Bitcoin stagniert nahe 64.000 $, da makroökonomische und geopolitische Risiken die Nachfrage begrenzen
BTC/USD handelt nahe 64.000 $, nachdem er sich aus dem Bereich von 62.300 $ bis 62.500 $ erholt hat. Der Vier-Stunden-Chart zeigt eine Preiskonsolidierung um ein Cluster gleitender Durchschnitte, was auf eine schwache Richtungstendenz hindeutet. Der erste Widerstand liegt bei 64.500 $, gefolgt von 65.500 $ und dem jüngsten Swing-Hoch um 66.700 $.
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Ein nachhaltiger Ausbruch über 66.700 $ würde die Erholung stärken und den Bereich von 68.000 $ bis 69.500 $ eröffnen. Unterstützung findet sich bei 63.500 $, gefolgt von 62.500 $. Ein Schlusskurs unter 62.500 $ würde die Aufmerksamkeit wieder auf 61.000 $ und die psychologisch wichtige Marke von 60.000 $ lenken.
Institutionelle Nachfrage bleibt ungleichmäßig
Die US-Spot-Bitcoin-ETFs beendeten den Juli mit monatlichen Zuflüssen von etwa 172 Millionen $, doch die letzte Woche verzeichnete nach drei aufeinanderfolgenden Wochen mit Zuwächsen einen Nettoabfluss von rund 62 Millionen $. Diese Umkehr deutet darauf hin, dass institutionelle Anleger selektiv bleiben und ihr Engagement bei steigender Volatilität reduzieren. Bitcoin fehlt ein starker unabhängiger Katalysator, während die ETF-Nachfrage inkonsistent ist, wodurch die Preisbewegungen eng an Aktien, Anleiherenditen und den Dollar gekoppelt bleiben. Erneute tägliche Zuflüsse würden den Ausblick verbessern, während anhaltende Rücknahmen den Unterstützungsbereich bei 62.500 $ unter Druck setzen könnten.
US-Daten erzeugen gemischte geldpolitische Signale
Die Federal Reserve beließ ihren Leitzins bei 3,50 % bis 3,75 % und hielt damit eine beträchtliche Rendite auf Dollar-Assets aufrecht. Die US-Gesamtinflation lag im Juni bei 3,5 %, obwohl sich der Kern-VPI auf 2,6 % verlangsamte und im Monatsvergleich unverändert blieb. Das Wirtschaftswachstum schwächte sich im zweiten Quartal ebenfalls auf annualisierte 1,5 % ab, während die Zahl der offenen Stellen auf 7,36 Millionen sank. Eine schwächere Aktivität stärkt die Argumente für künftige Zinssenkungen, was Bitcoin im Allgemeinen durch verbesserte Liquiditätsbedingungen unterstützen würde. Die anhaltende Gesamtinflation begrenzt jedoch die Flexibilität der Fed und macht BTC anfällig für stärkere Arbeitsmarkt- oder Preisdaten.
Erholung in der Eurozone bietet begrenzte Unterstützung
Das BIP der Eurozone wuchs im zweiten Quartal um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal, nachdem es zuvor stagniert hatte, während die Arbeitslosigkeit mit 6,3 % niedrig blieb. Die Inflation stieg im Juli auf 2,9 %, was die EZB veranlasste, ihren Einlagenzins bei 2,25 % zu belassen, nachdem sie ihn im Juni angehoben hatte. Das sich verbessernde europäische Wachstum stützt den globalen Risikoappetit, aber eine höhere Energieinflation im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt könnte die monetären Bedingungen restriktiv halten. Die Kluft zwischen den US- und Euro-Zinsen begünstigt zudem weiterhin den Dollar, was den Nutzen für den in Dollar denominierten Bitcoin begrenzt.
Iran-Konflikt verstärkt Risk-Asset-Verhalten
Bitcoin hat leicht nachgegeben, während die Märkte die Verhandlungen über die Straße von Hormus und die Möglichkeit erneuter US-Angriffe gegen den Iran bewerten. Obwohl Bitcoin manchmal als geopolitische Absicherung dargestellt wird, ähnelt seine unmittelbare Reaktion auf militärische Eskalationen eher der eines hochvolatilen Risiko-Assets. Ein Scheitern der Verhandlungen könnte die Ölpreise in die Höhe treiben, Inflationssorgen neu entfachen und die geldpolitische Lockerung verzögern, was zusätzlichen Druck auf BTC ausüben würde. Eine erfolgreiche Deeskalation würde die Energiekosten senken und die allgemeine Risikostimmung stützen.
Die kurzfristige Tendenz, wie ich bereits in Bitcoin remains rangebound as institutional demand meets macro pressure warnte, bleibt oberhalb von 62.500 $ neutral, aber eine Bewegung über 65.500 $ ist erforderlich, bevor das Momentum überzeugend positiv wird.
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