Pavlo Kot

Gold übertrifft Bitcoin im vergangenen Jahr um mehr als 70 %

Gold übertrifft Bitcoin im vergangenen Jahr um mehr als 70 %
Gold übertrifft Bitcoin im vergangenen Jahr um mehr als 70 %

​In den letzten 12 Monaten hat Gold 28 % zugelegt, während Bitcoin rund 44 % seines Wertes verloren hat. Die Leistungslücke zwischen den beiden Anlageklassen beträgt inzwischen über 70 Prozentpunkte und entfacht die Debatte darüber, ob Bitcoin tatsächlich als „digitales Gold“ dienen kann.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Laut Protos stieg das Edelmetall im betrachteten Zeitraum von etwa 3.400 $ auf 4.330 $ pro Unze. Bitcoin hingegen fiel von 117.000 $ auf 65.000 $.

Die Divergenz wurde besonders deutlich, nachdem beide Werte neue Allzeithochs erreicht hatten. Bitcoin erreichte am 6. Oktober 2025 einen Rekordstand von etwa 126.200 $, bevor der Kurs um rund 48 % einbrach.

Gold zieht davon

Gold erreichte seinen Höchststand später. Am 28. Januar 2026 stieg der Spotpreis des Edelmetalls auf ein Rekordhoch von 5.589 $ pro Unze.

Anschließend kam es zu einer Kurskorrektur, doch ein Großteil der Gewinne des vergangenen Jahres blieb erhalten.

Kursentwicklung von Gold und Bitcoin im vergangenen Jahr. Quelle: TradingView.

Dementsprechend wäre eine Investition von 1 $ in Gold vor einem Jahr heute etwa 1,28 $ wert. Die gleiche Investition in Bitcoin wäre auf rund 0,55 $ gefallen.

Der Vorsprung von Gold zeigt sich auch über einen längeren Zeitraum. In den letzten drei Jahren lag die Rendite des Edelmetalls um mehrere Prozentpunkte über der von Bitcoin.

Zentralbanken und Investoren stützen die Goldnachfrage

Eine starke Nachfrage seitens der Zentralbanken bleibt einer der Faktoren, die das Edelmetall stützen. Im Jahr 2025 kauften sie 863 Tonnen Gold. Obwohl diese Menge unter dem Vorjahreswert lag, blieb sie historisch hoch.

Auch die Kapitalflüsse in börsengehandelte Fonds veränderten sich deutlich. Laut World Gold Council zogen goldgedeckte ETFs nach moderaten Nettoabflüssen im Jahr 2024 im Jahr 2025 mehr als 800 Tonnen des Metalls an.

Investor Michael Burry erklärte im Februar, dass sich Bitcoin bislang vor allem wie ein spekulativer Vermögenswert verhalten habe und sich noch nicht als wirksamer Schutz gegen Währungsabwertung bewiesen habe.

Der Vergleich hängt jedoch stark vom gewählten Zeitraum ab. Seit der Einführung von Bitcoin liegt dessen kumulierte Rendite weit über der von Gold, und auch in bestimmten Zeiträumen hat die Kryptowährung das Edelmetall deutlich übertroffen.

Coldcard-Probleme setzen Bitcoin zusätzlich unter Druck

Der Rückgang von Bitcoin erfolgt vor dem Hintergrund von Sicherheitsbedenken rund um eine der beliebten Hardware-Wallets.

Galaxy Research schätzte die potenziellen Verluste durch die Coldcard-Sicherheitslücke auf rund 2.000 BTC, was etwa 130 Millionen US-Dollar entspricht. Forscher identifizierten den Diebstahl von mindestens 1.596 BTC von 7.300 Adressen.

Der Vorfall könnte auch das Verhalten von Langzeitinhabern beeinflusst haben. Innerhalb einer Woche wurden etwa 210.000 BTC von älteren Wallets transferiert – der größte Rückgang dieser Art seit Dezember 2024.

Analysten gehen davon aus, dass ein erheblicher Teil dieser Transaktionen eher auf veränderte Verwahrpraktiken als auf tatsächliche Verkäufe zurückzuführen ist, da Nutzer nach dem Coldcard-Vorfall ihre Aufbewahrungsmethoden überdenken.

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