Nachfrage. Sofern sich die kommenden Beschäftigungs- und Aktivitätsindikatoren nicht verbessern, dürften die makroökonomischen Bedingungen eine zusätzliche Belastung für WTI bleiben.
Angebotsausblick verstärkt bärisches Szenario
Die US-Rohölproduktion wird für 2026 auf einen Rekordwert von durchschnittlich 13,8 Millionen Barrel pro Tag prognostiziert, während die Normalisierung der Produktion und des Versands im Nahen Osten zusätzliche Barrel auf den Weltmarkt bringen könnte. Erwartungen geringerer Lagerabbaue im dritten Quartal und ein erneuter Bestandsaufbau im Jahr 2027 begrenzen den Spielraum für eine nachhaltige Erholung.
Wie ich in WTI fällt unter 80 $, da Hoffnungen auf Hormus-Deal die Risikoprämie auslöschen anmerkte, bleibt der Ausblick unter 79,00 $ daher negativ. Ein bestätigter Durchbruch der 75,00 $ würde 74,00 $ freilegen, gefolgt von der bedeutenderen Unterstützungszone bei 72,00 $. Eine geopolitische Eskalation bleibt das Hauptrisiko für die Oberseite, aber die aktuellen Fundamentaldaten lassen die Wahrscheinlichkeit weiterer Verluste erhöht erscheinen.
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