Pavlo Kot

Polnische Krypto-Börse Kanga sichert sich MiCA-Lizenz in Lettland

Polnische Krypto-Börse Kanga sichert sich MiCA-Lizenz in Lettland
Kanga sichert sich MiCA-Lizenz

Die Kryptowährungsplattform Kanga hat in Lettland eine MiCA-Lizenz der Klasse 3 erhalten. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, Dienstleistungen in der gesamten Europäischen Union anzubieten, während der Gesetzgeber in Polen weiterhin über die Umsetzung des Krypto-Regulierungsrahmens der Union debattiert.

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Die Lizenz wurde der SIA AlphaRoute erteilt, die unter der Marke Kanga Exchange EU operiert. Die Genehmigung wurde von der Bank von Lettland nach einer positiven Entscheidung des Aufsichtsausschusses erteilt.

Nach Angaben des Unternehmens wurde die Lizenz am 18. Juni 2026 genehmigt. Sie berechtigt Kanga dazu, Verwahrungs-, Handels- und Transferdienstleistungen für digitale Vermögenswerte in der gesamten EU im Rahmen des MiCA-Passporting-Verfahrens anzubieten.

Dominik Tomczyk, CEO von SIA AlphaRoute, erklärte, dass das Unternehmen bereits im November 2023 nach der Evaluierung mehrerer Jurisdiktionen mit den Vorbereitungen für die Lizenzierung in Lettland begonnen habe.

Kanga nutzt die MiCA-Übergangsfrist

Tomczyk sagte, die Plattform habe von Anfang an geplant, die Übergangsfrist von MiCA zu nutzen. In dieser Zeit passte das Unternehmen sein Geschäft noch vor der Frist am 1. Juli an den neuen Regulierungsrahmen an.

Kanga teilte außerdem mit, dass es seine Kunden über die offiziellen Kommunikationskanäle separat über bevorstehende Änderungen an der Plattform und den Nutzungsbedingungen informieren wird.

Der Erhalt einer lettischen Lizenz ermöglicht es der Börse, in der gesamten EU zu expandieren, ohne darauf warten zu müssen, dass Polen seinen eigenen Gesetzgebungsprozess abschließt, in dem ein umfassender Rechtsrahmen für MiCA noch verabschiedet werden muss.

Polen debattiert weiter über Krypto-Regulierung

Unterdessen legte Polens Präsident am 11. Juni zum dritten Mal sein Veto gegen den Gesetzentwurf der Regierung zur Regulierung von Kryptowährungen ein. Er argumentierte, dass die jüngste Fassung seine früheren Bedenken nicht ausräumen konnte und den Branchenteilnehmern weiterhin übermäßige Lasten auferlegte.

Nach dem Veto brachten Mitglieder der Regierungskoalitionspartei Polen 2050 einen überarbeiteten Vorschlag ein. Der neue Entwurf reduziert bestimmte Regulierungsgebühren, streicht einige Compliance-Anforderungen und lockert die Verpflichtungen für Krypto-Unternehmen.

Zuvor merkte Alec Stapp, Direktor für Innovation am Progressive Policy Institute, an, dass sich Polen in den letzten 35 Jahren von einer mit dem Iran vergleichbaren Wirtschaft zu einer der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Europas entwickelt hat.

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