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Galaxy Research schätzt, dass die Verluste im Zusammenhang mit einer Schwachstelle in Coldcard-Hardware-Wallets 2.000 BTC oder etwa 130 Millionen US-Dollar erreichen könnten. In einem Post auf X gab das Unternehmen an, bereits den Diebstahl von 1.596 BTC von 7.300 Adressen identifiziert zu haben.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Das Problem steht im Zusammenhang mit einer Schwachstelle bei Seed-Phrasen, die auf Coldcard Mk3-, Mk4-, Mk5- und Coldcard Q-Geräten mit bestimmten Firmware-Versionen generiert wurden. Der Hersteller Coinkite veröffentlichte Notfall-Updates für alle betroffenen Modelle und gab an, die verbleibenden fehlerhaften Geräte in seinem Bestand vernichtet zu haben.
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Die Schwachstelle wurde am 30. Juli öffentlich bekannt, als erste Berichte über großflächige Diebstähle auftauchten. Vorläufige Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Angreifer ein automatisiertes Programm nutzten, um anfällige Wallets zu identifizieren und Gelder zu transferieren. Galaxy Research gab zudem an, dass Large Language Models (LLMs) zur Vorbereitung des Angriffs beigetragen haben könnten.
Galaxy Research geht davon aus, dass die endgültigen Verluste noch höher ausfallen könnten. Das Unternehmen hat Anzeichen für eine vierte Angriffswelle identifiziert, obwohl es noch keine Bestätigung von spezifischen Opfern erhalten hat.
Sollten diese Transaktionen einbezogen werden, würde der gestohlene Gesamtbetrag auf 2.055 BTC oder etwa 130 Millionen US-Dollar steigen.
Analysten gaben mit mittel-hoher Zuversicht an, dass ein erheblicher Teil der vierten Welle mit einem einzelnen Angreifer in Verbindung stehen könnte. Die Transaktionsmuster entsprechen denen früherer Wellen. Es liegen jedoch noch nicht genügend Bestätigungen von betroffenen Wallet-Besitzern vor, um eine endgültige Schlussfolgerung zu ziehen.
Galaxy Research arbeitet mit US-Bundesstrafverfolgungsbehörden, Krypto-Börsen und Cyber-Ermittlungsfirmen zusammen. Das Unternehmen hat ihnen bestätigte Adressen zur Verfügung gestellt, die sowohl mit Angreifern als auch mit Opfern in Verbindung stehen.
Nach Angaben der Firma wurden etwa 90 % der gestohlenen Bitcoin bisher nicht bewegt. Auch alle Gelder, die in den ersten drei Wellen entwendet wurden, bleiben unberührt.
Galaxy Research warnte, dass der Angriff noch immer andauert. Coldcard-Nutzern wurde geraten, ihre Gelder so schnell wie möglich auf eine sichere Adresse zu transferieren und eine neue Seed-Phrase auf einem vertrauenswürdigen Gerät zu generieren.
Bevor die Schwachstelle entdeckt wurde, galten Coldcard-Geräte weithin als einige der sichersten Hardware-Wallets für die Aufbewahrung von Bitcoin. Sie unterstützten ausschließlich Bitcoin, was die Anzahl der Softwarekomponenten und potenziellen Angriffsflächen reduzierte. Die Wallets boten zudem vollständig Air-Gapped-Transaktionssignierung, Open-Source-Firmware und mehrere Sicherheitschips zur Speicherung privater Schlüssel.
Dieses Design machte Coldcard besonders beliebt bei erfahrenen Nutzern, die es vorzogen, große Beträge selbst zu verwalten, anstatt Krypto-Börsen zu vertrauen. Die Möglichkeit, das Gerät ohne Internetverbindung zu betreiben, Speicherkarten zu verwenden und den Firmware-Code zu prüfen, trug zu seinem Ruf als Produkt für hochgradig sicherheitsbewusste Bitcoin-Besitzer bei. Deshalb war der großflächige Diebstahl ein so schwerer Schlag für die Marke: Das Problem wurde nicht durch Nutzerfehler verursacht, sondern durch die Art und Weise, wie Seed-Phrasen innerhalb der Geräte generiert wurden.
Frühere Schätzungen deuteten darauf hin, dass die Verluste durch die Coldcard-Schwachstelle 114 Millionen US-Dollar erreichen könnten.