CPMI und IOSCO veröffentlichen endgültige Leitlinien zu FMI-Risiken

CPMI und IOSCO veröffentlichen endgültige Leitlinien zu FMI-Risiken
Neue FMI-Risikostandards

Globale Standardsetzer veröffentlichen aktualisierte Leitlinien für Finanzmarktinfrastrukturen, da Behörden ihre Erwartungen an das Management von Geschäftsrisiken und die Verlustabsorption präzisieren. Der endgültige Bericht befasst sich im Kontext der Sanierungs- und geordneten Abwicklungsplanung mit durch Eigenkapital finanzierten liquiden Nettovermögenswerten sowie mit Governance und Transparenz.

Das Wichtigste

  • CPMI und IOSCO haben endgültige Leitlinien veröffentlicht, die Finanzmarktinfrastrukturen (FMIs) zu Risikokontrollen, dem Management von Geschäftsverlusten und Governance-Erwartungen anleiten.
  • Der Bericht legt fest, wie FMIs allgemeine Geschäftsrisiken identifizieren, überwachen und steuern sowie durch Eigenkapital finanzierte liquide Nettovermögenswerte in Mindesthöhe zur Deckung potenzieller Verluste festlegen müssen.
  • Die Leitlinien berücksichtigen Feedback aus der Konsultation vom November 2025 und der Bewertung zu PFMI-Prinzip 15 und zielen darauf ab, die Resilienz zentraler Betreiber von Marktinfrastrukturen zu stärken.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Leitlinien umfassen Risikokontrollen und Verlustabsorptionskapazität

Wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich berichtet, haben der Ausschuss für Zahlungsverkehr und Marktinfrastrukturen sowie die Internationale Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden einen endgültigen Bericht darüber veröffentlicht, wie Finanzmarktinfrastrukturen allgemeine Geschäftsrisiken und allgemeine Geschäftsverluste steuern sollten.

Der Bericht bietet FMIs und zuständigen Behörden Leitlinien zur Identifizierung, Überwachung und Steuerung allgemeiner Geschäftsrisiken. Er legt außerdem dar, wie FMIs den Mindestbetrag an durch Eigenkapital finanzierten liquiden Nettovermögenswerten bestimmen sollten, den sie zur Deckung potenzieller allgemeiner Geschäftsverluste halten müssen, und umreißt die Erwartungen an Governance und Transparenz in diesem Bereich.

Rahmenwerk baut auf Erkenntnissen aus der Konsultation 2025 auf

Der endgültige Bericht baut auf einem im November 2025 veröffentlichten Konsultationsbericht zu allgemeinen Geschäftsverlusten auf. Er berücksichtigt zudem die Erkenntnisse aus dem Level-3-Bewertungsbericht zur Umsetzung von PFMI-Prinzip 15, der Probleme im Zusammenhang mit dem Management allgemeiner Geschäftsrisiken durch FMIs und den zur Deckung potenzieller Verluste gehaltenen, durch Eigenkapital finanzierten liquiden Nettovermögenswerten identifizierte.

CPMI und IOSCO erklären, dass sie die Konsultationsantworten bei der Finalisierung der Leitlinien berücksichtigt haben. Die Gremien würdigen zudem die von den Teilnehmern eingereichten Antworten und das Engagement; das Rahmenwerk soll die Resilienz zentraler Betreiber von Marktinfrastrukturen stärken.

Unsere frühere Berichterstattung über Malaysias Debatte zur Rechenschaftspflicht nach 1MDB untersuchte, wie sich Governance-Versäumnisse kaskadenartig ausweiten können, wenn Kontrollen, Prüfungen sowie Kontroll- und Ausgleichsmechanismen versagen. Wir hoben Forderungen nach einer stärkeren Verantwortung der Verwaltungsräte, einem besseren Schutz von Whistleblowern und einer proaktiveren Rolle interner Revisoren bei der Identifizierung neu entstehender Risiken hervor, bevor Verluste eintreten.

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