Drei britische Räuber nach Angriff auf Krypto-Investor bis zu sechs Jahre in Haft
Ein britisches Gericht hat drei Männer wegen eines gewaltsamen Hauseinbruchs in Bristol zu Freiheitsstrafen zwischen fünf und sechs Jahren verurteilt. Die Angreifer verletzten den Hausbesitzer und forderten eine hohe Summe in Kryptowährungen, wurden jedoch festgenommen, bevor sie den Raub vollenden konnten.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Die Polizei von Avon und Somerset gab die Urteile bekannt. Der Angriff ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 15. Mai 2026.

Männer wegen versuchten Kryptowährungsraubs verurteilt. Quelle: Polizei von Avon und Somerset.
Die Angreifer brachen in das Haus des Opfers ein und schlugen ihm auf den Kopf, wodurch er eine schwere Verletzung erlitt, die einen Krankenhausaufenthalt erforderte. Die minderjährige Schwester des Opfers konnte die Polizei rufen, die alle drei Männer am Tatort festnahm.
Angreifer zu fünf bis sechs Jahren Haft verurteilt
Bei den Angeklagten handelte es sich um den 31-jährigen Terroll Paul, den 37-jährigen Mohamed Samagassi und den 30-jährigen Pierre Madzou. Alle drei bekannten sich im August des schweren Einbruchs schuldig.
Das Crown Court in Bristol verurteilte Paul zu sechs Jahren Haft, Madzou zu fünfeinhalb Jahren und Samagassi zu fünf Jahren.
Ermittlerin Gemma Childs würdigte den außergewöhnlichen Mut der Schwester des Opfers. Sie erklärte, der schnelle Notruf der Jugendlichen habe es den Beamten ermöglicht, die Täter festzunehmen und weiteren Schaden für ihren Bruder zu verhindern.
Das Opfer erklärte vor Gericht, der Angriff habe sein psychisches Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt. Früher habe er sich als kontaktfreudig und aufgeschlossen betrachtet, leide nun jedoch ständig unter Anspannung und Angstzuständen.
Die Polizei machte keine Angaben zur Höhe der von den Angreifern geforderten Kryptowährung. Die Behörden berichteten zudem nicht, dass digitale Vermögenswerte gestohlen worden seien.
Physische Angriffe auf Inhaber von Kryptowährungen nehmen zu
Der Vorfall in Bristol ist ein weiteres Beispiel für einen sogenannten Wrench Attack, bei dem Kriminelle körperliche Gewalt oder Drohungen einsetzen, um Inhaber von Kryptowährungen zur Herausgabe ihrer digitalen Vermögenswerte zu zwingen.
Laut CertiK beliefen sich die weltweiten Schäden durch solche Straftaten im ersten Halbjahr 2026 auf 124 Mio. $. Das entspricht einer Verzwölffachung gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Frankreich verzeichnet einen besonders starken Anstieg dieser Straftaten. Seit Beginn des Jahres 2026 haben die lokalen Behörden mehr als 77 Vorfälle mit Entführungen, Erpressungen und versuchten Angriffen im Zusammenhang mit Kryptowährungen registriert.
Als Reaktion darauf haben die französischen Behörden Pläne zur Stärkung des Schutzes von Inhabern digitaler Vermögenswerte angekündigt. Die zusätzlichen Maßnahmen sollen Angriffe verhindern und die Sicherheit potenzieller Opfer erhöhen.
Zuvor berichteten wir, dass ein britischer Krypto-Trader einen bewaffneten Raubüberfall meldete, bei dem angeblich fast 800.000 $ gestohlen wurden. Der Vorfall lenkte erneut die Aufmerksamkeit auf die Risiken körperlicher Gewalt gegen Inhaber von Kryptowährungen.
- Forex
- Crypto