SBI treibt mit Finanzierungen für indische Anleger die Nachfrage nach dem Jio-IPO an

SBI treibt mit Finanzierungen für indische Anleger die Nachfrage nach dem Jio-IPO an
SBI vergibt IPO-Kredite, während die Nachfrage nach Jio-Aktien steigt

​SBI Securities bietet Anlegern, die Aktien beim 3,2 Milliarden US-Dollar schweren Börsengang von Jio Platforms erwerben möchten, Kredite an – eine ungewöhnliche Finanzierungslösung für einen indischen IPO. Das Angebot spiegelt den zunehmenden Wettbewerb unter den Brokerhäusern wider, die während eines der mit größter Spannung erwarteten Börsendebüts des Landes Kunden gewinnen wollen.

Das Wichtigste

  • SBI bietet eine Finanzierung für bis zu 60 % der IPO-Gebote an.
  • Der Jio-IPO war am ersten Tag nahezu dreifach überzeichnet.
  • Broker erwarten Millionen neuer Handelskonten.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Laut Bloomberg organisiert SBI Securities über die Muttergesellschaft State Bank of India Finanzierungen, die bis zu 60 % der zulässigen IPO-Anträge abdecken. Anleger können Kredite für Zeichnungen zwischen 500.000 und 1.000.000 Rupien beantragen; die zugeteilten Aktien dienen als Sicherheit.

SBI-Finanzierung eröffnet einen weiteren Weg zum IPO

Die Finanzierung ermöglicht es qualifizierten Anlegern, mehr Aktien zu zeichnen, als es ihre verfügbaren Barmittel sonst zulassen würden. Zugleich entstehen Finanzierungskosten und Rückzahlungsverpflichtungen, wodurch das Ergebnis stärker von Jios Entwicklung nach dem Börsengang abhängt. Auch andere Brokerhäuser haben sich mit ähnlichen Finanzierungsvorschlägen an ihre Kunden gewandt, ihre Konditionen jedoch nicht öffentlich bekannt gegeben.

Das Angebot von Jio startete am 21. Oktober und endet am 23. Oktober. Das Unternehmen verkauft bis zu 270 Millionen Aktien zu je 1.065 bis 1.119 Rupien und strebt Erlöse von rund 302 Milliarden Rupien an. Am oberen Ende der Preisspanne könnte die Bewertung 10,3 Billionen Rupien erreichen.

Starke Nachfrage verschärft den Wettbewerb unter Brokerhäusern

Die Nachfrage der Anleger ist seit Beginn der Zeichnungsfrist beträchtlich. Laut BSE-Daten war das Angebot innerhalb von zwei Stunden vollständig gezeichnet und am Ende des ersten Tages nahezu dreifach überzeichnet. Institutionelle Anleger zeichneten das Neunfache ihres Kontingents, während vermögende Anleger Gebote für das 1,55-Fache der für sie reservierten Aktien abgaben.

Die Beteiligung von Privatanlegern entwickelte sich vergleichsweise langsamer und erreichte rund 67 % der für sie vorgesehenen Aktien. Brokerhäuser versuchen, diese Lücke mit vereinfachten Anträgen und einer Vorabregistrierung zu schließen. HDFC Sky, Groww und Zerodha führten Vorbuchungsoptionen ein, mit denen Kunden ihre Anträge vor Beginn der Zeichnungsfrist vorbereiten können.

Angel One verfolgt einen anderen Ansatz und kontaktiert Beschäftigte der Reliance Group sowie deren Angehörige, die noch kein Depot haben. Die Ansprache richtet sich an potenzielle Erstanleger innerhalb des größeren Unternehmensverbunds, der vom Milliardär Mukesh Ambani kontrolliert wird.

Jio-Börsengang könnte die Kundengewinnung verändern

Brokerhäuser rechnen damit, dass der IPO im Oktober bis zu 5 Millionen neue Anleger an Indiens Wertpapiermarkt bringen wird. Damit bietet der Börsengang eine wichtige Gelegenheit, Kunden zu gewinnen, die möglicherweise auch nach Jios Börsendebüt weiter handeln.

Das Ausmaß erinnert an den Börsengang der Life Insurance Corporation of India im Jahr 2022, der angesichts ihrer umfangreichen Versichertenbasis zu zahlreichen Kontoeröffnungen führte. Für SBI Securities und seine Wettbewerber geht die Geschäftschance über IPO-Provisionen hinaus. Ihre langfristigen Erträge hängen davon ab, ob die neu registrierten Anleger aktiv bleiben, wenn die Begeisterung rund um Jio nachlässt.

Zuvor berichteten wir, dass BlackRock sich dem Ansturm auf den Jio-IPO anschließt, während die Gebote institutioneller Anleger 26 Milliarden US-Dollar übersteigen.

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