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Chinas Exporte haben traditionell sein Wachstum angetrieben und die globalen Märkte versorgt. Der jüngste Anstieg um 25 % bei Hightech- und KI-bezogenen Gütern treibt den Handelsüberschuss jedoch auf Rekordniveau – und wirft die Frage auf, wie dies Preise, Kapazitäten und Bewertungen von Herstellern weltweit verändern könnte.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Chinas Exporte stiegen im August gegenüber dem Vorjahr um 25 % auf 401,44 Mrd. $. Damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber 23,9 % im Juli und entsprach den meisten Prognosen. Das Ergebnis wurde von Hightech- und KI-bezogenen Gütern getragen. Das bedeutet, dass China möglicherweise einen weiteren Rekord-Handelsüberschuss von mehr als 1 Bio. $ im Gesamtjahr erzielen kann.
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Hightech-Produkte machten mehr als die Hälfte des Exportwachstums aus. Die Exportwerte von Halbleitern stiegen um fast 130 %, obwohl die Mengen nur moderat zunahmen. Die Autoexporte blieben stark und legten wertmäßig um mehr als 40 % zu. Zhaopeng Xing, leitender China-Stratege bei ANZ, führte diese Dynamik auf die „starke Nachfrage nach KI-Produkten sowie Elektrofahrzeugen, Solarzellen und Lithium-Ionen-Batterien“ zurück, wodurch Lieferunterbrechungen für die Märkte vergleichsweise unbedeutend seien.
Die Importe stiegen um 28,2 % auf rund 282 Mrd. $. Dies lag unter den meisten Prognosen, zeigte jedoch weiterhin eine gewisse Beschleunigung. Der daraus resultierende Überschuss gegenüber den Vereinigten Staaten weitete sich aus, wobei die chinesischen Exporte in die USA um 34,4 % sprangen. Die Lieferungen in die ASEAN stiegen um mehr als 30 %, während sich das Wachstum in die Europäische Union auf 6,6 % verlangsamte. Lynn Song, Chefökonom für Greater China bei ING, hob das strukturelle Problem hervor: Während die externe Nachfrage den Binnenkonsum deutlich übertroffen hat, sind „Zollrisiken und die Nachhaltigkeit des Technologie-Investitionszyklus die entscheidenden Faktoren, die es zu beobachten gilt, um zu sehen, wie lange diese Stärke anhalten wird“.
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Beijings Wachstumsziel von 4,5 %–5 % hängt zu einem großen Teil von der globalen makroökonomischen Lage ab. Für die globalen Märkte erhöht der aktuelle Trend die Risiken deflationären Drucks auf die Preise von Industriegütern in Europa und Nordamerika. Dies kann zu möglichen Währungsanpassungen führen und die Aktienbewertungen konkurrierender Industrieunternehmen beeinflussen.
Chinas Exporte hoben den monatlichen Überschuss auf 119,09 Mrd. $ und die kumulierte Jahressumme auf 805,51 Mrd. $. Die Halbleiterlieferungen stiegen um mehr als das Doppelte, während sich die Exporte in die Vereinigten Staaten um 34,4 % beschleunigten. Der KI-getriebene Boom beeinflusst den Markt somit weiterhin in zunehmendem Ausmaß.
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Allerdings steigen auch die Risiken schärferer Zölle und Forderungen nach einem Ausgleich aus Washington und Brüssel. Da China auf einen zweiten Handelsüberschuss in Folge von einer Billion Dollar zusteuert, verstärkt Beijings Exportabhängigkeit den Wettbewerbsdruck auf westliche Hersteller. Infolgedessen könnten Regierungen verschiedene Instrumente einsetzen, um die globalen Handelsströme zu stabilisieren.
Die Aktienmärkte haben die neuen Marktbedingungen bereits widergespiegelt. Chinesische und asiatische Technologie- und EV-bezogene Aktien verzeichneten Wachstum im Zusammenhang mit der Nachfrage nach KI und sauberer Energie. Dagegen sehen sich Hersteller in Europa und Teilen Nordamerikas einem zunehmenden Wettbewerb gegenüber, der die Wahrscheinlichkeit von Margendruck und niedrigeren Industrieproduktionszahlen erhöht.
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Auch die Devisenmärkte stehen unter Druck. Anhaltend hohe Überschüsse könnten den Yuan langfristig stützen, wenngleich Kapitalflussmanagement und binnenpolitische Maßnahmen diesen Effekt verringern können. Handelspartner könnten mit weiteren Zöllen oder nichttarifären Handelshemmnissen reagieren. Dies könnte zu Volatilität bei FX-Paaren führen, die mit exportabhängigen Volkswirtschaften in Asien und Europa verbunden sind.
Analysten erwarten überwiegend, dass Exporte bis zur zweiten Hälfte des Jahres 2026 eine zentrale Wachstumsstütze bleiben werden. Gründe dafür sind der intensivierte KI-Investitionszyklus und die Nachfrage im Zuge der Energiewende. Laut Bankprognosen könnte das Exportwachstum im Gesamtjahr 20 % erreichen. Eine Verlangsamung der globalen Investitionsausgaben für Technologie, schärfere Zollmaßnahmen oder erfolgreiche Bemühungen zur Diversifizierung von Lieferketten könnten den Trend jedoch umkehren.
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Die Aktien-, Rohstoff- und Devisenmärkte werden sich weiter an das Ausmaß dieser überschussgenerierenden Entwicklungen anpassen. Ob die politischen Entscheidungsträger in Peking, Washington und Brüssel die Ungleichgewichte verringern können, ohne breitere Störungen zu verursachen, bleibt die zentrale Frage für die kommenden Monate. In jedem Fall beobachten wir strukturelle Kräfte, die die Vermögenspreise und Industriestrategien in allen Regionen der Welt weiterhin beeinflussen werden.