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Wie schützen sich Krypto-Investoren vor Betrug? | TU Research

Anmerkung der Redaktion: Obwohl wir uns an strenge redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Hinweise auf Produkte unserer Partner enthalten. Hier ist eine Erklärung, wie wir Geld verdienen. Keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung im Sinne unseres Haftungsausschlusses dar.

Eigene Untersuchungen von TU deuten darauf hin, dass Krypto-Investoren sich der Betrugsrisiken sehr bewusst sind, dennoch führen viele vor einer Investition keine grundlegende Prüfung durch. In einer Umfrage unter 1.500 Krypto-Investoren berichteten 58 %, dass sie bereits Betrugsversuchen ausgesetzt waren, während nur 23 % konsequent Projektteams, Smart-Contract-Audits und Sicherheitsmaßnahmen von Börsen überprüfen. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Lücke zwischen Betrugsbewusstsein und tatsächlichem Schutzverhalten.

Die Kryptowährungsmärkte haben für Privatanleger beispiellose Möglichkeiten geschaffen. Gleichzeitig sind sie jedoch ein fruchtbarer Boden für Betrug, Phishing-Kampagnen, Rug Pulls, gefälschte Token-Launches, Identitätsdiebstahl und KI-generierte Betrugsmaschen geworden.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Kryptowährungen entwickeln Betrüger immer ausgefeiltere Methoden, um das Verhalten von Investoren auszunutzen. Deepfake-Videos, gefälschte Börsen-Websites, betrügerische Airdrops und Identitätsbetrug in sozialen Medien sind mittlerweile feste Bestandteile des digitalen Asset-Ökosystems.

Diese Studie konzentriert sich auf fünf Schlüsselfragen:

Ergebnisse

Basierend auf TU-Forschung zeigen sich mehrere wichtige Muster im Hinblick auf das Bewusstsein für Krypto-Betrug:

  • Betrugserfahrungen sind weit verbreitet. 58 % der Krypto-Investoren berichten, im vergangenen Jahr mindestens einem Betrugsversuch ausgesetzt gewesen zu sein.

  • Phishing bleibt die häufigste Bedrohung. 46 % der Befragten sind auf Phishing-E-Mails, gefälschte Websites oder Wallet-Drain-Links gestoßen.

  • Verifizierungspraktiken sind uneinheitlich. Nur 23 % überprüfen immer Projektteams, Audits und Tokenomics vor einer Investition.

  • Erfahrung verbessert die Betrugserkennung. Investoren mit mehr als fünf Jahren Erfahrung führen doppelt so häufig eine Due Diligence durch wie Anfänger.

  • Es gibt eine Wahrnehmungslücke. Obwohl 74 % glauben, Betrug erkennen zu können, gaben 37 % von ihnen an, bereits Geld an betrügerische Projekte oder Plattformen verloren zu haben.

  • KI-generierte Betrugsmaschen nehmen rasant zu. Deepfake-Videos und Identitätsbetrugskampagnen werden für Investoren immer schwerer zu erkennen.

Wichtige Fakten

Risikohinweis: Die Märkte für Kryptowährungen sind sehr volatil, mit starken Kursschwankungen und regulatorischen Unsicherheiten. Studien zeigen, dass 75–90 % der Trader Verluste machen. Investieren Sie nur Geld, über das Sie frei verfügen können, und lassen Sie sich von einem erfahrenen Finanzexperten beraten.

Institutionelle Validierung

Betrug mit Kryptowährungen ist zu einem der am stärksten überwachten Risiken auf den digitalen Vermögensmärkten geworden. Regulierungsbehörden, Blockchain-Analysefirmen, Strafverfolgungsbehörden und Finanzinstitute berichten alle von einem starken Anstieg betrügerischer Aktivitäten, während die weltweite Krypto-Adoption zunimmt.

Chainalysis-Forschung hebt hervor, dass kryptobezogener Betrug weiterhin eine der größten Kategorien illegaler Krypto-Aktivitäten darstellt. Laut dem Crypto Scam Revenue Report des Unternehmens generierte Krypto-Betrug im Jahr 2024 schätzungsweise 12,4 Milliarden US-Dollar an illegalen Einnahmen, während sogenannte „Pig Butchering“-Betrugsmaschen im Jahresvergleich um fast 40 % zunahmen. Chainalysis stellt außerdem fest, dass Betrüger zunehmend künstliche Intelligenz, Deepfakes, Identitätsvortäuschung und groß angelegte Social-Engineering-Kampagnen einsetzen, um Konversionsraten zu steigern und Privatanleger gezielter anzusprechen.

