Der Tweet wurde vom Autor gelöscht.
Aber wir haben alles gespeichert 🙂.
Eine chinesische organisierte kriminelle Gruppe soll laut dem Blockchain-Ermittler ZachXBT dabei geholfen haben, mehr als 1 Mrd. US-Dollar in Kryptowährungen zu waschen, die durch mehrere mit der nordkoreanischen Lazarus Group verbundene Hacks gestohlen wurden.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Ihm zufolge schleuste er sich im Februar 2025, nur wenige Tage nach dem Bybit-Hack, als Kunde in das Geldwäschenetzwerk ein. Um das Vertrauen eines der als Jimmy Green bekannten Betreiber zu gewinnen, stellte der Ermittler 349.700 US-Dollar in Stablecoins bereit und akzeptierte bei jeder Transaktion einen Verlust von 5 %.
Beitrag auf X ansehen Wird geladen...
ZachXBT zufolge war das Netzwerk in Hongkong und auf dem chinesischen Festland aktiv. Die vom Vermittler erhaltenen Informationen halfen ihm, eine Gruppe von Adressen zu identifizieren, über die mehr als 12 Mio. US-Dollar im Zusammenhang mit dem Bybit-Hack bewegt worden waren. Tether fror später 442.000 US-Dollar in USDT ein, die sich in verbundenen Wallets befanden.
Die Untersuchung gibt Einblicke in die Vermittlernetzwerke, die nordkoreanische Hacker möglicherweise nutzen, um gestohlene Kryptowährungen zu bewegen. Laut Chainalysis hatten mit Nordkorea verbundene Hacker bis Ende 2025 digitale Vermögenswerte im Wert von mindestens 6,75 Mrd. US-Dollar gestohlen.
Nordkoreanische Hacker nutzen typischerweise mehrstufige Verfahren, die den Geldfluss schwerer nachvollziehbar machen sollen. Kryptowährungen werden über verschiedene Blockchains transferiert, über dezentrale Börsen getauscht und über Bridges sowie andere Dienste weitergeleitet.
Chinesische Vermittler könnten bei solchen Verfahren eine wichtige Rolle spielen. Im Jahr 2020 erhoben US-Staatsanwälte Anklage gegen zwei chinesische Staatsangehörige, die verdächtigt wurden, mehr als 100 Mio. US-Dollar gewaschen zu haben, die nordkoreanische Hacker 2018 von einer Kryptobörse gestohlen hatten.
2023 verhängte das Office of Foreign Assets Control des US-Finanzministeriums Sanktionen gegen zwei Kryptohändler aus Hongkong und China. US-Behörden zufolge halfen sie Nordkorea dabei, gestohlene Kryptowährungen umzuwandeln und Finanzbeschränkungen zu umgehen.
ZachXBT brachte chinesische Beteiligte an ähnlichen Verfahren außerdem mit der Wäsche von Geldern nach dem Bitget-Hack im Wert von 387,5 Mio. US-Dollar im September in Verbindung.
Ihm zufolge suchten Personen, die nordkoreanischen Hackern angeblich beim Bewegen der Gelder halfen, in öffentlichen Discord-Servern und Telegram-Kanälen der von ihnen genutzten Dienste offen nach technischem Support.
Der Ermittler behauptete außerdem, dass einer der Betreiber zuvor an der Wäsche von Geldern aus dem 292-Mio.-US-Dollar-Hack von Kelp DAO im April beteiligt gewesen sei.
Die Lazarus Group gilt als eine der bekanntesten mit Nordkorea verbundenen Hackergruppen. Sie ist mindestens seit Anfang der 2010er-Jahre aktiv und erlangte nach Angriffen auf große Unternehmen, Banken und Regierungsorganisationen breite Aufmerksamkeit. Zu ihren bekanntesten Fällen zählen der Hack von Sony Pictures im Jahr 2014 und ihre Beteiligung an der globalen WannaCry-Ransomware-Kampagne 2017.
Die Lazarus Group verlagerte ihren Fokus später zunehmend auf die Kryptoindustrie. Die Gruppe wurde mit Angriffen auf Börsen, Blockchain-Projekte und Cross-Chain-Bridges in Verbindung gebracht, darunter einige der größten Kryptodiebstähle der vergangenen Jahre. US-Behörden haben die Aktivitäten der Lazarus Group wiederholt mit den Bemühungen Nordkoreas in Verbindung gebracht, Devisen zu beschaffen und dabei internationale Sanktionen zu umgehen.
Die Lazarus Group wurde auch mit der größten DeFi-Sicherheitslücke des Jahres 2026 in Verbindung gebracht.