Strategy führt ein Bitcoin-Kreditmodell ein, um das Kapitalrisiko zu verfolgen
Strategy hat ein an Bitcoin gekoppeltes Kreditmodell eingeführt, das zeigt, wie viel BTC jeden geschuldeten Dollar gegenüber Anleihegläubigern und Vorzugsaktionären besichert. Das Dashboard bietet Anlegern einen klareren Überblick darüber, an welchen Stellen die Kapitalstruktur des Unternehmens unter Druck geraten könnte, wenn Bitcoin stark fällt.
Das Wichtigste
- Strategy hielt am Ende des zweiten Quartals 843.775 BTC.
- Das Unternehmen hatte 6,71 Milliarden US-Dollar an Wandelanleihen ausstehen.
- Das Modell basiert auf der Annahme einer Bitcoin-Rendite von 10 %.
- Jedes Wertpapier erhält eine Kreditstufe und einen BTC-Floor-Preis.
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Das Modell weist jedem Wertpapier eine Kreditstufe, einen Spread und einen Bitcoin-Floor-Preis zu, berichtet BeInCrypto. Strategy hielt am Ende des zweiten Quartals 843.775 BTC und hatte 6,71 Milliarden US-Dollar an Wandelanleihen ausstehen sowie mehrere Serien von Vorzugsaktien.
Kreditrisiko erhält einen Bitcoin-Preis
Das Modell verwendet eine jährliche Bitcoin-Rendite von 10 % als Referenzszenario. Jede Anleihe und jedes Vorzugsinstrument wird anschließend anhand eines farbcodierten Systems, das der traditionellen Analyse festverzinslicher Wertpapiere ähnelt, von Investment Grade über High Yield bis hin zu notleidend eingestuft.
Das wichtigste Ergebnis ist der Floor-Preis. Dieser Wert markiert das Bitcoin-Niveau, unterhalb dessen ein bestimmtes Wertpapier durch die BTC-Bestände des Unternehmens nicht mehr vollständig besichert wäre.
Damit erhalten Anleger eine direkte Möglichkeit zu beurteilen, wie viel Puffer zwischen dem Marktpreis von Bitcoin und dem Punkt verbleibt, an dem Teile der Kapitalstruktur von Strategy einem höheren Risiko ausgesetzt wären. Außerdem lässt sich das Unternehmen dadurch leichter mit herkömmlichen Kreditnehmern vergleichen, obwohl große Ratingagenturen seine Vorzugsaktien oder Wandelanleihen derzeit nicht bewerten.
Bargeldreserven schaffen einen weiteren Puffer
Strategy verfügt außerdem über 3,75 Milliarden US-Dollar an Barmitteln – genug, um Dividenden- und Zinszahlungen für etwa 2,1 Jahre zu decken. Die bisher gezahlten Vorzugsdividenden belaufen sich auf rund 1,06 Milliarden US-Dollar.
Das Unternehmen hat außerdem Bitcoin-Verkäufe genutzt, um seine Struktur aus Vorzugsaktien zu steuern. Im August wurden die Erlöse aus BTC-Verkäufen für Rückkäufe von STRC-Vorzugsaktien verwendet. Dies zeigt, dass die Kryptoreserve zunehmend als aktive Liquiditätsquelle eingesetzt wird, anstatt lediglich in der Bilanz gehalten zu werden.
Die Bitcoin-Volatilität lässt sich nun leichter abbilden
Das neue Dashboard ist relevant, weil die Schuldtitel und Vorzugswertpapiere von Strategy eng an den Wert seiner Bitcoinreserve gekoppelt sind. Zuvor mussten Anleger selbst einschätzen, wie weit BTC fallen könnte, bevor bestimmte Wertpapiere gefährdet wären. Das Floor-Preis-Modell macht dieses Risiko sichtbarer.
Diese zusätzliche Transparenz könnte institutionellen Anlegern helfen, die Wertpapiere von Strategy mit traditionellen Unternehmensanleihen zu vergleichen. Gleichzeitig wird jedoch deutlich, wie abhängig die Struktur weiterhin von Bitcoin ist. Ein anhaltender Rückgang von BTC würde die Besicherung verringern, das wahrgenommene Kreditrisiko erhöhen und den Finanzierungsrahmen des Unternehmens stärker unter Druck setzen.
Wir berichteten außerdem, dass Strategy Aktien im Wert von 467 Millionen US-Dollar verkauft, Bitcoin jedoch unangetastet lässt.
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