Das Internet Crime Complaint Center (IC3) des FBI identifiziert Betrug mit Krypto-Investments konsequent als eine der am schnellsten wachsenden Kategorien von Finanzkriminalität. Laut dem FBI Internet Crime Report, beliefen sich die Verluste durch Internetkriminalität im Jahr 2024 auf einen Rekordwert von 16,6 Milliarden US-Dollar, wobei Krypto-Investmentbetrug einen erheblichen Anteil am gemeldeten finanziellen Schaden ausmachte. Die Behörde warnt Anleger regelmäßig vor gefälschten Handelsplattformen, Phishing-Kampagnen, Identitätsvortäuschung in sozialen Medien und betrügerischen Anlagesystemen.

Hauptursachen für den Verlust von Geldern durch BetrugHauptursachen für den Verlust von Geldern durch Betrug

Europol-Forschung legt nahe, dass künstliche Intelligenz die Raffinesse von Finanzbetrug erheblich erhöht. Die Internet Organised Crime Threat Assessment (IOCTA) der Behörde warnt, dass KI-generierte Inhalte, Deepfake-Videos, synthetische Identitäten und automatisierte Social-Engineering-Techniken Betrugsmaschen für Privatanleger immer schwerer erkennbar machen. Europol betrachtet KI-gestützten Betrug als eine der wichtigsten neuen Bedrohungen im digitalen Finanzwesen.

Das CFA Institute betont die Bedeutung von Due Diligence, Informationsüberprüfung und diszipliniertem Verhalten bei der Bewertung von Investitionsmöglichkeiten. In seiner Forschungsarbeit Behavioral Finance: The Second Generation, hebt das CFA Institute hervor, dass Anleger häufig von kognitiven Verzerrungen wie Selbstüberschätzung, Bestätigungsfehler, sozialem Einfluss und erzählungsgetriebenen Entscheidungen beeinflusst werden. Laut der Studie können diese Verhaltensmuster die Risikobewertung schwächen und die Anfälligkeit für irreführende Informationen erhöhen, insbesondere in Phasen starker Marktoptimismus und spekulativer Euphorie. Die Forschung legt nahe, dass unabhängige Überprüfung, strukturierte Entscheidungsprozesse und diszipliniertes Risikomanagement wesentliche Schutzmechanismen gegen kostspielige Anlagefehler sind.

OECD-Forschung legt nahe, dass finanzielle Allgemeinbildung allein Anleger nicht vollständig vor Betrug schützt. Studien der OECD/INFE zeigen, dass viele Menschen zwar grundlegende Finanzkonzepte verstehen, aber oft Schwierigkeiten haben, Risikobewertung und Überprüfungspraktiken konsequent anzuwenden, wenn sie mit Dringlichkeit, überzeugendem Marketing oder Versprechen ungewöhnlich hoher Renditen konfrontiert werden. Diese Lücke zwischen Wissen und Verhalten wird besonders in sich schnell entwickelnden Anlageklassen wie Kryptowährungen deutlich.

Forschung der FINRA Investor Education Foundation zeigt ebenfalls, dass das Vertrauen der Anleger oft die tatsächlichen finanziellen Fähigkeiten übersteigt. Studien der Stiftung belegen, dass Personen, die sich für besonders sachkundig im Bereich Investitionen halten oder überzeugt sind, Betrug erkennen zu können, nicht zwangsläufig weniger häufig Opfer von Finanzbetrug werden. Laut FINRA-Forschung, zeigen Betrugsopfer häufig ein hohes Maß an Selbstvertrauen und Optimismus, während Verhaltensfaktoren wie Selbstüberschätzung, Vertrauen in überzeugende Erzählungen und Anfälligkeit für sozialen Einfluss die Verwundbarkeit gegenüber betrügerischen Anlagesystemen erhöhen können.

Zusammen deuten diese Erkenntnisse darauf hin, dass Krypto-Betrug nicht nur durch technologische Schwachstellen, sondern auch durch Verhaltensfaktoren begünstigt wird. Zu verstehen, wie Anleger Projekte überprüfen, Börsen bewerten und auf überzeugende Erzählungen reagieren, ist daher zu einem immer wichtigeren Forschungsfeld geworden.

Anleger, die unabhängige Analysen von Krypto-Projekten suchen, können den Forschungs- und Marktanalysen von TU-Experten folgen:

Theoretische Forschung

Aus verhaltensökonomischer Sicht haben Kryptowährungsbetrügereien vor allem deshalb Erfolg, weil sie gezielt menschliche Psychologie ausnutzen und nicht primär technische Schwachstellen. Akademische Studien und Untersuchungen zum Anlegerverhalten zeigen übereinstimmend, dass betrügerische Machenschaften besonders wirksam sind, wenn sie emotionale Entscheidungen auslösen und eine rationale Risikobewertung umgehen.

