AMD-Aktie: Tiefere Korrektur nach Verlust der Unterstützung bei 620 $
Nach einer Reihe von Rekordhochs erlebt AMD erstmals seit Monaten eine deutlichere Phase der Gewinnmitnahmen. Nun testet der Markt, wie nachhaltig die Rally tatsächlich ist, während Anleger im gesamten KI-Sektor selektiver werden.
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AMD startet mit einem wichtigen Branchenevent in die Woche. Lisa Su soll den OCP Global Summit 2026 mit einer Keynote unter dem Titel „Building the Next Era of AI Infrastructure“ eröffnen. Der Gipfel findet vom 12. bis 15. Oktober statt, AMD nimmt als Diamond Sponsor teil. Für das Unternehmen bietet er eine weitere Plattform, um offene KI-Infrastruktur und seine Rack-Scale-Strategie zu fördern, während die Investitionen in Rechenzentren weiter anziehen.
Ein weiteres Zeichen für Gewinnmitnahmen kam von ARK Invest, das seine AMD-Position reduzierte, nachdem die Aktie im Vormonat stark gestiegen war. Der Fonds von Cathie Wood verkaufte AMD-Aktien im Wert von rund 15,8 Mio. $.

AMD durchbricht 620 $, während die Zone bei 600–585 $ in den Fokus rückt
Das bärische Szenario aus der vorherigen Analyse beginnt sich zu bestätigen. Die AMD-Aktie fiel unter die wichtige Unterstützung bei 620 $ und weitete den Rückgang auf 608,10 $ aus.
Das wichtigste Abwärtsziel liegt nun in der Zone bei 600–585 $. Nach einer derart ausgedehnten Rally würde eine Korrektur in diesen Bereich zudem dazu beitragen, den überkauften RSI-Wert (14) abzubauen.
Ein Verlassen des überkauften Bereichs wäre für sich genommen noch kein Kaufsignal. Es würde jedoch eine der technischen Beschränkungen beseitigen, die den weiteren Anstieg begrenzt hatten. Sollten die Käufer später wieder die Kontrolle übernehmen, wäre der RSI kein vergleichbares Hindernis für eine neue Aufwärtsdynamik mehr.
Das aktuelle bärische Szenario wäre durch eine Erholung über 620 $ und eine anschließende nachhaltige Stabilisierung darüber hinfällig. Dies würde den Verkaufsdruck mindern und den Fokus wieder auf das Allzeithoch bei 658,52 $ lenken.
Makrorisiken könnten unternehmensspezifische Impulse überlagern
Die kommenden Wochen dürften unruhig bleiben. Die Berichtssaison, der CPI, die Renditen von US-Staatsanleihen und die bevorstehenden Kongresswahlen könnten die Risikobereitschaft schnell verändern.
Für AMD bedeutet das, dass die allgemeinen Marktbedingungen die Volatilität auch ohne neue unternehmensspezifische Nachrichten antreiben könnten. Vor diesem Hintergrund gewinnen eine angemessene Positionsgröße und diszipliniertes Risikomanagement besonders an Bedeutung.
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