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Seit dem Aufkommen von Bitcoin hat Google eine vorsichtige - und zuweilen skeptische - Haltung gegenüber Kryptowährungen eingenommen. In den letzten Jahren hat sich der Ansatz jedoch gewandelt. Strenge Werbeverbote wichen groß angelegten Investitionen in Krypto-Projekte.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Diese Woche machte Google (Muttergesellschaft Alphabet) mit mehreren Kryptowährungsberichten Schlagzeilen. Die erste kam am Mittwoch, als der Bitcoin-Kurs auf über 124.000 US-Dollar anstieg, was den führenden digitalen Vermögenswert kurzzeitig zu einem der fünf größten Vermögenswerte nach Marktkapitalisierung machte.
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Die nächste Neuigkeit betraf Kryptowährungs-Geldbörsen. Ab dem 29. Oktober wird Google Play seine Richtlinien für diese Produkte ändern. Um weiterhin zum Download zur Verfügung zu stehen, müssen Anbieter von Wallets mit Depotfunktion in mehr als 15 Ländern, darunter die USA und die EU, lizenziert sein. Nicht-verwahrte Wallets sind davon jedoch nicht betroffen.
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Die wichtigste Nachricht für diese Diskussion ist jedoch die über die "Krypto"-Investitionen des Unternehmens. Gestern wurde bekannt, dass Google eine Beteiligung an dem Bitcoin-Mining-Unternehmen TeraWulf erworben hat, das seine Rechenzentren für KI-Infrastruktur nutzen will.
Die Aktien von TeraWulf reagierten mit einem starken Anstieg um 43 % auf 7,82 $ - der größte Anstieg an einem Tag seit März 2022.
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Diese jüngsten Ereignisse zeigen deutlich, dass Googles Operationen jetzt mit dem Kryptowährungssektor verflochten sind - ein scharfer Kontrast zu seiner früheren distanzierten Haltung gegenüber der Bitcoin-Industrie.
Zwischen 2017 und 2019 war die Kryptowährungspolitik von Google sehr konservativ, insbesondere in Bezug auf Werbung. Das Unternehmen verbot die Werbung für ICOs, Krypto-Börsen und damit verbundene Finanzdienstleistungen in den Suchergebnissen und auf seinen Werbeplattformen, einschließlich YouTube, vollständig. Als Hauptgründe wurden Bedenken über die Zunahme betrügerischer Projekte, mangelnde Regulierung und Risiken für Nutzer genannt, die bei Investitionen in zweifelhafte Token Geld verlieren könnten.
Die Einschränkungen erstreckten sich nicht nur auf aggressive und offensichtlich dubiose ICOs, sondern auch auf legitime Börsen und Dienste. Google handelte nach dem Prinzip "Vorsicht ist besser als Nachsicht", um die rechtlichen Risiken zu minimieren und den Ruf seiner Werbeplattformen zu schützen. Mit dieser Entscheidung wurden Krypto-Projekte über einen der größten Online-Marketing-Kanäle von der breiten Öffentlichkeit abgeschnitten.
Zu dieser Zeit war eine solche Haltung nicht überraschend - Facebook, Twitter und andere Big-Tech-Giganten verhängten ebenfalls strenge Beschränkungen, da sie eine Wiederholung der Dot-Com-Blase und potenzielle Rufschädigung befürchteten.
Mit der Zeit begann Google, seine Regeln für die Werbung mit Kryptowährungen zu lockern. Große Börsen und Zahlungsplattformen kehrten allmählich zu Google Ads zurück und konnten ihre Produkte legal bewerben.
Parallel dazu begann Google, seine Cloud-Dienste mit Blockchain-Projekten zu integrieren. Über Google Cloud führte das Unternehmen Lösungen für die Speicherung und Verarbeitung von Blockchain-Daten, die Analyse von Transaktionen und die Unterstützung von Web3-Anwendungen ein.
Einer der wichtigsten Entwicklungsbereiche waren Partnerschaften mit Branchenführern. Google Cloud schloss sich mit Chainlink zusammen, um zuverlässige Daten für Smart Contracts bereitzustellen, und mit Coinbase, um Zahlungslösungen zu integrieren und die Arbeit mit Krypto-Assets zu vereinfachen.
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In den letzten Jahren ist Google von einer vorsichtigen Beobachtung des Kryptomarktes zu aktiven Investitionen in Infrastrukturprojekte übergegangen. Das Unternehmen hat in wichtige Akteure des Ökosystems investiert, z. B. in Fireblocks (Plattform für die Verwahrung und den Transfer digitaler Vermögenswerte), Dapper Labs (Entwickler der Projekte Flow und NFT) und Digital Currency Group (eine große, auf Blockchain ausgerichtete Venture-Holding).
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Wichtig ist, dass Google bewusst keine direkten Kryptowährungskäufe tätigt und sich stattdessen auf Technologien konzentriert, die Web3, DeFi und Unternehmenslösungen antreiben. Dieser Ansatz ist strategisch und regulierungsbewusst und zielt auf Lösungen ab, die unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen wertvoll bleiben.
Gleichzeitig positionieren die Partnerschaften von Google Cloud das Unternehmen als technologischen Enabler für dezentralisierte Dienste, einschließlich Blockchain-Datenintegration, intelligente Verträge und Finanzprotokolle.
Googles sich entwickelnde Haltung gegenüber Kryptowährungen spiegelt den allgemeinen Wandel der Branche wider - von vorsichtiger Skepsis und strikten Verboten bis hin zur aktiven Integration in die technologische und finanzielle Infrastruktur von Blockchain. Das Unternehmen hat sich nicht nur an den neuen Markt angepasst, sondern sich auch als wichtiger Infrastrukturakteur positioniert, der in der Lage ist, die Entwicklung des Web3 zu beeinflussen und Standards für die Interaktion zwischen Technologie und digitalen Vermögenswerten zu gestalten.