Pavlo Kot

Mexikanischer Musiker und Familie bei Bitcoin-Raub über 1,5 Millionen US-Dollar ermordet

Mexikanischer Musiker und Familie bei Bitcoin-Raub über 1,5 Millionen US-Dollar ermordet
Familie wegen 1,5 Millionen US-Dollar in Bitcoin getötet

​Der mexikanische Musiker Jonathan Meléndez und Mitglieder seiner Familie wurden bei einem Angriff getötet, von dem die Ermittler glauben, dass er auf eine Hardware-Wallet mit 1,5 Millionen US-Dollar in Bitcoin abzielte. Die Polizei nahm zwei Verdächtige weniger als 12 Stunden nach Entdeckung der Leichen fest.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Meléndez, Mitglied der Rockband Camilo Séptimo, wurde am 1. September 2026 tot in einer Wohnung in Atizapán bei Mexiko-Stadt aufgefunden. Seine schwangere Ehefrau, die dreijährige Tochter und die Hausangestellte wurden ebenfalls getötet, ebenso wie der Hund der Familie.

Laut Angaben der Staatsanwaltschaft wurden der Musiker und seine Frau gefesselt und mit Kopfschüssen getötet. Auch die Tochter wurde auf diese Weise ermordet, während die Hausangestellte in den Rücken geschossen wurde.

Die Angreifer suchten nach einer Hardware-Wallet

Nach Ermittlungsdetails, die von lokalen Medien zitiert werden, stand der Angriff im Zusammenhang mit Meléndez' Krypto-Vermögen. Er soll zu Hause eine Hardware-Wallet mit etwa 1,5 Millionen US-Dollar in Bitcoin aufbewahrt haben.

Omar García Harfuch, Mexikos Minister für Sicherheit und Bürgerschutz, gab die Festnahme von zwei Verdächtigen weniger als 12 Stunden nach Entdeckung der Leichen bekannt. Die Behörden erklärten, einem Streit um Schulden sei die Tat vorausgegangen.

Einer der Festgenommenen war Diego Sebastián "N", ein Bekannter von Meléndez. Die Ermittler gehen davon aus, dass er seine Beziehung zum Musiker nutzte, um Zugang zur Wohnung zu erhalten.

Der zweite Verdächtige, Gerardo "N", wurde angeblich für eine Zahlung von etwa 120.000 US-Dollar für die Teilnahme am Angriff angeworben. Die Ermittler glauben, dass beide Männer im Voraus von der Kryptowährung wussten und gezielt in die Wohnung kamen, um die Hardware-Wallet zu erlangen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Meléndez den Angreifern während der Tat sagte, dass andere Personen wüssten, dass sie sich in der Wohnung aufhielten. Die Täter könnten sich daraufhin entschieden haben, alle Anwesenden zu töten, um Zeugen zu beseitigen.

Den Verdächtigen drohen bis zu 70 Jahre Haft pro Mord

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum bezeichnete die Morde als eine „traurige und bedauerliche Situation“. Sie sagte, der Konflikt zwischen den beteiligten Familien sei bereits zuvor bekannt gewesen und in den Medien berichtet worden.

Diego Sebastián "N" und Gerardo "N" befinden sich weiterhin in Haft. Ihnen wird vorsätzlicher Mord vorgeworfen, der mit bis zu 70 Jahren Haft pro Opfer bestraft werden kann. Die Ermittlungen dauern an.

Der Fall in Mexiko ist ein weiteres Beispiel für sogenannte „Wrench Attacks“ – physische Übergriffe auf Krypto-Besitzer, um sie zur Herausgabe ihrer digitalen Vermögenswerte zu zwingen.

Im März wurden ein Ehepaar in den Sechzigern Opfer eines ähnlichen Angriffs in Frankreich. Die Täter zwangen sie, etwa 900.000 € (1 Million US-Dollar) in Bitcoin zu transferieren.

Der Vorfall ereignete sich in Le Chesnay-Rocquencourt westlich von Paris. Es war einer von mehreren Fällen, die die Aufmerksamkeit der französischen Behörden auf die physischen Sicherheitsrisiken für Inhaber digitaler Vermögenswerte lenkten.

Zuvor hatten wir berichtet, dass Frankreich die Maßnahmen zum Schutz von Krypto-Investoren nach 77 dokumentierten physischen Angriffen verstärkt hat. Der Anstieg solcher Verbrechen veranlasste die Behörden, den Risiken durch die Offenlegung von Informationen über Personen mit großen Krypto-Beständen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

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