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Der Präsident des Polnischen Olympischen Komitees, Radosław Piesiewicz, wurde im Rahmen einer Untersuchung im Zusammenhang mit der Krypto-Plattform Zondacrypto festgenommen. Die Ermittler verdächtigen ihn, Bestechungsgelder im Austausch für die Sicherung von Sponsoringverträgen angenommen zu haben.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Die Festnahme wurde vom polnischen Justizminister und Generalstaatsanwalt Waldemar Żurek bekannt gegeben. Er erklärte, dass die Staatsanwaltschaft nach Abschluss der Verfahrenshandlungen in der Zweigstelle Schlesien der Nationalen Staatsanwaltschaft weitere Einzelheiten mitteilen werde.
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Einer Untersuchung lokaler Medien zufolge schenkte der CEO von Zondacrypto Piesiewicz eine Uhr im Wert von über 40.000 US-Dollar. Der Chef des Polnischen Olympischen Komitees hatte zuvor behauptet, die Uhr selbst bar gekauft zu haben.
Laut Euronews stand das mutmaßliche Korruptionsschema im Zusammenhang mit einem Sponsoring durch Zondacrypto. Insbesondere sollten Medaillengewinner der Olympischen Winterspiele im Februar Prämien in Kryptowährung erhalten.
Die polnischen Behörden intensivierten die Überprüfung der Börse, nachdem die Plattform in eine Liquiditätskrise geriet und im April den Betrieb einstellte. Premierminister Donald Tusk hatte zuvor ebenfalls behauptet, das Unternehmen habe Verbindungen zur russischen Mafia und zu Geheimdiensten.
Zondacrypto sponserte zudem die Conservative Political Action Conference (CPAC), die 2025 in Polen stattfand. Bei der Veranstaltung unterstützte die ehemalige US-Heimatschutzministerin Kristi Noem öffentlich die Kandidatur von Karol Nawrocki bei der Präsidentschaftswahl.
Der polnische Sport- und Tourismusminister Jakub Rutnicki erklärte nach der Festnahme, Piesiewicz hätte "niemals Präsident" des Olympischen Komitees sein dürfen. Laut dem Minister hätten sich seit mehreren Monaten Fragen zu den Aktivitäten des Funktionärs gehäuft.
Die Ermittlungen erfolgen vor dem Hintergrund langwieriger Bemühungen, Regeln für die polnische Kryptoindustrie zu schaffen. Im Juni legte Präsident Karol Nawrocki zum dritten Mal sein Veto gegen ein Gesetz ein, das die Regulierung digitaler Vermögenswerte des Landes an MiCA anpassen sollte.
Die Entscheidung fiel kurz vor Ablauf der Übergangsfrist der Europäischen Union und erhöhte die Unsicherheit für Krypto-Unternehmen im Land. Polen bleibt eine der EU-Rechtsordnungen, in denen die Umsetzung des neuen Regulierungsrahmens auf erhebliche politische Meinungsverschiedenheiten stößt.
Zuvor berichteten wir, dass die polnische Kryptobörse Kanga eine MiCA-Lizenz der Klasse 3 in Lettland erhalten hat. Die Lizenz erlaubt dem Unternehmen, Dienstleistungen in der gesamten Europäischen Union anzubieten, während die Debatte über die MiCA-Umsetzung in Polen weitergeht.