Mehrere gut dokumentierte kognitive Verzerrungen erhöhen die Anfälligkeit von Anlegern:

  • FOMO (Fear of Missing Out, Angst etwas zu verpassen), was Anleger dazu verleitet, schnell zu handeln, um vermeintliche Chancen nicht zu verpassen;

  • Autoritäts-Bias, bei dem Personen vermeintlichen Experten, Influencern, Prominenten oder öffentlichen Persönlichkeiten übermäßig vertrauen;

  • Herdentrieb (Social Proof), wodurch Menschen den Handlungen anderer folgen, insbesondere in Phasen starker Markteuphorie;

  • Zeitdruck (Urgency Pressure), der durch künstliche Fristen die Wahrscheinlichkeit unabhängiger Überprüfung verringert;

  • Selbstüberschätzung (Overconfidence), wodurch Anleger ihre Fähigkeit zur Risikoerkennung und Betrugsaufdeckung überschätzen.

Betrüger gestalten ihre Maschen gezielt um diese psychologischen Auslöser herum. Zu den gängigen Taktiken gehören:

  • Promi-Empfehlungen und Influencer-Marketing;

  • vorgetäuschte Partnerschaften mit bekannten Unternehmen;

  • gefälschte Prüfberichte und Sicherheitszertifikate;

  • manipulierte Social-Media-Engagement-Metriken;

  • erfundene Nutzerbewertungen und Erfolgsgeschichten;

  • KI-generierte Videos, Sprachaufnahmen und Deepfake-Imitationen;

  • falsche Verknappungsbehauptungen und angeblich zeitlich begrenzte Investitionsmöglichkeiten.

Die Forschung im Bereich Behavioral Finance legt nahe, dass Anleger häufig glauben, weniger anfällig für Betrug zu sein als andere Marktteilnehmer. Studien des CFA Institute, der OECD/INFE und der FINRA Investor Education Foundation zeigen, dass das Vertrauen in die eigene Fähigkeit zur Betrugserkennung oft die tatsächliche Kompetenz übersteigt. Daher verlassen sich viele Anleger weiterhin auf Intuition, soziale Bestätigung oder vermeintliche Expertise, anstatt unabhängige Prüfungen durchzuführen.

Diese Diskrepanz zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Risikoeinschätzung wird besonders in sich schnell entwickelnden Märkten wie Kryptowährungen deutlich, wo Informationsasymmetrien, technische Komplexität und starke spekulative Narrative betrügerische Projekte legitim erscheinen lassen können. Effektive Betrugsprävention hängt daher nicht nur von Finanzwissen ab, sondern auch von disziplinierten Prüfprozessen, kritischem Denken und dem Bewusstsein für verhaltensbedingte Verzerrungen, die Anlageentscheidungen beeinflussen.

Umfragedaten

Um zu bewerten, wie Anleger mit Kryptosicherheit und Betrugsprävention umgehen, führte die TU eine eigene quantitative Studie durch, die sich auf Betrugsbewusstsein, Verifikationsverhalten und Anlegererfahrung konzentrierte.

Methodik

Die Untersuchung basierte auf einer strukturierten Online-Befragung, die nach der CAWI-Methode (Computer Assisted Web Interviewing) durchgeführt wurde.

  • Stichprobenzusammensetzung: 1.500 Krypto-Investoren.

  • Abdeckung: Nordamerika, Europa, Asien, Lateinamerika und Schwellenmärkte.

  • Alter: 18–65 Jahre alt.

  • Teilnahmekriterien: Befragte, die in den letzten 24 Monaten Kryptowährungen gekauft haben.

  • Statistische Sicherheit: 95%.

  • Geschätzte Stichprobenabweichung: ±2.5%.

Forschungsteam

Die Studie wurde vom Analystenteam bei Traders Union durchgeführt:

Betrugsaufdeckung

Die Befragten wurden gefragt, ob sie in den letzten 12 Monaten auf einen Krypto-Betrugsversuch gestoßen sind.

Erlebte Betrugsversuche:

  • Ja – 58%.

  • Nein – 42%.

Erlebte Betrugsversuche

Erkenntnis: Die Konfrontation mit Betrugsversuchen ist mittlerweile ein normaler Bestandteil des Krypto-Investierens.

