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Die Zahl der Krypto-Millionäre wächst weiter. Im Jahr 2026 besitzen bereits mehr als 135.000 Menschen digitale Assets im Wert von über 1 Mio. $. Und es geht längst nicht mehr nur um den Bitcoin-Preis.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Laut dem Crypto Wealth Report 2026 von Henley & Partners gibt es weltweit 135.694 Menschen mit Krypto-Assets im Wert von mindestens 1 Mio. $. Davon sind 92.272 Bitcoin-Millionäre. Weitere 290 Personen besitzen digitale Assets im Wert von über 100 Mio. $, während die Zahl der Krypto-Milliardäre auf 23 gestiegen ist.
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Gleichzeitig liegt der Markt noch deutlich unter seinem Höchststand. Die gesamte Marktkapitalisierung der Kryptowährungen übersteigt 2,6 Billionen $, davon entfallen knapp 1,6 Billionen $ auf Bitcoin. Bitcoin wird derzeit rund 38 % unter dem im Oktober 2025 erreichten Allzeithoch gehandelt.
Kryptowährungen sind längst nicht mehr auf eine kleine Gruppe früher Anleger beschränkt. Henley & Partners schätzt, dass rund 742 Millionen Menschen digitale Assets in irgendeiner Form besitzen. Etwa 371 Millionen davon besitzen Bitcoin.
Der aktuelle Rückgang von Bitcoin fällt zudem deutlich moderater aus als frühere große Abschwünge. Nach den Höchstständen von 2011, 2013, 2017 und 2021 fiel der Kurs jedes Mal um mehr als 75 %. Im Jahr 2026 ist der Rückgang vom Höchststand ungefähr halb so groß.
Wie schnell große Vermögen gewachsen sind, zeigen Daten von Forbes aus dem Jahr 2024. Damals zählte das Magazin 17 Krypto-Milliardäre. Ein Jahr zuvor waren es nur neun. Ihr gemeinsames Vermögen stieg innerhalb eines Jahres von 37 Mrd. $ auf 93 Mrd. $ und hat sich damit mehr als verdoppelt.
Der reichste Branchenvertreter war Binance-Gründer Changpeng Zhao. Forbes schätzte sein Vermögen auf 33 Mrd. $, gegenüber 10,5 Mrd. $ ein Jahr zuvor. Das Nettovermögen von Coinbase-CEO Brian Armstrong stieg im selben Zeitraum von 2,2 Mrd. $ auf 11,2 Mrd. $, während Michael Saylors Vermögen von 760 Mio. $ auf 4,4 Mrd. $ zunahm.
Das Wachstum wurde nicht allein von steigenden Preisen digitaler Assets angetrieben. Auf der Forbes-Liste standen auch bedeutende Anteilseigner von Krypto-Unternehmen. So beruhte Armstrongs Vermögen auf seiner Beteiligung von 18 % an Coinbase, während vier Großaktionäre von Tether – Giancarlo Devasini, Paolo Ardoino, Jean-Louis van der Velde und Stuart Hoegner – erstmals im Ranking auftauchten.
Damals erholte sich der Markt zudem rasch von seinem Abschwung. Innerhalb von 12 Monaten verdoppelte sich der Bitcoin-Preis mehr als, während die gesamte Marktkapitalisierung der Kryptowährungen um 170 % stieg und um rund 1,6 Billionen $ zulegte.
Die Zahl vermögender Krypto-Anleger steigt nicht nur, weil mehr Menschen digitale Assets besitzen. Es gibt auch deutlich mehr Möglichkeiten, Renditen zu erzielen. Anleger mit großen Portfolios nutzen Staking, Lending, den Handel mit Derivaten und weitere Instrumente.
Gleichzeitig ist rund um digitale Assets ein ganzes Geschäftsökosystem entstanden. Eines der deutlichsten Beispiele ist Tether. Bis Ende 2025 war die Menge der im Umlauf befindlichen USDT auf 186,5 Mrd. $ gestiegen – rund 50 Mrd. $ mehr als ein Jahr zuvor. Tether selbst erzielte in diesem Zeitraum einen Gewinn von mehr als 10 Mrd. $.
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Stablecoins sind für ihre Emittenten inzwischen mehr als nur eine Gewinnquelle. Sie werden zunehmend genutzt, um Dollar-Liquidität grenzüberschreitend zu transferieren. Der Crypto Wealth Report nennt ein Beispiel, bei dem Gelder innerhalb weniger Minuten zwischen einem Verwahrer in Dubai, einem Family Office in Singapur und einem europäischen Bankkonto transferiert werden können, ohne eine US-Korrespondenzbank zu nutzen.
Auch für traditionelle Anleger werden digitale Assets leichter zugänglich. In den USA wurden Spot-Bitcoin-ETFs aufgelegt, Dienstleistungen für digitale Assets in Singapur werden von der Monetary Authority of Singapore lizenziert, und Dubai richtete bereits 2022 eine eigene Aufsichtsbehörde für virtuelle Assets ein. Die Schweiz entwickelt ihren Blockchain-Cluster in Zug weiter und befreit Privatanleger von der Kapitalertragsteuer.
Die steigende Zahl der Krypto-Millionäre zeigt, dass digitale Assets längst kein Markt mehr ausschließlich für frühe Anleger und Spekulanten sind. Große Vermögen entstehen inzwischen nicht nur durch Bitcoin-Kursgewinne, sondern auch durch Krypto-Unternehmen, Stablecoins, Anlageprodukte und Infrastruktur.
Mit der zunehmenden Nutzung digitaler Assets und den wachsenden Möglichkeiten, mit ihnen zu arbeiten, erhalten immer mehr Menschen Chancen, beträchtliches Vermögen aufzubauen. Die nächste Welle der Krypto-Millionäre wird daher nicht nur von neuen Bitcoin-Kursrekorden abhängen, sondern auch davon, wie tief Kryptowährungen in das traditionelle Finanzsystem integriert werden.