Ölpreise sinken, während die Diplomatie zwischen USA und Iran Fahrt aufnimmt

Ölpreise sinken, während die Diplomatie zwischen USA und Iran Fahrt aufnimmt
Ölpreise sinken bei anhaltenden diplomatischen Bemühungen zwischen USA und Iran

​Die Ölpreise fielen am Dienstag, während die USA und Iran ihre diplomatischen Bemühungen fortsetzten, einen weiteren großen Konflikt zu verhindern – trotz Berichten über begrenzte US-Angriffe auf iranischem Gebiet. Die erneuten Verhandlungen schüren die Hoffnung auf eine Einigung, doch die militärischen Spannungen rund um die Straße von Hormus gefährden weiterhin die Energieversorgung.

Das Wichtigste

  • Brent fiel um 2,57 %, WTI gab um 2,01 % nach.
  • Die USA und Iran prüfen neue Friedensvorschläge.
  • Gemeldete Angriffe auf Qeschm gefährden die fragile Diplomatie.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Brent-Rohöl-Futures fielen um 2,57 % auf 102,08 $ je Barrel, während WTI-Futures um 2,01 % auf 94,52 $ nachgaben. Die jüngsten Kursbewegungen folgten auf einen starken Ausverkauf am Montag, als Anleger die Wahrscheinlichkeit erneuter Kampfhandlungen neu bewerteten. Beide Regierungen prüfen neue Vorschläge katarischer Vermittler, während die diplomatischen Bemühungen andauern, wie Bloomberg berichtet.

Katar vermittelt weiter nach Berichten über US-Angriffe

Katarische Vermittler reisten am Montag zu Gesprächen mit iranischen Vertretern nach Teheran und kehrten noch am selben Tag zurück. Die Gespräche wurden als konstruktiv bezeichnet; Washington und Teheran prüfen Vorschläge, die ihre Differenzen verringern sollen. Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte, Teheran habe seine Antwort übermittelt und warte nun auf weitere Schritte der USA.

Die diplomatischen Bemühungen gingen trotz Berichten über US-Angriffe auf Ziele auf der iranischen Insel Qeschm nahe der Straße von Hormus weiter. Die Einsätze wurden als begrenzte Maßnahmen zum Schutz der Handelsschifffahrt beschrieben, darunter eine gemeldete Reaktion auf iranischen Beschuss eines US-Flugzeugs. Washington hat die Angriffe nicht öffentlich bestätigt; wichtige Details sind daher weiterhin ungeklärt.

Washington und Teheran signalisieren Interesse an Verhandlungen

Präsident Donald Trump deutete an, dass eine Einigung weiterhin möglich sei, während seine Regierung sich zugleich weitere Militäraktionen vorbehält. Die diplomatischen Bemühungen finden im Vorfeld der US-Zwischenwahlen am Dienstag statt. Höhere Kraftstoffpreise setzen das Weiße Haus zusätzlich unter Druck. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach sich unterdessen für einen härteren Kurs gegenüber Iran aus.

Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian erklärte, der Oberste Führer Mojtaba Khamenei habe der Regierung zusätzliche Befugnisse für Verhandlungen eingeräumt. Wie weit diese Befugnisse reichen, ist unklar; zudem bestehen weiterhin erhebliche Meinungsverschiedenheiten. Frühere Versuche, eine dauerhafte Einigung zu erzielen, sind gescheitert – darunter eine Vereinbarung im Juni, die innerhalb weniger Wochen zerbrach.

Ölmärkte wägen diplomatische Fortschritte gegen Versorgungsrisiken ab

Die Straße von Hormus bleibt für die Marktaussichten entscheidend, da Störungen dort den Transport von Rohöl und Flüssigerdgas beeinträchtigen können. Frühere Kämpfe schränkten die Schifffahrt ein und trieben die Energiepreise in die Höhe. Der anschließende Waffenstillstand konnte das Risiko weiterer Angriffe jedoch nicht beseitigen. Die fortgesetzten diplomatischen Kontakte haben die unmittelbare Sorge vor einem größeren Konflikt gemindert.

Die Verhandlungen haben jedoch noch keine dauerhafte Einigung hervorgebracht, und die gemeldeten militärischen Aktivitäten zeigen, wie schnell die Spannungen wieder aufflammen könnten. Händler beobachten, ob die USA und Iran Bedingungen vereinbaren können, die die Schifffahrt schützen und eine erneute Eskalation verhindern. Bis dahin bleiben die Ölmärkte plötzlichen Veränderungen der diplomatischen und militärischen Lage ausgesetzt.

Wir berichteten auch, dass sich die Goldpreise angesichts der durch die Spannungen mit Iran steigenden Ölpreise zurückziehen.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.