Samsung erwartet trotz Kapazitätserweiterung anhaltende KI-Chip-Krise

Samsung erwartet trotz Kapazitätserweiterung anhaltende KI-Chip-Krise
Samsung sieht KI-Chip-Knappheit bis 2028 anhalten

Samsung Electronics geht davon aus, dass der weltweite Mangel an fortschrittlichen Speicherchips bis 2028 anhalten wird, da die Nachfrage aus der Infrastruktur für künstliche Intelligenz das Angebot weiterhin übersteigt. Das Unternehmen erklärte, es reagiere darauf mit dem Abschluss mehrjähriger Liefervereinbarungen mit großen Rechenzentrumsbetreibern, auch wenn Investoren bezweifeln, ob die Rekordgewinne nachhaltig sind.

Das Wichtigste

  • Samsung erwartet, dass die Knappheit bei KI-Chips bis 2028 anhalten wird.
  • Das Unternehmen sichert sich mehrjährige Liefervereinbarungen mit Hyperscalern.
  • Die starke KI-Nachfrage stützt weiterhin die Speicherpreise.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Reuters berichtete, dass Samsung langfristige Lieferverträge mit den fünf größten globalen Rechenzentrumsunternehmen unterzeichnet hat und kurz vor ähnlichen Abschlüssen mit fünf weiteren Kunden steht. Die Verträge, die in der Regel eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren haben, beinhalten Vorauszahlungen und Mindestpreisbestimmungen, um die Ertragsvolatilität zu verringern und Investitionen in Fertigungskapazitäten zu unterstützen.

Langfristige Verträge spiegeln den angespannten KI-Chipmarkt wider

Samsung gab an, dass fast alle Kunden mehrjährige Liefervereinbarungen anstreben, da sich die Nachfrage nach High-Bandwidth Memory (HBM) und anderen KI-fokussierten Chips weiter beschleunigt. Das Unternehmen strebt an, längerfristig Verträge für etwa zwei Drittel seiner Speicherproduktion zu sichern.

Jaejune Kim, Executive Vice President des Speichergeschäfts von Samsung, erklärte gegenüber dem Unternehmen, dass man eine Verschärfung der Halbleiterknappheit erwarte, die bis 2028 andauern werde. Die Strategie spiegelt einen breiteren Branchentrend hin zu langfristigen Liefervereinbarungen wider, da Chiphersteller versuchen, ihre Abhängigkeit von den traditionellen Boom-and-Bust-Zyklen der Branche zu verringern.

Samsung teilte außerdem mit, dass sich der Umsatz mit seinen neuesten HBM4-Chips im dritten Quartal voraussichtlich mehr als verdreifachen wird, was dazu beitragen soll, die Marktanteilslücke zum Konkurrenten SK Hynix bei KI-Speichern zu schließen.

Rekordgewinne bei Chips gleichen Schwächen in anderen Bereichen aus

Samsungs Halbleitersparte meldete für das zweite Quartal einen Betriebsgewinn von 89,2 Billionen Won (61,7 Milliarden US-Dollar), was mehr als dem 250-fachen des Vorjahreswertes entspricht. Der Betriebsgewinn des Konzerns erreichte 89,5 Billionen Won, während der Umsatz um 130 % auf 171,5 Billionen Won stieg, was weitgehend der vorläufigen Prognose des Unternehmens entsprach.

Das starke Chipgeschäft stand in krassem Gegensatz zur Mobilfunksparte von Samsung, die einen operativen Verlust von 700 Milliarden Won verzeichnete, da höhere Speicherpreise die Komponentenkosten in die Höhe trieben.

Trotz der übertroffenen Gewinnprognosen schlossen die Samsung-Aktien 0,7 % niedriger, was die allgemeine Sorge der Anleger widerspiegelt, dass steigende Ausgaben für die KI-Infrastruktur künftige Renditen unter Druck setzen könnten. Diese Sorgen verstärkten sich, nachdem Meta Platforms nach massiven KI-Investitionen einen Rückgang des freien Cashflows im zweiten Quartal um 91 % gemeldet hatte.

Eine neue Phase für die KI-Halbleiterindustrie

Der Ausblick von Samsung deutet darauf hin, dass sich der KI-Chipmarkt von kurzfristigen Lieferengpässen hin zu einer langfristigen Kapazitätsplanung verschiebt. Mehrjährige Verträge mit Hyperscale-Rechenzentrumsbetreibern sorgen für eine höhere Umsatztransparenz und helfen gleichzeitig bei der Finanzierung teurer Fertigungserweiterungen.

Das Unternehmen arbeitet zudem an der Stärkung seines Foundry-Geschäfts, erwartet eine verbesserte Fabrikauslastung und liegt im Zeitplan, um den Betrieb in seinem Werk in Taylor, Texas, noch in diesem Jahr aufzunehmen. Da die KI-Nachfrage robust bleibt und Kunden Verträge mit einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren abschließen, glaubt Samsung, dass die knappen Angebotsbedingungen wahrscheinlich bis weit in das Jahrzehnt hinein ein prägendes Merkmal des Halbleitermarktes bleiben werden.  

Wie wir bereits berichteten, planen Samsung und SK Hynix massive Investitionen in KI-Chips in Südkorea.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.