Häufigste Betrugsarten

Die Exponierung gegenüber Betrugsversuchen ist unter Krypto-Investoren weiterhin weit verbreitet, jedoch treten nicht alle Bedrohungen gleich häufig auf. Traditionelle Betrugsmethoden dominieren nach wie vor das Feld, während neuere, KI-basierte Betrugsmaschen zwar schnell zunehmen, aber noch weniger verbreitet sind. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Phishing-Angriffe, gefälschte Token-Launches und Rug Pulls weiterhin die am häufigsten vorkommenden Formen von Krypto-Betrug sind. Das verdeutlicht, dass viele Investoren sowohl für technische Täuschungen als auch für Social-Engineering-Taktiken anfällig bleiben.

Häufigste Betrugsarten
BetrugsartAnteil
Phishing-Websites46%
Gefälschte Token-Launches33%
Rug Pulls29%
Imitationen in sozialen Medien27%
Gefälschte Airdrops24%
Deepfake-Promotionen18%

Erkenntnis: Traditionelles Phishing ist weiterhin häufiger als fortgeschrittene KI-Betrugsmaschen.

Verifikationsverhalten

Die Befragten wurden gefragt, welche Prüfungen sie vor einer Investition durchführen.

Verifikationspraktiken der Investoren:

  • Team-Identität – 31%.

  • Smart-Contract-Audits – 28%.

  • Börsenreputation – 42%.

  • Tokenomics – 26%.

  • Alle oben genannten – 23%.

Praktiken zur Verifizierung von Investoren

Erkenntnis: Umfassende Due-Diligence-Prüfungen sind nach wie vor relativ selten.

Betrugsverluste nach Erfahrung

Erfahrung scheint einer der stärksten Faktoren für die Widerstandsfähigkeit gegenüber Betrug zu sein. Investoren, die länger am Kryptowährungsmarkt aktiv sind, entwickeln in der Regel ausgeprägtere Due-Diligence-Gewohnheiten, ein besseres Risikobewusstsein und eine größere Skepsis gegenüber ungewöhnlich attraktiven Investitionsmöglichkeiten. Die Umfrageergebnisse zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen Erfahrung und Betrugsverlusten: Neuere Investoren berichten von deutlich höheren Opferquoten als langjährige Marktteilnehmer.

Betrugsverluste nach Investitionserfahrung
ErfahrungGeld verloren
Unter 2 Jahren41%
2–5 Jahre26%
5+ Jahre17%

Erkenntnis: Erfahrung verringert die Anfälligkeit deutlich.

Selbsteingeschätzte Fähigkeit zur Betrugserkennung

Die Befragten wurden gefragt, ob sie glauben, Krypto-Betrügereien zuverlässig erkennen zu können.

Selbsteingeschätzte Fähigkeit zur Betrugserkennung:

  • Ja – 74%.

  • Nein – 26%.

Selbsteingeschätzte Fähigkeit zur Betrugserkennung

Unter denjenigen, die mit „Ja“ antworteten, berichteten jedoch 37 %, mindestens einmal Geld an einen Betrug verloren zu haben.

Erkenntnis: Das Vertrauen übersteigt oft den tatsächlichen Schutz.

Praktische Implikationen für Anleger

Die Forschung legt nahe, dass Bewusstsein allein nicht ausreicht, um Anleger vor Betrug zu schützen.

Wichtige praktische Erkenntnisse sind:

  • Überprüfen Sie immer die Projektteams und offiziellen Kommunikationskanäle.

  • Behandeln Sie Dringlichkeit und Versprechen garantierter Renditen als Warnsignale.

  • Bestätigen Sie Smart-Contract-Audits über unabhängige Quellen.

  • Verbinden Sie Wallets nicht mit unbekannten Anwendungen.

  • Überprüfen Sie Börsenlizenzen, Sicherheitsverlauf und Proof-of-Reserves-Berichte.

  • Seien Sie vorsichtig bei Promi-Empfehlungen und KI-generierten Inhalten.

  • Verwenden Sie Hardware-Wallets für die langfristige Aufbewahrung.

  • Folgen Sie vor jeder Investition einem strukturierten Due-Diligence-Prozess.

Nachfolgend ein Vergleich vonführenden Krypto-Börsen, die von Anlegern und Marktteilnehmern häufig genutzt werden:

Top-Krypto-Börsen
Kraken Coinbase Crypto.com Cryptohopper Ledger Wallet

Demokonto

Nein Nein Nein Nein Nein

Min. Einzahlung, $

10 10 1 Nein Nein

Unterstützte Coins

278 249 250 1000 1817

Spot Taker Gebühr, %

0.4 0.5 0.5 0 0

Spot Maker Gebühr, %

0.25 0.5 0.25 0 0

Benachr.

