WTI fällt in Richtung 77 $, da US-Lagerbestandsaufbau das geopolitische Risiko dämpft

WTI fällt in Richtung 77 $, da US-Lagerbestandsaufbau das geopolitische Risiko dämpft
USCRUDE

​WTI wird nahe 77,05 $ pro Barrel gehandelt und gibt damit einen Teil der geopolitischen Erholung dieser Woche wieder ab, nachdem es den Käufern nicht gelang, oberhalb von 78,50-79,00 $ Fuß zu fassen. Der Ein-Stunden-Chart weist weiterhin eine bärische mittelfristige Struktur auf: Rohöl bleibt unter den längeren gleitenden Durchschnitten, während die Erholung aus dem Bereich von 75 $ eher ein niedrigeres Hoch als eine bestätigte Umkehr hervorgebracht hat. 

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Die unmittelbare Unterstützung liegt bei 76,50-76,00 $, gefolgt von 75,00-74,70 $. Auf der Oberseite muss WTI die Marke von 78,50-79,00 $ zurückerobern, um das kurzfristige Bild zu verbessern, während 80,50-81,00 $ die wichtigere Widerstandszone bleibt.

US-Rohölvorräte liefern bärische Überraschung

Die jüngsten US-Lagerbestandsdaten haben das bullische Angebotsargument verkompliziert. Die EIA-Zahlen für die am 31. Juli zu Ende gegangene Woche zeigten einen Anstieg der kommerziellen Rohölvorräte um etwa 2,5 Millionen Barrel, was einen Teil des beträchtlichen Abbaus von 7,2 Millionen Barrel aus der Vorwoche wieder wettmachte. Der Aufbau wurde durch höhere Rohölimporte und geringere Raffinerieeinsätze beeinflusst, während die Benzinvorräte um etwa 1,6 Millionen Barrel und die Destillatvorräte um etwa 3,5 Millionen Barrel sanken. Die Rückgänge bei den Produkten deuten darauf hin, dass der zugrunde liegende Verbrauch nicht eingebrochen ist, aber der Rohölaufbau gibt den Tradern weniger Grund, WTI nach der jüngsten Erholung weiter nach oben zu treiben.

Hormus-Verhandlungen halten geopolitische Prämie volatil

Der Nahe Osten bleibt das dominante Aufwärtsrisiko. Der Ölpreis legte zuvor zu, als sich die Märkte auf die Gespräche zwischen dem Iran und dem Oman über die Schifffahrt durch die Straße von Hormus konzentrierten, einschließlich Vorschlägen für getrennte Schifffahrtswege nahe dem Iran und dem Oman. Brent notierte über 83 $ und WTI näherte sich kurzzeitig 78 $, da die Händler die Wahrscheinlichkeit anhaltender Versorgungsunterbrechungen neu bewerteten. Gleichzeitig haben erneute Angriffe der Huthi im Jemen das Schifffahrtsrisiko im Roten Meer hoch gehalten. Jede Vereinbarung, die den Verkehr in Hormus wesentlich normalisiert, könnte einen Teil der geopolitischen Prämie von WTI rasch abbauen. Umgekehrt würden gescheiterte Verhandlungen oder eine weitere Eskalation unter Beteiligung von US-amerikanischen und iranischen Streitkräften den Bereich um 80 $ wieder in Reichweite bringen, da das unmittelbare Problem des Marktes nicht einfach die Produktionskapazität ist, sondern die Frage, ob die Barrel aus dem Golf die internationalen Käufer erreichen können.

OPEC+ erhöht Fördermenge, aber Logistik bleibt der Engpass

Die OPEC+ erhöht gleichzeitig das nominale Angebot. Sieben teilnehmende Produzenten einigten sich am 2. August darauf, ihr Produktionsziel für September um etwa 188.000 Barrel pro Tag anzuheben, was die sechste monatliche Erhöhung in Folge und den letzten Schritt bei der Rücknahme einer Schicht freiwilliger Kürzungen von 1,65 Millionen bpd darstellt. Das ist bärisch für das mittelfristige Gleichgewicht, wenn sich die Exporte normalisieren, aber die unmittelbaren Auswirkungen sind begrenzt, solange der Golf und andere Exportrouten gestört bleiben. Die Unterscheidung ist für WTI entscheidend: Zusätzliche OPEC+-Produktionskapazitäten können Rallyes deckeln, sobald sich der Transport normalisiert, während anhaltende Störungen in Hormus das physische Angebot erheblich knapper halten können, als es die Schlagzeilen über die Produktionsquoten implizieren.

Makrodaten liefern weiteren Katalysator für Öl

Der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag liefert einen nachfrageseitigen Katalysator. Die Konsenserwartungen konzentrieren sich auf etwa 75.000-85.000 zusätzliche Stellen im Juli nach dem Anstieg von 57.000 im Juni, wobei die Arbeitslosigkeit voraussichtlich bei etwa 4,2 % bleiben wird. Ein wesentlich stärkerer Bericht könnte die Erwartungen für eine straffere Fed-Politik stützen und den Dollar stärken, was einen anfänglichen Gegenwind für in Dollar denominiertes Rohöl schaffen würde, obwohl eine stärkere Beschäftigung auch die Sorgen über die US-Kraftstoffnachfrage lindern würde. 

Ein schwacher Bericht würde Wachstumssorgen schüren und das Nachfragesignal potenziell wichtiger machen als einen etwaigen Dollar-Rückgang. Für WTI bleibt die kurzfristige Tendenz daher unter 79 $ vorsichtig. Ein Durchbruch unter 76 $, wie ich in WTI stabilisiert sich, da geopolitisches Risiko den Angebotsausblick ausgleicht anmerkte, würde 75 $ freilegen, während eine erneute geopolitische Eskalation in Verbindung mit einer Erholung über 79 $ die Aufmerksamkeit wieder auf 80,50-81,00 $ lenken würde.

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