Erdgas korrigiert ab 3,40 $, da der Speichervorrat das Aufwärtspotenzial begrenzt
Am 29. September wird Erdgas bei rund 3,18 $/MMBtu gehandelt, nachdem die Dynamik der vergangenen Woche die Preise in Richtung der Marke von 3,40 $ getrieben hatte, ohne dass sie weiter an Fahrt gewinnen konnten. Im Stundenchart ist der Markt in eine Korrekturphase eingetreten: Der Preis ist unter die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte gefallen, während die Folge lokaler Hochs nach dem Gipfel allmählich niedriger ausfällt.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Speicherbestände bleiben trotz schrumpfenden Überschusses komfortabel
Die Speicherbilanz deutet noch nicht auf eine Knappheit hin. In der Woche zum 18. September stiegen die Erdgasvorräte in den USA um 53 Bcf auf 3,351 Tcf. Damit liegen sie 146 Bcf unter dem Vorjahresniveau, aber weiterhin 95 Bcf beziehungsweise 2,9 % über dem Fünfjahresdurchschnitt. Wichtiger ist der Trend selbst: Der Speicherüberschuss gegenüber den Normalwerten schrumpft allmählich, obwohl die EIA erwartet, dass die Bestände Ende Oktober rund 3,969 Tcf erreichen werden – etwa 5 % über dem Fünfjahresdurchschnitt.
Gleichzeitig gleicht die hohe Produktion die steigende Exportnachfrage weiterhin aus. Ohne eine deutliche Veränderung der Wetterbedingungen dürfte es dem Markt daher schwerfallen, rasch in ein physisches Defizit zu geraten. Stärkere Unterstützung kommt vom LNG. Die Gasflüsse zu den US-Exportterminals bleiben mit etwa 17,5–18 Bcf/d nahe historischen Höchstständen und entziehen dem heimischen Markt eine zunehmende Angebotsmenge. Die Bedeutung dieses Faktors wird durch die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten zusätzlich verstärkt.
LNG-Nachfrage stützt den Markt, doch Exportkapazitäten sind begrenzt
Obwohl sich die Energieflüsse durch die Straße von Hormus allmählich erholen, sind die regionalen Risiken nicht verschwunden. Die Gefahr erneuter Störungen rund um die Straße von Hormus und auf den Schifffahrtsrouten durch das Rote Meer stützt weiterhin eine Prämie bei den globalen LNG-Preisen. Für US-Erdgas ist dies eher indirekt positiv: Hohe internationale Gaspreise unterstützen die maximale Auslastung der US-Exportinfrastruktur, doch die Exporte lassen sich kurzfristig nicht über die bestehende Kapazität hinaus steigern.
In den kommenden Tagen bleibt das Wetter der wichtigste Gegenfaktor. Ende September ist eine Übergangsphase, in der die sommerliche Nachfrage des Stromsektors bereits zurückgeht, während die Heizsaison noch nicht vollständig begonnen hat. Daher begrenzen milde Temperaturen, eine hohe Produktion und weiterhin komfortable Speicherbestände das Potenzial für eine unmittelbare Rückkehr in Richtung 3,40 $.
3,10–3,15 $ werden zur entscheidenden Unterstützungszone
Andererseits liegt der Markt weiterhin deutlich über den Niveaus um 3,00 $, die vor der jüngsten Bewegung zu beobachten waren. Die steigende LNG-Nachfrage und der schrumpfende Speicherüberschuss machen einen stärkeren Rückgang weniger wahrscheinlich. Solange die Unterstützungszone bei 3,10–3,15 $ hält, wie in Erdgas behält trotz erneutem Verkaufsdruck seine bullische Struktur erläutert, wirkt die aktuelle Schwäche eher wie eine Abkühlungsphase nach dem Anstieg. Ein Anstieg zurück über 3,25 $ würde hingegen zunächst 3,30 $ und anschließend den Bereich von 3,38–3,40 $ wieder in den Fokus rücken.
Neueste Natural Gas Nachrichten
- Forex
- Crypto