Ja Ja Ja Ja Nein

Copy Trading

Ja Nein Nein Ja Nein

TU-Gesamtbewertung

8.48 8.15 8.48 7.52 4.92

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Datenquellen und methodische Hinweise

Frühere Bände dieser Reihe

Fazit

Die Untersuchung zeigt klar: Trotz wachsendem Bewusstsein unterschätzen viele Krypto-Anleger ihre tatsächliche Anfälligkeit für Betrug und führen selten systematische Prüfungen durch. Erfahrungswerte und Disziplin beim Due Diligence sind die wirksamsten Schutzmechanismen – doch nur eine Minderheit überprüft konsequent Projektteams, Smart-Contract-Audits oder Börsenlizenzen vor einer Investition. Besonders gravierend ist die Kluft zwischen selbsteingeschätzter Betrugserkennungsfähigkeit und realen Verlustraten, wie das Beispiel zeigt, dass 37 % der selbstbewussten Anleger mindestens einmal Opfer wurden. Phishing-Angriffe und KI-basierte Täuschungen bleiben dabei die häufigsten Fallen. Entscheidend ist: Technologische Tools helfen, doch nachhaltiger Schutz entsteht erst, wenn kritisches Denken und strukturierte Prüfprozesse zum Standard werden.

Häufig gestellte Fragen

Welche Krypto-Betrugsarten sind aktuell am weitesten verbreitet und wie unterscheiden sie sich?

Zu den derzeit am weitesten verbreiteten Krypto-Betrugsarten zählen Phishing-Websites, gefälschte Token-Launches, Rug Pulls, Imitationen in sozialen Medien, gefälschte Airdrops und Deepfake-Promotionen. Während traditionelle Methoden wie Phishing und gefälschte Websites noch immer dominieren, holen KI-basierte Betrugsmaschen mit Deepfakes und synthetischen Identitäten schnell auf. Der Hauptunterschied liegt in der technischen Raffinesse und Zielsetzung: Herkömmliche Betrüge setzen verstärkt auf Täuschung beim Zugang zu Wallets, KI-gestützte Methoden imitieren Personen und schaffen schwer erkenntliche Fälschungen.

Welche typischen Warnsignale deuten auf einen möglichen Krypto-Betrug hin?

Typische Warnsignale für Krypto-Betrug sind das Versprechen garantierter oder ungewöhnlich hoher Renditen, künstlich erzeugter Zeitdruck, fehlende oder unklare Informationen zu Projektteams, fehlende unabhängige Audits, auffälliger Einsatz von Prominenten oder Influencern sowie unerwartete Aufforderungen, Wallets zu verbinden. Auch gezielte Ansprache über soziale Medien sowie der Einsatz von Deepfake-Inhalten sollten Investoren misstrauisch stimmen.

Wie können Anleger ihre Anfälligkeit für Krypto-Betrug praktisch reduzieren?

Anleger können ihr Risiko reduzieren, indem sie stets unabhängige Überprüfungen der Projektteams, Smart-Contract-Audits und Börsenlizenzen durchführen, offizielle Kommunikationskanäle nutzen, verdächtige E-Mails oder Angebote ignorieren und keine Wallets mit unbekannten Plattformen verbinden. Strukturiertes Risikomanagement und kritisches Hinterfragen von Werbeaussagen schützen zusätzlich vor emotional getriebenen Fehlentscheidungen.

Inwiefern spielt das eigene Risikobewusstsein eine Rolle beim Schutz vor Krypto-Betrug?

Ein hohes Risikobewusstsein allein schützt nicht zuverlässig vor Krypto-Betrug. Die Forschung zeigt, dass viele Anleger ihre Fähigkeit zur Betrugserkennung überschätzen und dadurch weniger sorgfältig prüfen, was die Anfälligkeit erhöht. Effektiver Schutz entsteht erst durch diszipliniertes Prüfen aller relevanten Projektaspekte und das Bewusstsein für eigene Verhaltensmuster wie Selbstüberschätzung oder den Einfluss sozialer Bestätigung.

Top-Empfehlungen und Einblicke der Redakteure

Team, das an diesem Artikel gearbeitet hat

Anastasiia Chabaniuk
Redakteur für Bildungsinhalte

Anastasiia hat 17 Jahre Erfahrung im Bereich Finanzen und Content-Marketing. Sie glaubt, dass Informationsunterstützung und Expertenmeinungen für den Erfolg neuer Investoren und Trader von großer Bedeutung sind.