Südkorea nähert sich umfassenden Krypto-Regeln

Südkorea nähert sich umfassenden Krypto-Regeln
Korea prüft Krypto-Regeln

​Südkorea bereitet einen umfassenderen Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte vor, während sich ein separater Streit über eine geplante Steuer von 22 % auf Krypto-Einkünfte verschärft. Diese beiden Entwicklungen könnten ab 2027 den Umgang mit Stablecoins, Börsen und Privatanlegern grundlegend verändern.

Das Wichtigste

  • Südkorea könnte 10 Krypto-Gesetzentwürfe in einem Rahmenwerk zusammenfassen.
  • Regeln für das Eigentum an Stablecoins sind noch Gegenstand von Verhandlungen.
  • Krypto-Einkünfte über 2,5 Millionen Won werden mit 22 % besteuert.
  • Die Steuer soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die Finanzdienstleistungskommission plant, gemeinsam mit der regierenden Demokratischen Partei an einem konsolidierten Digital Asset Basic Act zu arbeiten, wie aus Informationen hervorgeht, die vor einem politischen Briefing am 29. Juli vorgelegt wurden. Der Vorschlag könnte 10 ausstehende Gesetzentwürfe in einem einzigen, von der Regierung unterstützten Rahmenwerk zusammenführen, das Stablecoins, Handelsplattformen, Offenlegungspflichten, interne Kontrollen und Systemstabilität abdeckt, berichtet Crypto.News.

Ein breiterer Regulierungsrahmen

Das geplante Gesetz würde über den aktuellen Virtual Asset User Protection Act hinausgehen, der sich hauptsächlich auf Verwahrung, unfairen Handel und Verbraucherschutz konzentriert. Die nächste Stufe würde Emittenten, Dienstleister und die allgemeine Marktstruktur regulieren, einschließlich Standards für den Zugang zu Börsen und die Betriebssicherheit.

Mehrere wichtige Fragen bleiben ungeklärt. Eine davon ist, ob Emittenten von Won-gestützten Stablecoins von bankengeführten Konsortien kontrolliert werden sollten, die mindestens 50 % plus eine Aktie halten. Die Bank of Korea bevorzugt eine führende Rolle für Banken aufgrund potenzieller Risiken für die Geld- und Finanzstabilität, während Branchenverbände und einige Gesetzgeber lizenzierte Nicht-Bank-Emittenten unterstützen, die Reserve- und Compliance-Anforderungen unterliegen.

Die Gesetzgeber müssen zudem entscheiden, ob Eigentumsbeschränkungen für große Krypto-Börsen gelten sollen. Die Diskussionen umfassten die Governance von Börsen, Cybersicherheitsstandards, interne Kontrollen und Entschädigungsregeln, aber die Finanzdienstleistungskommission hat den Gesetzentwurf noch nicht abgeschlossen oder ein Einreichungsdatum bekannt gegeben.

Streit um Krypto-Steuer nähert sich der Frist

Nach geltendem Recht werden qualifizierte jährliche Krypto-Einkünfte über 2,5 Millionen Won ab dem 1. Januar 2027 mit einer nationalen Steuer von 20 % und einer lokalen Steuer von 2 % belegt. Die Maßnahme wurde seit ihrem ursprünglichen Starttermin im Jahr 2022 bereits dreimal verschoben.

Die oppositionelle People Power Party hat einen Änderungsantrag eingebracht, der darauf abzielt, die Steuerbestimmungen für Einkünfte aus der Übertragung oder dem Verleih digitaler Vermögenswerte zu streichen. Befürworter argumentieren, dass die Besteuerung von Krypto-Gewinnen im Privatsektor, während viele Aktiengewinne von Einzelpersonen steuerfrei bleiben, eine Ungleichbehandlung darstellt. Eine öffentliche Petition zur Aufhebung, die von mehr als 50.000 Menschen unterstützt wird, wartet ebenfalls auf die Prüfung durch den Ausschuss.

Die Regierung und die Regierungspartei unterstützen weiterhin die Umsetzung, während der nationale Steuerdienst Leitfäden vorbereitet und eine eigene Abteilung für digitale Vermögenswerte eingerichtet hat. Sofern die Gesetzgeber nicht einer Aufhebung oder einer erneuten Verschiebung zustimmen, wird der Steuersatz von 22 % wie geplant in Kraft treten.

Ein entscheidendes Jahr für die koreanische Krypto-Politik

Das Ergebnis wird darüber entscheiden, ob Südkorea sich in Richtung eines bankenzentrierten Stablecoin-Modells, eines offeneren Lizenzierungssystems oder eines Kompromisses zwischen beiden bewegt. Es wird auch darüber entscheiden, ob Millionen von Privatanlegern im Jahr 2027 mit einem neuen Steuersystem konfrontiert werden.

Für Börsen und Emittenten könnten klarere Regeln die rechtliche Unsicherheit verringern, aber die Compliance-Kosten erhöhen. Für Anleger ist die unmittelbare Frage einfacher: ob die geplante 22 %-Steuer die kommende parlamentarische Auseinandersetzung übersteht. Bisher wurde keine verifizierte Krypto-Preisbewegung direkt mit einem der beiden Vorschläge in Verbindung gebracht.  

Wie wir bereits berichteten, fiel das Krypto-Handelsvolumen in Südkorea innerhalb eines Jahres um fast 90 %.

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