Alexander Wallasch kritisiert Springers Einführung des Creator-Modells als Abbau von Arbeitnehmerschutz

Alexander Wallasch kritisiert Springers Einführung des Creator-Modells als Abbau von Arbeitnehmerschutz
Wallasch warnt vor Risiken von Springer Creator

Der Publizist Alexander Wallasch übt scharfe Kritik an Axel Springers neuem Modell ''Springer Creator''. Wallasch argumentiert, dass durch dieses System der traditionelle Arbeitnehmerschutz schrittweise ''durch die Hintertür entsorgt'' werde. Zudem sieht er einen Paradigmenwechsel in der Verantwortung des Unternehmens, indem es Unternehmensfreiheit vor soziale Sicherheiten stelle.

Arbeitsrechtsexperten weisen darauf hin, dass sogenannte Creator-Programme in Verlagen dazu führen können, dass Beschäftigte ihren Status als Arbeitnehmer verlieren und damit Sozial- und Kündigungsschutz einbüßen. ''Der Trend zur Auslagerung journalistischer Tätigkeiten an freie Produzenten kann das Kräfteverhältnis zwischen Medienhäusern und Mitarbeitern fundamental verschieben'', betont Jürgen Schmitt, Fachanwalt für Arbeitsrecht.

In Branchengesprächen wird der Ansatz zunehmend kontrovers diskutiert, da traditionelle Medienunternehmen diese Flexibilisierung als Innovation vermarkten, Kritiker jedoch eine Schwächung des Journalismus und des kollektiven Schutzes befürchten.

Alexander Wallasch hat sich zuvor kritisch mit marktbezogenen Entscheidungen anderer Akteure befasst. In einem Beitrag warf er Julian Reichelt vor, Abfindungsgelder in die Rüstungsindustrie investiert zu haben (mehr dazu). Zudem analysierte Wallasch die Aussage von Friedrich Merz zur Rolle der deutschen Wirtschaft im militärischen Umfeld (weitere Informationen).

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