Ashutosh Sureka

Die Weltbankgruppe startet einen Philanthropie-Hub zur Ausweitung von Partnerschaften für Entwicklungsfinanzierung

Die Weltbankgruppe startet einen Philanthropie-Hub zur Ausweitung von Partnerschaften für Entwicklungsfinanzierung
Weltbank startet Hub

Angesichts des steigenden Entwicklungsbedarfs und knapper werdender öffentlicher Ressourcen startet die Weltbankgruppe einen Philanthropie-Hub, um private Spenden, Fachwissen und Partnerschaften in groß angelegte Entwicklungsprogramme zu lenken. Die Plattform wird während der Jahrestagung von Weltbankgruppe und IWF in Bangkok vorgestellt und soll philanthropischen Organisationen, die vorrangige Initiativen unterstützen möchten, als zentrale Anlaufstelle dienen.

Das Wichtigste

  • Die Weltbankgruppe startet bei ihrem Forum in Bangkok einen Philanthropie-Hub mit dem Ziel, Entwicklungslösungen durch koordinierte Partnerschaften mit mehr als 200 Führungskräften aus Stiftungen und Netzwerken zu skalieren.
  • AVPN unterzeichnet eine Absichtserklärung und kündigt einen speziellen Health-Works-Fonds an, der durch die Finanzierung technischer Unterstützung erschwingliche Gesundheitsdienste für 1,5 Milliarden Menschen fördert.
  • Temasek Trust beteiligt sich an der Initiative und nutzt seine Erfahrung bei der Kapitalmobilisierung, um skalierbare Partnerschaftsmodelle für AgriConnect, Health Works und Water Forward zu entwickeln.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Start in Bangkok und Partnerschaftsrahmen

Wie die Weltbank berichtet, soll der neue Hub philanthropischen Organisationen und anderen Partnern dabei helfen, von Pilotprojekten und isolierten Maßnahmen zu skalierbaren Lösungen und koordiniertem Handeln überzugehen.

Über die Plattform will die Weltbankgruppe nach eigenen Angaben Möglichkeiten für philanthropisches Kapital, Wissen und praxisnahe Lösungen identifizieren und zugleich den Wissensaustausch sowie innovative Partnerschaften rund um gemeinsame Entwicklungsprioritäten fördern. Paschal Donohoe, Managing Director und Chief Knowledge Officer der Weltbankgruppe, erklärt, dass Partnerschaften angesichts des zunehmenden Entwicklungsdrucks und der angespannten Ressourcenlage immer wichtiger würden.

Der Hub wird auf dem ersten Philanthropie-Forum der Weltbankgruppe in Bangkok gestartet, das während der Jahrestagung von Weltbankgruppe und IWF stattfindet. Das Forum, das gemeinsam mit dem Asian Venture Philanthropy Network, dem Institute of Philanthropy, dem netFWD der OECD und der Philanthropy Asia Alliance von Temasek Trust veranstaltet wird, bringt mehr als 200 Führungskräfte aus Stiftungen, Netzwerken, Family Offices, Entwicklungsinstitutionen und Partnerorganisationen zusammen.

Vereinbarungen mit asiatischen Netzwerken und sektorale Auswirkungen

Am Rande des Forums unterzeichnen zwei philanthropische Netzwerke in Asien Absichtserklärungen mit der Weltbankgruppe. AVPN erklärt, dass sein regionales Netzwerk aus Stiftungen, Social Investors und Partnern aus dem Privatsektor Initiativen der Weltbankgruppe unterstützen könne, und kündigt zudem einen speziellen Fonds für Health Works an, ein Programm, das durch die Finanzierung technischer Unterstützung 1,5 Milliarden Menschen Zugang zu hochwertigen, erschwinglichen Gesundheitsdiensten verschaffen soll.

Temasek Trust beteiligt sich ebenfalls an der Initiative. Die Weltbankgruppe erklärt, dass dessen Erfahrung bei der Mobilisierung philanthropischen Kapitals, der Zusammenführung von Partnern und der Entwicklung innovativer Finanzierungsansätze skalierbare Partnerschaftsmodelle unterstützen werde. Diese Modelle sind mit vorrangigen Initiativen wie AgriConnect, Health Works und Water Forward verknüpft.

Der Wissensaustausch wird als Kernbestandteil des neuen Hubs positioniert, unterstützt durch ein Partnernetzwerk aus regionalen Organisationen, Beratungsunternehmen und akademischen Einrichtungen. Nach Angaben der Weltbankgruppe umfasst das Netzwerk die Mo Ibrahim Foundation, Latimpacto, die Philanthropy Asia Alliance, das Centre for Asian Philanthropy and Society, Boston Consulting Group, Bridgespan, Dalberg, Coefficient Giving, das Marshall Institute an der London School of Economics sowie die Lilly Family School of Philanthropy der Indiana University.

Unser früherer Artikel über Blended Finance erläuterte, wie öffentliche und philanthropische Mittel eingesetzt werden können, um Risiken zu übernehmen und private Investoren für Projekte in Schwellenländern in Bereichen wie Infrastruktur, Klimaresilienz und Ernährungssicherheit zu gewinnen. Er hob hervor, dass mehrstufige Kapitalstrukturen und Kreditverbesserungen die gesamte Finanzierungskapazität erhöhen können – wobei häufig Kredit- und Investitionsvolumina in Höhe von rund dem Zweifachen der zugesagten öffentlichen Mittel unterstützt werden – und so dazu beitragen, die große Finanzierungslücke zur Erreichung der Entwicklungsziele zu schließen.

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