Intel-Aktie testet 90 $, während JPMorgan das Rating auf Neutral hochstuft

Intel-Aktie testet 90 $, während JPMorgan das Rating auf Neutral hochstuft
JPMorgan-Hochstufung beseitigt das Abwärtsrisiko nicht

​Intel versucht, sich nach einer starken Korrektur zu stabilisieren, während JPMorgan die Aktie weniger bearish einschätzt. Der nächste Test wird sein, ob die Käufer den Bereich um 85 $ verteidigen können, bevor die Fed und die Quartalszahlen für eine weitere Volatilitätswelle sorgen.

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JPMorgan stufte Intel von Underweight auf Neutral hoch und beließ das Kursziel von 85 $ unverändert. Analyst Harlan Sur verwies auf die verbesserte Umsetzung unter CEO Lip-Bu Tan, insbesondere bei Data-Center-Prozessoren und der Entwicklung fortschrittlicherer Fertigungsknoten.

Die Aktie ist seit ihrem Juni-Hoch allerdings bereits um rund 36 % gefallen. Nach Einschätzung von JPMorgan ist das Chance-Risiko-Verhältnis dadurch ausgewogener als noch zu Beginn des Jahres.

Der Verlust der Marke von 90 $ rückt die 200-Tage-SMA in den Fokus

Intel konnte sich nicht über dem Tief vom 15. Oktober bei 90,02 $ halten und machte damit das zuvor beschriebene bullishe Setup zunichte.

Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Unterstützung bei 85,50 $ und den einfachen gleitenden 200-Tage-Durchschnitt, der bei etwa 84,80 $ verläuft.

Kann sich die Aktie in den nächsten Handelssitzungen nicht wieder über 90 $ stabilisieren, werden diese Niveaus zu den nächsten Abwärtszielen, die es zu beobachten gilt.

Eine Erholung über 100 $ würde das aktuelle bearishe Setup ungültig machen. Dadurch käme die 50-Tage-SMA bei etwa 103 $ wieder ins Spiel.

Fed-Entscheidung und Quartalszahlen am 29. Oktober erhöhen den Einsatz

Das nächste wichtige makroökonomische Ereignis ist die Sitzung der Federal Reserve am 27.–28. Oktober. Nachdem die jährliche Inflation in den USA im September auf 3,7 % gestiegen ist, bezweifeln Anleger zunehmend, dass die Geldpolitik in absehbarer Zeit gelockert wird.

Sowohl die geldpolitische Entscheidung als auch die Hinweise der Fed zum weiteren Zinskurs könnten sich überproportional auf Technologieaktien auswirken, insbesondere nach dem jüngsten Anstieg der Marktvolatilität.

Intel veröffentlicht dann am 29. Oktober die Ergebnisse des dritten Quartals. Margen, die Nachfrage nach Serverprozessoren und die Fortschritte im Foundry-Geschäft dürften dabei die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Da die Fed-Entscheidung und Intels Quartalszahlen nur einen Tag auseinanderliegen, könnte die Aktie bis zum Monatsende einen deutlichen Volatilitätsanstieg verzeichnen.

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