Singapore Exchange gewinnt mit neuem Handelsfenster für asiatische Anleihefutures europäische Trader

Singapore Exchange gewinnt mit neuem Handelsfenster für asiatische Anleihefutures europäische Trader
SGX gewinnt europäische Trader mit Anleihefutures

​Die Singapore Exchange führt ein spezielles Handelsfenster für europäische Anleger ein, die ein Engagement in asiatischen Staatsanleihen anstreben. Damit soll die Aktivität bei Futures-Kontrakten angekurbelt werden, die bislang nur schwer Fuß fassen konnten. Die Initiative bietet in London ansässigen Vermögensverwaltern während ihrer regulären Arbeitszeiten Zugang zu einer konzentrierten Phase der Market-Making-Aktivität.

Das Wichtigste

  • SGX startet am Dienstag ein europäisches Handelsfenster.
  • Neue asiatische Anleihefutures leiden unter geringer Liquidität.
  • Eine separate Sitzung richtet sich an indische Trader.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Ab Dienstag, dem 13. Oktober, bietet die Börse ein einstündiges Liquiditätsfenster ab 10 Uhr Londoner Zeit an, was 17 Uhr in Singapur entspricht, berichtet Bloomberg. Die Regelung soll Käufer, Verkäufer und Market Maker zusammenbringen, wenn europäische Anleger verfügbar sind, um zu handeln.

SGX will geringe Handelsvolumina überwinden

Europäische Vermögensverwalter, die mit asiatischen Zinsprodukten handeln, stehen häufig vor einer unpraktischen Wahl: außerhalb der üblichen Bürozeiten arbeiten oder Handelsteams in Asien unterhalten. SGX hofft, dass die Bündelung der Liquidität in einer planbaren Sitzung ihre Kontrakte für Anleger, die Portfolios von Europa aus verwalten, praktikabler macht.

Die Börse baute ihr Geschäft mit Staatsanleihefutures Anfang dieses Jahres aus und führte Kontrakte ein, die an Indien, Indonesien, Thailand, Malaysia und die Philippinen gekoppelt sind, zusätzlich zu Futures auf 20-jährige japanische Staatsanleihen. Die Einführungen folgten auf das wachsende Interesse an asiatischen Rentenmärkten, als Japan die Zinsen anhob und die Anleihekurse der Region volatiler wurden.

Dennoch haben die neuen Produkte außerhalb Japans nur wenig Aktivität angezogen. Bis August lagen die Handelsvolumina bei den kürzlich eingeführten asiatisch-pazifischen Staatsanleihefutures von SGX in allen relevanten Märkten außer Indien bei null.

Der Mangel an Transaktionen verdeutlicht, wie schwierig es ist, einen Derivatemarkt aufzubauen, auf dem Anleger nicht zuverlässig Handelspartner finden. Ohne kontinuierliche Handelsaktivität können selbst Kontrakte, die an große Staatsanleihemärkte gekoppelt sind, Schwierigkeiten haben, institutionelle Beteiligung anzuziehen.

Neue Handelssitzungen zielen auf Europa und Indien

SGX wird am Dienstag außerdem ein separates Liquiditätsfenster für indische Anleger einführen, das von 11 bis 12:30 Uhr Singapurer Zeit läuft. Beide Initiativen sollen Market Maker dazu bewegen, in Zeiträumen Preise zu stellen, in denen potenzielle Kunden am ehesten aktiv werden.

Der Ansatz greift ein bekanntes Problem an den Derivatemärkten auf. Vermögensverwalter zögern, Orders zu platzieren, wenn nur wenige Preise verfügbar sind, während Market Maker davor zurückschrecken, Kapital in Kontrakte mit begrenzter Kundennachfrage zu investieren.

Indem SGX die Aktivität auf kürzere Sitzungen konzentriert, versucht die Börse, die Preisverfügbarkeit zu verbessern, ohne von den Teilnehmern eine durchgehende Abdeckung des gesamten asiatischen Handelstags zu verlangen.

Aufbau eines breiteren asiatischen Zinsmarkts

Die Initiative erfolgt, während SGX versucht, sein Geschäft mit Zinsderivaten über Futures auf japanische Staatsanleihen hinaus auszubauen, die bereits ein beträchtliches Wachstum verzeichnet haben.

Der Kontrast zwischen diesen etablierten Kontrakten und den neueren regionalen Produkten zeigt, dass die Einführung von Futures nur der erste Schritt ist. Börsen müssen zudem genügend Teilnehmer gewinnen, um regelmäßigen Handel und wettbewerbsfähige Preise zu gewährleisten.

Für europäische Anleger könnte eine verlässliche Handelssitzung die Verwaltung von Engagements in asiatischen Zinsen erleichtern, ohne lokale Aktivitäten ausweiten zu müssen. Für SGX wird die unmittelbare Bewährungsprobe darin bestehen, ob die neuen Fenster wiederholte Transaktionen statt gelegentlicher Aktivitätsschübe hervorbringen.

Die Ergebnisse werden zeigen, ob planmäßige Liquiditätszeiträume einen breiteren Offshore-Markt für asiatische Staatsanleihefutures unterstützen können.

Zuvor berichteten wir, dass die Singapore Exchange Krypto-Perpetual-Futures für US-Institutionen öffnet.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.