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Forscher haben eine vierte Welle von Bitcoin-Diebstählen identifiziert, die auf Coldcard-Wallets abzielt, die mit einer anfälligen Firmware-Version erstellt wurden. Sollte der jüngste Angriff erfolgreich sein, könnten sich die Gesamtverluste auf 1.816 BTC (etwa 114 Millionen US-Dollar) bei mehr als 5.200 Wallet-Adressen belaufen.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Der laufende Angriff wurde vom Galaxy Research Forschungsleiter Alex Thorn gemeldet. Ihm zufolge nutzen die Angreifer das Replace-by-Fee-(RBF)-Verfahren aus, das es ermöglicht, eine unbestätigte Bitcoin-Transaktion durch eine andere mit einer höheren Transaktionsgebühr zu ersetzen.
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Das bedeutet, dass Nutzer, die ihre Transaktionen im Mempool – der Warteschlange unbestätigter Transaktionen – sehen, ihre Gelder möglicherweise noch auf eine sichere Adresse verschieben können, indem sie eine Ersatztransaktion mit einer höheren Gebühr senden.
Die erste Diebstahlwelle begann am 30. Juli, als Angreifer innerhalb von nur 41 Minuten 1.083 BTC von 1.196 Adressen abräumten. Zwei weitere Wellen folgten, wodurch sich die bestätigten Verluste auf 1.367 BTC bei 4.585 betroffenen Adressen erhöhten.
Laut Thorn könnten die insgesamt gestohlenen Gelder auf etwa 1.816 BTC steigen, falls die laufende vierte Welle erfolgreich ist.
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Der Forscher merkte an, dass er bislang keine Bestätigung von betroffenen Nutzern erhalten habe und seine Schlussfolgerungen ausschließlich auf Blockchain-Analysen basieren. Er erklärte, er habe beschlossen, Wallet -Besitzer so früh wie möglich zu warnen, solange einige Transaktionen noch auf eine Bestätigung warteten.
Das Problem stammt von einer im März 2021 veröffentlichten Firmware-Version.
Anstatt beim Erstellen von Seed-Phrasen auf den Hardware-Zufallszahlengenerator des Geräts zu setzen, verwendete die Firmware einen vorhersehbaren, softwarebasierten Algorithmus, wodurch Angreifer später die betroffenen privaten Schlüssel rekonstruieren konnten.
Der Wallet-Hersteller Coinkite hat bereits aktualisierte Firmware für alle betroffenen Geräte veröffentlicht. Das Unternehmen forderte Nutzer, die Seed-Phrasen mit der anfälligen Version generiert haben, auf, ihre Gelder umgehend auf neu erstellte Wallets zu übertragen.
Laut Thorn waren von den ersten drei Angriffswellen keine Multisignatur-Wallets betroffen, was die Theorie stützt, dass nur Single-Signature-Seed-Phrasen kompromittiert wurden.
Der jüngste Coldcard-Angriff setzt eine größere Welle bedeutender Sicherheitsvorfälle im Bereich Kryptowährungen im Jahr 2026 fort.
Branchenforscher zufolge führten Hacker im zweiten Quartal einen Rekord von 83 erfolgreichen Angriffen durch und stahlen etwa 755 Millionen US-Dollar in digitalen Vermögenswerten. Dennoch blieben die Gesamtverluste deutlich unter dem bisherigen Quartalsrekord von 3,56 Milliarden US-Dollar aus dem vierten Quartal 2020.
Zuvor berichtete Immunefi, dass Krypto-Projekte im ersten Halbjahr 2026 etwa 972 Millionen US-Dollar bei 207 Hacking-Vorfällen verloren haben.