US-Aktien-Futures fallen, da die Renditen von US-Staatsanleihen hoch bleiben

US-Aktien-Futures fallen, da die Renditen von US-Staatsanleihen hoch bleiben
US-Aktien-Futures fallen, da die Renditen von US-Staatsanleihen hoch bleiben

​US-Aktien-Futures bewegten sich am Montag nach unten, da hohe Renditen von US-Staatsanleihen die Aktienkurse weiter belasteten, nachdem die Wall Street die vergangene Woche mit einem kräftigen Anstieg beendet hatte. Die Anleger bereiten sich zudem auf das Protokoll der Federal-Reserve-Sitzung vor, das weitere Einzelheiten darüber liefern könnte, wie die Entscheidungsträger Inflation, Beschäftigung und den weiteren Zinskurs einschätzen.

Das Wichtigste

  • Dow-, S&P-500- und Nasdaq-100-Futures fallen.
  • Hohe Renditen von US-Staatsanleihen bleiben ein Gegenwind für Aktien.
  • Das Fed-Protokoll wird am Mittwoch veröffentlicht.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die Dow-Jones-Futures fielen um 0,17 % auf 51.388, während die S&P-500-Futures um 0,16 % auf 7.765 und die Nasdaq-100-Futures um 0,21 % auf 30.995,75 nachgaben, wie aus den neuesten Marktdaten hervorgeht. Hohe Renditen von US-Staatsanleihen blieben ein zentrales Problem, nachdem die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen in der vergangenen Woche den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten erreicht hatte, berichtete CNBC.

Renditen von Anleihen bleiben der wichtigste Belastungsfaktor

Der Rückgang am Montag folgt auf eine positive Sitzung am Freitag. Der Dow Jones  legte um 0,5 % zu und schloss bei 51.176,46 Punkten, während der S&P 500 um 0,7 % auf 7.722,72 Punkte stieg. Der Nasdaq Composite gewann 1,2 % auf 27.190,86 Punkte, nachdem er während der Sitzung ein Rekordhoch erreicht hatte.

Technologieaktien führten diese Erholung an, wobei auch Nvidia im Tagesverlauf ein Rekordhoch erreichte. Der schwächere Start im Futures-Handel zeigt, dass die Gewinne vom Freitag den durch höhere Finanzierungskosten verursachten Druck nicht beseitigt haben.

Der Arbeitsmarktbericht der vergangenen Woche sorgte für eine gewisse Entlastung in der Geldpolitik. Die schwächer als erwarteten Beschäftigungszahlen verringerten die Erwartungen, dass die Fed die Zinsen in diesem Monat erneut anheben müsste. Gleichzeitig blieben die langfristigen Renditen von US-Staatsanleihen hoch, sodass die Finanzierungsbedingungen angespannt blieben, selbst wenn die Entscheidungsträger beschließen, die kurzfristigen Zinsen unverändert zu lassen.

Das Fed-Protokoll rückt in den Fokus

Der Wirtschaftskalender ist in dieser Woche relativ dünn. Am Montag wird der Dienstleistungsbericht des Institute for Supply Management veröffentlicht, am Mittwoch folgt das Protokoll der Fed-Sitzung vom September und am Freitag die vorläufige Verbraucherstimmung der University of Michigan für Oktober.

Das Protokoll könnte die Debatte innerhalb der Zentralbank nach ihrer Zinserhöhung im September näher beleuchten. Die jüngsten Arbeitsmarktdaten haben die Argumente für einen weiteren unmittelbaren Schritt geschwächt, während Inflation und die hohen langfristigen Finanzierungskosten weiterhin Teil der geldpolitischen Diskussion sind.

Auch die Unternehmensberichte werden zunehmend wichtiger. Constellation Brands, Levi Strauss, PepsiCo und Delta Air Lines gehören zu den Unternehmen, die vor den Ergebnissen von JPMorgan am 13. Oktober berichten sollen. Damit beginnt inoffiziell die nächste große Berichtssaison.

Höhere Renditen stellen die jüngste Aktienrally auf die Probe

Die unmittelbare Frage für die Aktienmärkte lautet, ob die technologiegetriebenen Gewinne der vergangenen Woche Bestand haben können, während die Renditen von Staatsanleihen nahe Mehrjahreshochs bleiben. Höhere langfristige Zinsen verteuern die Finanzierung für Unternehmen und können Anleihen gegenüber Aktien attraktiver machen, insbesondere bei Aktien, deren Bewertungen stark von künftigen Gewinnen abhängen.

Schwache Arbeitsmarktdaten haben den Druck für einen unmittelbaren Schritt der Fed verringert, doch allein dadurch wird die Herausforderung einer teuren langfristigen Finanzierung nicht gelöst. Das Fed-Protokoll dieser Woche wird den Märkten einen weiteren Einblick geben, wie die Entscheidungsträger diese gegenläufigen Kräfte abwägen.

Wie wir bereits berichtet haben, erreicht der Euro ein 17-Monats-Tief, da sich die Sorgen um Frankreichs Verschuldung verschärfen.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.