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Disney baut erneut Stellen ab. Der neue CEO Josh D’Amaro versucht, den Konzern neu aufzustellen. Die Parks wachsen, das Streaming ist profitabel und die Filme bringen wieder Milliarden ein – doch das reicht weiterhin nicht aus, um das Vertrauen der Anleger in Disney wiederherzustellen.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Die jüngste Runde des Stellenabbaus ist Teil der Umstrukturierung, die D’Amaro nach seinem Amtsantritt als CEO im März eingeleitet hat. Dieses Mal baut Disney rund 300 Stellen ab, vor allem in den Bereichen Personal und Technologie.
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Bereits im April plante das Unternehmen im Rahmen einer Neuorganisation seiner Marketingabteilung den Abbau von bis zu 1.000 Stellen. Im Juli wurden bei ESPN, Disney Entertainment Television und weiteren Studios mehrere hundert weitere Mitarbeitende entlassen. Die meisten dieser Stellenstreichungen betrafen Pixar und National Geographic.
Im August warnte Disney die Anleger, dass das Unternehmen weiterhin nach Einsparmöglichkeiten suche. Disney verwies dabei insbesondere auf Personal- und Verwaltungskosten, während einigen langjährigen Führungskräften Vorruhestandsangebote gemacht wurden.
Auf den ersten Blick scheint Disney keine Probleme mit seinen wichtigsten Umsatzquellen zu haben. Im jüngsten Quartal stieg der Umsatz des Unternehmens um 7 %, während Parks und Kreuzfahrten erneut zu den wichtigsten Wachstumstreibern gehörten.
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Der Umsatz im Segment Experiences stieg um 10 %. Die Besucherzahlen in Disneys US-Parks erhöhten sich um 3 %, während die Ausgaben pro Besucher um 4 % zunahmen.
Auch das Streaming wuchs weiter. Disney+ und Hulu steigerten ihren Umsatz um 11 %, während „Toy Story 5“ weltweit mehr als 1 Mrd. $ einspielte. Auch ESPN verzeichnete Wachstum.
An der Börse fällt das Bild deutlich schwächer aus. Die Disney-Aktie hat in den vergangenen fünf Jahren rund 39 % verloren und liegt seit Jahresbeginn 2026 weiterhin etwa 7 % im Minus. Nach dem Kursrückgang im Frühjahr erholte sich die Aktie teilweise und stieg im Sommer über 110 $, konnte dieses Niveau jedoch nicht halten. Daher bewertet der Markt Disney weiterhin deutlich niedriger als vor fünf Jahren.
D’Amaro setzt auf die One-Disney-Strategie. Ziel ist es, Filme, Serien, Disney+, Hulu, ESPN, Parks, Spiele und Konsumgüter enger miteinander zu verknüpfen, damit dasselbe Franchise gleichzeitig in mehreren Geschäftsbereichen Umsatz generieren kann.
Beispielsweise wird das Konsumgütergeschäft ab dem Geschäftsjahr 2027 von Experiences zu Entertainment wechseln. Damit liegen die Entwicklung von Franchises und der Verkauf von Produkten auf Basis dieser Franchises in derselben Sparte.
Streaming ist ein weiterer Schwerpunkt. D’Amaro bezeichnet Disney+ als das „digitale Zentrum des Unternehmens“, während Disney den Dienst weiter mit Hulu integriert. Gleichzeitig investiert das Unternehmen in Parks und neue Projekte, darunter ein Resort in Abu Dhabi.
All dies geschieht parallel zu Entlassungen und einer schlankeren Konzernstruktur. Disney beseitigt überschneidende Funktionen und schafft finanziellen Spielraum für neue Investitionen. Dies ist bereits der zweite Versuch des Unternehmens, nach dem Rücktritt von Bob Iger eine neue Führungsstruktur zu etablieren. Bob Chapek löste ihn 2020 ab, wurde jedoch etwas mehr als zwei Jahre später entlassen, woraufhin Iger als CEO zurückkehrte.
Disney muss nicht vor einem finanziellen Zusammenbruch gerettet werden. Der Konzern verfügt weiterhin über starke Themenparks, profitables Streaming, bedeutende Franchises und ESPN. Das Problem ist, dass die Anleger noch immer nicht erkennen, wie all diese Vermögenswerte für das Unternehmen insgesamt wieder nachhaltiges Wachstum ermöglichen sollen.
D’Amaros Strategie besteht darin, unnötige Kosten zu senken und Disneys verschiedene Geschäftsbereiche als ein zusammenhängendes System arbeiten zu lassen. Wenn One Disney Inhalte, Streaming, Parks und Konsumgüter tatsächlich miteinander verbinden kann, könnten die aktuellen Entlassungen Teil eines umfassenderen Neuanfangs werden. Andernfalls droht Disney noch lange ein Unternehmen mit starken Marken, aber schwacher Aktienkursentwicklung zu bleiben.