Pavlo Kot

Zwei südkoreanische Kryptobörsen bei Angriffswelle auf Finanzinstitute gehackt

Zwei südkoreanische Kryptobörsen bei Angriffswelle auf Finanzinstitute gehackt
Zwei südkoreanische Kryptobörsen von Cyberangriffen betroffen

​Die südkoreanischen Kryptobörsen Gopax und Prabang sind von einer Reihe von Cyberangriffen auf den Finanzsektor des Landes betroffen. Sicherheitsvorfälle betrafen 16 Organisationen, wobei ein Datenleck mit etwa 100.000 Datensätzen bereits bestätigt wurde.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Das lokale Nachrichtenportal News1 berichtete über die Sicherheitsverletzungen. Zu den betroffenen Plattformen gehörte Gopax, deren größter Anteilseigner die internationale Kryptobörse Binance ist.

Das Ausmaß der Schäden an beiden Handelsplattformen muss noch ermittelt werden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gab es keine Berichte über aus den Wallets der Nutzer gestohlene Kryptowährungen.

Gopax und Prabang bewerten Folgen der Angriffe

Gopax bestätigte, dass das Ausmaß des Vorfalls geprüft wird. Derzeit liegen jedoch keine Informationen über mögliche finanzielle Verluste der Kunden oder Beeinträchtigungen des Betriebs der Handelsplattform vor.

Die zweite betroffene Börse, Prabang, war zuvor die erste Plattform, die in Südkorea als Anbieter virtueller Vermögenswerte registriert wurde.

Die Angriffe auf Kryptobörsen waren Teil einer breiteren Serie von Vorfällen in der Finanzbranche. Es ist jedoch weiterhin unklar, ob alle Vorfälle zusammenhängen oder ob die Angreifer ähnliche Methoden nutzten, um Zugang zu erhalten.

Unklar ist auch, in welchem Umfang das bestätigte Datenleck Kryptowährungsplattformen direkt betraf. Es gibt keine Berichte über kompromittierte private Schlüssel oder nicht autorisierte Übertragungen digitaler Vermögenswerte.

Südkorea verschärft die Aufsicht über Kryptowährungsplattformen

Die Vorfälle ereigneten sich, während Südkorea die Regulierung seines Kryptowährungsmarktes weiter verschärft. Die Behörden weiten Maßnahmen gegen nicht registrierte Betreiber digitaler Vermögenswerte aus, indem sie den Zugang zu deren Diensten beschränken.

Insbesondere beschlossen die Aufsichtsbehörden, die Websites von 27 Kryptowährungsplattformen zu sperren, darunter KuCoin, MEXC, Phemex und Bitrue. Zuvor hatten sich die Beschränkungen hauptsächlich auf die mobilen Anwendungen dieser Dienste konzentriert.

Die neuen Maßnahmen könnten es südkoreanischen Nutzern erschweren, auf Gelder zuzugreifen, die auf den betroffenen Plattformen gehalten werden. Die Beschränkungen stehen jedoch im Zusammenhang mit der fehlenden erforderlichen Registrierung der Betreiber, nicht mit den Cyberangriffen auf Gopax und Prabang.

Die strengere Aufsicht erfolgt parallel zu den Vorbereitungen für Gesetze zur Regulierung tokenisierter Wertpapiere. Zuvor berichteten wir, dass Südkorea die entsprechenden Regeln vorantreibt, um 2027 einen regulierten Markt zu schaffen. Der neue Regulierungsrahmen soll die Bedingungen für die Ausgabe und den Handel dieser Instrumente festlegen.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.