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Bitcoin ist nicht für jeden geeignet. Manche Menschen genießen das Auf und Ab, während andere es als stressig empfinden. Ihre Persönlichkeit sagt möglicherweise mehr darüber aus, ob Kryptowährungen zu Ihnen passen, als Sie denken.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Bitcoin ist mehr als nur ein digitaler Vermögenswert. Für viele Menschen repräsentiert er eine andere Art, über Geld und Investitionen nachzudenken.
Diese Idee erregte kürzlich Aufmerksamkeit, nachdem der Bitcoin-Enthusiast Brandon Quittem die Ergebnisse von drei Myers-Briggs-Persönlichkeitsumfragen veröffentlichte, die zwischen 2013 und 2025 durchgeführt wurden. Die Umfragen unter 1.497 Befragten ergaben, dass „Analysten“-Persönlichkeitstypen unter Bitcoin-Haltern stark überrepräsentiert waren, was eine breitere Diskussion darüber auslöste, warum Bitcoin auf manche Menschen attraktiver wirkt als auf andere.
Die Umfrage spiegelt die Ansichten von Personen wider, die sich für eine Teilnahme entschieden haben, und nicht die der breiten Öffentlichkeit; sie sollte daher nicht als wissenschaftliches Profil jedes Bitcoiners angesehen werden. Dennoch wirft sie eine interessante Frage auf: Beeinflusst Ihre Persönlichkeit, ob sich Bitcoin für Sie wie die richtige Investition anfühlt?
Psychologen argumentieren seit langem, dass die Persönlichkeit finanzielle Entscheidungen beeinflusst. Manche Menschen fühlen sich mit Risiken und neuen Ideen wohl, während andere Stabilität bevorzugen. Diese Unterschiede könnten erklären helfen, warum Bitcoin manche Investoren anzieht, während andere lieber Abstand halten.
Quittems Untersuchung befasst sich eher mit Persönlichkeitstypen als mit einzelnen Merkmalen. Die Eigenschaften, die häufig mit der Gruppe der „Analysten“ in Verbindung gebracht werden, decken sich jedoch eng mit Qualitäten, die viele erfahrene Anleger beim Besitz eines volatilen Vermögenswerts wie Bitcoin als nützlich erachten.
Akademische Forschung unterstützt die These, dass Persönlichkeit, Finanzwissen und die Einstellung zum Risiko beeinflussen, ob Menschen sich für Investitionen in Kryptowährungen entscheiden.
Bitcoin ist bekannt für seine starken Kursschwankungen. Manche Anleger geraten bei fallenden Kursen in Panik, während andere die Volatilität als Teil des Weges betrachten. Menschen, die in Zeiten der Unsicherheit ruhig bleiben, fühlen sich oft wohler dabei, Bitcoin langfristig zu halten.
Viele Bitcoiner sind bereit, Jahre zu warten, anstatt schnelle Gewinne zu erwarten. Bitcoin hat mehrere Bullen- und Bärenmärkte durchlaufen und dabei Anleger belohnt, die den langfristigen Fokus behielten, anstatt auf jede Preisbewegung zu reagieren.
Bitcoin hat schon immer die Gemüter gespalten. Einige sehen darin digitales Gold, während andere seinen Wert infrage stellen. Da die Meinungen so weit auseinandergehen, ziehen es viele Bitcoin-Halter vor, den Vermögenswert selbst zu recherchieren, anstatt einfach nur Schlagzeilen oder sozialen Medien zu folgen.
Bitcoin ist mehr als nur ein Preis-Chart. Zu verstehen, wie er funktioniert, bedeutet oft, sich mit Blockchain-Technologie, digitalen Wallets, Cybersicherheit und Wirtschaftswissenschaften auseinanderzusetzen. Für viele Investoren kommt die Neugier vor der Investition.
5. Sie halten an Ihrem Plan fest
Emotionen können zur größten Schwäche eines Anlegers werden. Euphorie während einer Rallye und Angst während einer Marktkorrektur führen oft zu impulsiven Entscheidungen. Anleger, die einem klaren Plan folgen, lassen sich in der Regel weniger von der Marktstimmung beeinflussen.
Psychologen untersuchen schon lange, wie Emotionen Finanzentscheidungen beeinflussen. Die Forschung legt nahe, dass Persönlichkeitsmerkmale und die Einstellung zum Risiko eine Rolle dabei spielen, ob Menschen in Kryptowährungen investieren. Viele kaufen aus Angst, etwas zu verpassen (FOMO), wenn die Preise steigen, während andere bei Marktrückgängen verkaufen, weil sie fürchten, noch mehr Geld zu verlieren. Die Volatilität von Bitcoin verstärkt diese Emotionen oft noch.
Der Autor Morgan Housel, bekannt für sein Buch „Die Psychologie des Geldes“, argumentiert, dass Investitionsentscheidungen ebenso sehr durch persönliche Erfahrungen wie durch Fakten geprägt werden. Er schreibt: „Ihre persönlichen Erfahrungen mit Geld machen vielleicht 0,00000001 % dessen aus, was in der Welt passiert ist, aber vielleicht 80 % davon, wie Sie glauben, dass die Welt funktioniert.“ Mit anderen Worten: Zwei Menschen können dieselbe Investition betrachten und zu völlig unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen, weil sie Risiko unterschiedlich wahrnehmen.
Kein Persönlichkeitstyp garantiert Erfolg bei Bitcoin. Finanzielle Ziele, der Anlagehorizont und die Risikotoleranz bleiben ebenso wichtig wie das Temperament.
Quittems Forschung deutet nicht darauf hin, dass ein bestimmter Persönlichkeitstyp ein besserer Investor ist als ein anderer. Stattdessen stellt sie eine umfassendere Frage: Sind bestimmte Menschen einfach eher bereit, neue Ideen wie Bitcoin zu erkunden? Er argumentiert auch, dass Bitcoin, wenn er wirklich massentauglich werden soll, ein viel breiteres Spektrum an Persönlichkeiten ansprechen muss als heute.
Letztendlich geht es nicht darum, ob Bitcoin für jeden geeignet ist, sondern ob er für Sie geeignet ist. Zu verstehen, wie Sie auf Risiko, Unsicherheit und Marktvolatilität reagieren, kann genauso wichtig sein wie das Verständnis von Bitcoin selbst. Am Ende geht es beim erfolgreichen Investieren oft weniger darum, den richtigen Vermögenswert zu wählen, als vielmehr darum, einen zu wählen, den man mit Zuversicht halten kann.