Wert der EU-Kaffeeimporte mehr als verdoppelt, da die Käufe 2025 €18,7 Milliarden erreichen
Der europäische Kaffeehandel verzeichnete im vergangenen Jahrzehnt einen starken Anstieg des Geldwerts, obwohl die Importmengen nur moderat zunahmen. Im Jahr 2025 importierte die EU 2,9 Millionen Tonnen Kaffee aus Nicht-EU-Ländern, während der Staatenblock zudem mehr als 2,2 Millionen Tonnen Kaffeeprodukte im Wert von fast €19 Milliarden produzierte.
Das Wichtigste
- Der Wert der EU-Kaffeeimporte hat sich von €8,6 Milliarden im Jahr 2015 auf €18,7 Milliarden im Jahr 2025 mehr als verdoppelt, trotz eines nur moderaten Anstiegs des Volumens auf 2,9 Millionen Tonnen.
- Brasilien und Vietnam bleiben die dominierenden Lieferanten der EU und machten 2025 jeweils 34% bzw. 20% der Extra-EU-Kaffeeimporte aus.
- Die EU-Kaffeeproduktion erreicht 2025 fast €19 Milliarden und mehr als 2,2 Millionen Tonnen, wobei Deutschland und Italien mit 25% bzw. 23% der Gesamtproduktion führend sind.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Importströme und Lieferantenkonzentration
Wie von Eurostat berichtet, importierte die EU 2025 2,9 Millionen Tonnen Kaffee aus Nicht-EU-Ländern, leicht mehr als 2,7 Millionen Tonnen im Jahr 2015, während der Wert dieser Importe von €8,6 Milliarden auf €18,7 Milliarden stieg.Brasilien bleibt mit 1.005.200 Tonnen bzw. 34% der gesamten Extra-EU-Kaffeeimporte der größte externe Lieferant der EU. Vietnam folgt mit 587.500 Tonnen bzw. 20%, während Uganda 262.400 Tonnen, Kolumbien 162.900 Tonnen und Honduras 136.500 Tonnen liefert.
Deutschland wickelt innerhalb des Staatenblocks mit 1.010.500 Tonnen den größten Anteil dieser Importe ab, was 34% des Gesamtvolumens entspricht. Italien belegt mit 608.000 Tonnen den zweiten Platz vor Spanien mit 281.600 Tonnen, Belgien mit 269.200 Tonnen und den Niederlanden mit 216.600 Tonnen.
EU-Produktionsbasis und Marktbedeutung
Auch die Verarbeitung und Produktion innerhalb des Staatenblocks nahmen über das Jahrzehnt zu. Im Jahr 2025 produziert die EU mehr als 2,2 Millionen Tonnen entkoffeinierten oder gerösteten Kaffees, einschließlich Kaffeeersatzprodukten, 12% mehr als 2,0 Millionen Tonnen im Jahr 2015.Der Wert der EU-Kaffeeproduktion erreicht 2025 fast €19 Milliarden und unterstreicht damit das Ausmaß der nachgelagerten Kaffeeindustrie der Region. Deutschland führt die Produktion mit 561.200 Tonnen bzw. 25% des EU-Gesamtvolumens an, gefolgt von Italien mit 514.200 Tonnen bzw. 23%.
Spanien produziert 211.900 Tonnen, Frankreich 146.800 Tonnen, Polen 134.800 Tonnen, Schweden 79.400 Tonnen und Finnland 39.000 Tonnen. Zusammen entfallen auf diese sieben Länder 77% der gesamten EU-Kaffeeproduktion, was auf eine konzentrierte Produktionsbasis in der Region hinweist.
Indonesiens höher als erwarteter Handelsüberschuss im August verdeutlichte, wie Verschiebungen bei den Rohstoffpreisen die Außenbilanz eines Landes schnell verändern können. In unserem früheren Artikel stellten wir fest, dass das Exportwachstum durch höhere Preise für wichtige Rohstoffe gestützt wurde, während höhere Rohölpreise auch Indonesiens Öleinfuhren verteuerten und damit das Spannungsverhältnis zwischen Exportgewinnen und Importkosten unterstrichen.
Neueste Coffee Nachrichten
- Forex
- Crypto