Agrar- und Verbraucherpolitik von Cem Özdemir
Cem Özdemir, der von 2008 bis 2018 als Co-Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen tätig war, wurde 2021 Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft. In den Jahren 2024 und 2025 leitete er Initiativen zur Reform der Tierhaltungsförderung und unterstützte eine vorgeschlagene „Fleischsteuer“, mit der nachhaltige Landwirtschaft finanziert werden soll. Die Maßnahme erhielt die Zustimmung von 60 % der Grünen-Wählerschaft. Zudem sicherte er parteiübergreifende Unterstützung für ein Gesetz, das Werbung für ungesunde Lebensmittel an Kinder verbietet, mit Bußgeldern von bis zu 30.000 Euro pro Verstoß.
Özdemir trat 1994 in die Bundespolitik ein und war von 2004 bis 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments. Er ist in mehreren beratenden EU-Gremien aktiv, darunter der European Council on Foreign Relations, und hat zudem Mandate beim American Jewish Committee und der Hrant-Dink-Stiftung.
Sein Einkommen setzt sich aus Aufwandsentschädigungen und Vortragshonoraren zusammen und trägt zu einem geschätzten Vermögen von rund 700.000 Euro bei. Weitere Einnahmen erzielt Özdemir durch Aufsichtsratsposten und Beratertätigkeiten, insbesondere im Bereich Klima- und Handelspolitik.