Hlib Chabaniuk

ESRB-Bericht weist auf erhöhte Risiken für die Finanzstabilität in der EU hin

ESRB-Bericht weist auf erhöhte Risiken für die Finanzstabilität in der EU hin
EU-Stabilitätsrisiken steigen

Geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und politische Unsicherheit stellen die Widerstandsfähigkeit des EU-Finanzsystems im jüngsten Berichtszeitraum weiterhin auf die Probe. Nach Angaben des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken bleiben makroökonomische Risiken und Marktrisiken die beiden wichtigsten Belastungsfaktoren, während er seinen makroprudenziellen Ansatz ausweitet.

Das Wichtigste

  • Der 15. Jahresbericht des ESRB (April 2025–März 2026) hebt trotz der Widerstandsfähigkeit des Systems erhöhte Risiken für die Finanzstabilität in der EU aufgrund von Geopolitik, Handelskonflikten und politischer Unsicherheit hervor.
  • Im Juni 2025 verabschiedete der ESRB-Generalrat eine umfassendere Risikobewertung und einen systemweiten makroprudenziellen Ansatz, einschließlich neuer Top-down-Stresstests für Finanzinstitute und Aktivitäten.
  • Der ESRB weist auf Schwachstellen bei Krypto-Assets, Multi-Emittenten-Stablecoin-Systemen aus Drittländern und der Nichtbankenfinanzierung hin und fordert die EU-Behörden auf, Risiken durch erhöhte Hebelwirkung und Liquiditätsdruck bei Investmentfonds anzugehen.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Ergebnisse des Berichtszeitraums und politische Prioritäten

Wie der Europäische Ausschuss für Systemrisiken berichtet, umfasst sein 15. Jahresbericht den Zeitraum vom 1. April 2025 bis zum 31. März 2026 und erläutert, wie das Gremium seinen Auftrag erfüllt, systemische Risiken für die Finanzstabilität in der gesamten Europäischen Union zu identifizieren und zu mindern.

Dem Bericht zufolge ist das globale Umfeld außergewöhnlich unsicher, da geopolitische Spannungen, erneut aufflammende Handelskonflikte und zunehmende politische Unsicherheit die makrofinanziellen Bedingungen in der EU prägen. Dennoch zeigen sich die europäische Wirtschaft und das Finanzsystem widerstandsfähig, auch wenn die Risiken für die Finanzstabilität weiterhin erhöht bleiben.

Im Berichtszeitraum einigte sich der ESRB-Generalrat im Juni 2025 darauf, zu einer ganzheitlicheren Bewertung von Risiken und Schwachstellen überzugehen und einen systemweiten Ansatz für die makroprudenzielle Politik zu fördern. Dieser Wandel umfasst die Konzentration auf sowohl Finanzinstitute als auch für die Stabilität kritische Aktivitäten sowie die Entwicklung von Top-down-Stresstests auf Systemebene und die Einbindung der Analyse des makroprudenziellen Kurses in die regelmäßigen Bewertungen.

Krypto-Assets und Nichtbankenfinanzierung bleiben im Fokus

Der ESRB veröffentlicht außerdem einen Bericht über Krypto-Assets und dezentrale Finanzen, der deren Auswirkungen auf die Finanzstabilität hervorhebt. Er verabschiedet eine Empfehlung zu Multi-Emittenten-Stablecoin-Systemen aus Drittländern und erklärt, dass solche Strukturen inhärente Schwachstellen aufweisen und klare Risiken für das EU-Finanzsystem schaffen.

Der Ausschuss erklärt, dass die zuständigen Behörden, darunter die Europäische Kommission, die Europäischen Aufsichtsbehörden und die nationalen Aufsichtsbehörden, auf die neue Empfehlung reagieren sollten. Der Bericht verweist außerdem auf sektorübergreifende Risiken, die in anderen während des Zeitraums veröffentlichten ESRB-Arbeiten identifiziert wurden.

Unter diesen Veröffentlichungen bietet der EU Risk Monitor 2025 für Nichtbankenfinanzintermediation eine systemweite Bewertung der Schwachstellen im Investmentfondssektor. Er verweist auf eine erhöhte Hebelwirkung, anhaltende Liquiditätsrisiken und eine wachsende Vernetzung und unterstreicht damit die Belastungspunkte, die der ESRB an den EU-Finanzmärkten weiterhin beobachtet.

Unser früherer Artikel untersuchte die zunehmende regulatorische Prüfung von Krypto-Perpetual-Futures (Perps) in Singapur , da diese stark gehebelten Produkte an Bedeutung gewinnen. Er hob außerdem hervor, wie dezentrale Plattformen wie Hyperliquid die Handelsmechanik durch den Einsatz von Smart Contracts für Sicherheiten und Liquidationen verändern – wodurch das Risikomanagement verlagert statt Risiko beseitigt wird und die Bedenken von Regulierungsbehörden und Marktteilnehmern zunehmen.

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