Pavlo Kot

Krypto-Unternehmen fordern Zugang zu fortschrittlichen KI-Modellen angesichts zunehmender Hackerangriffe

Krypto-Unternehmen fordern Zugang zu fortschrittlichen KI-Modellen angesichts zunehmender Hackerangriffe
Krypto-Unternehmen fordern fortschrittliche KI-Tools gegen Hacker

Mehr als 30 Kryptowährungsunternehmen haben führende Entwickler künstlicher Intelligenz dazu aufgerufen, Sicherheitsforschern frühzeitigen Zugang zu ihren leistungsstärksten Modellen zu gewähren. Sie argumentieren, dass bestehende Beschränkungen es Verteidigern erschweren, Schwachstellen zu identifizieren, während Angreifer solche Hürden umgehen können.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Der offene Brief wurde vom Bitcoin Policy Institute organisiert. Zu den Unterzeichnern gehören Coinbase, Block, BitGo, Blockstream, Anchorage Digital, ARK Invest, Bitwise, Foundry, Casa, Exodus und mehrere Organisationen, die Bitcoin-Entwickler unterstützen.

Bedenken hinsichtlich KI-Beschränkungen

Die Autoren des Schreibens argumentieren, dass Bitcoin-Core-Entwickler und unabhängige Forscher keinen Zugang zu fortschrittlichen Modellen haben, die KI-Unternehmen ausgewählten Cybersicherheitspartnern zur Verfügung stellen.

Bei der Nutzung öffentlich zugänglicher Systeme stoßen Forscher auf Sicherheitsbeschränkungen. Filter, die die Erstellung von Schadsoftware verhindern sollen, können auch legitime Versuche zur Identifizierung von Schwachstellen blockieren.

Dadurch sind Sicherheitsexperten oft gezwungen, auf Open-Weight-Modelle zurückzugreifen, die weniger leistungsfähig sein können als die fortschrittlichsten geschlossenen Systeme. Angreifer hingegen können die benötigten Werkzeuge über offene Modelle, kompromittierte Unternehmenskonten und spezialisierte Software erhalten.

Die Unterzeichner schlugen vor, Forschern frühzeitigen Zugang zu den leistungsstärksten KI-Modellen, ausreichende Rechenressourcen und sichere Umgebungen zur Analyse von privatem Code zu gewähren. Solche Programme sollen auch kleineren Teams offenstehen und direkte Kommunikationskanäle zu den Sicherheitsteams der KI-Unternehmen eingerichtet werden.

KI hilft bereits dabei, Schwachstellen in Bitcoin-Projekten zu finden

Der Appell folgt kurz nach der Entdeckung einer kritischen Schwachstelle im BTCPay Server, die Angreifer ausnutzten, um Gelder von Lightning-Nodes von Händlern zu stehlen. Ein Node des Hardware-Wallet-Herstellers Foundation war unter den Betroffenen. Beide Unternehmen haben den Brief unterzeichnet.

Gleichzeitig hat das Bitcoin Red Team begonnen, KI zur Überprüfung von Software in Krypto-Projekten einzusetzen. Forscher haben Tausende Berichte über potenzielle Schwachstellen in Hunderten von Projekten eingereicht, wobei eine Überprüfung zu einer Behebung im BTCPay Server führte.

Die zunehmenden Risiken haben bereits die Aufmerksamkeit von US-Gesetzgebern auf sich gezogen. Demokraten im Repräsentantenhaus fordern nach einer Reihe von Vorfällen mit dem Einsatz fortschrittlicher Modelle in der Cybersicherheit eine Anhörung von Vertretern führender KI-Unternehmen.

Wir haben zuvor berichtet, dass Krypto-Projekte im ersten Halbjahr 2026 rund 972 Millionen US-Dollar bei 207 Hacks verloren haben. Dies war eine Rekordzahl an Hacks innerhalb eines Sechsmonatszeitraums.

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