Pavlo Kot

Südkorea deckt Krypto-System auf, das syrische Terrorgruppe belieferte

Südkorea deckt Krypto-System auf, das syrische Terrorgruppe belieferte
Südkorea deckt Krypto-Terrorfinanzierung auf

​Die südkoreanische Polizei hat vier usbekische Staatsangehörige festgenommen, die verdächtigt werden, Katibat Tawhid wal Jihad (KTJ), eine in Syrien operierende Terrorgruppe, finanziert zu haben. Der mutmaßliche Organisator überwies der Gruppe 4.267 USDT und erhielt zudem Kryptowährungen von ihr, um Fahrzeuge und schwere Ausrüstung zu kaufen und zu verschicken.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Laut Korea JoongAng Daily wird die Untersuchung von der Polizei in Gwangju geführt. Die vier Verdächtigen wurden im April nach dem Gesetz zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung festgenommen, doch die Behörden gaben Einzelheiten des Falls erst am 1. September bekannt.

Der mutmaßliche Organisator befindet sich weiterhin in Haft und steht bereits vor Gericht, während die anderen drei ohne Haft weiter untersucht werden. Einer der vier Verdächtigen wurde international mit einer Interpol Red Notice gesucht.

Verdächtiger soll 4.267 USDT an Terrorgruppe überwiesen haben

Nach Angaben der Polizei tätigte der Hauptverdächtige zwischen August 2024 und April 2025 sieben Überweisungen an KTJ in Höhe von insgesamt 4.267 USDT.

Die Gruppe wurde 2014 in Syrien gegründet, hauptsächlich von Kämpfern aus Zentralasien. Sie steht auf der Sanktionsliste des UN-Sicherheitsrats und wurde von den US-Behörden als Terrororganisation eingestuft.

Ermittler stellten fest, dass der Verdächtige drei persönliche Krypto-Wallets nutzte. Außerdem soll er bei seiner Festnahme den Führerschein einer anderen Person vorgezeigt haben, während die Zahlungen für die Fahrzeuge auf ein Bankkonto eingingen, das auf den Namen seiner Ehefrau registriert war.

Der Mann kam 2017 mit einem Studentenvisum nach Südkorea, schloss sein Studium an einer Universität in Daejeon ab und hielt sich nach Ablauf seiner Aufenthaltserlaubnis 2023 illegal im Land auf.

Kryptowährungen gegen Autos und Bagger getauscht

Der Fall ist bemerkenswert, weil Gelder auch in die entgegengesetzte Richtung flossen. Laut Polizei erhielt der mutmaßliche Organisator Kryptowährungen von KTJ und nutzte diese zum Kauf von elf Gebrauchtfahrzeugen und zwei Baggern im Gesamtwert von 170 Millionen Won, etwa 121.000 US-Dollar. Die Ausrüstung wurde anschließend nach Syrien verschifft, während die anderen Verdächtigen angeblich beim Kauf und Export halfen.

Die Polizei erklärte, sie habe bereits zuvor Fälle untersucht, in denen Gelder an Terrororganisationen überwiesen wurden, doch dies sei das erste Mal, dass sie auf ein System gestoßen sei, bei dem Gelder von einer solchen Gruppe empfangen und für den Kauf und die Lieferung von physischen Gütern verwendet wurden.

Der Angeklagte bestritt die Hauptvorwürfe bei seiner ersten Gerichtsanhörung im Juni. Er erklärte, die Überweisungen hätten dem Lebensunterhalt seiner Familie gedient und er habe die Endabnehmer der Fahrzeuge nicht gekannt. Die Ermittlungen dauern an und führten bereits zur Festnahme einer weiteren international gesuchten Person.

Unterdessen bereitet sich Südkorea darauf vor, die Überwachung von Kryptowährungen in privaten Wallets zu verschärfen, bevor 2027 die Besteuerung digitaler Vermögenswerte eingeführt wird. Die Behörden entwickeln einen Mechanismus, um Transaktionen außerhalb regulierter Börsen nachzuverfolgen und steuerpflichtige Gewinne der Investoren zu ermitteln.

Zuvor berichteten wir, dass BitGo in Südkorea den Status als Virtual Asset Service Provider (VASP) erhalten hat. Die Registrierung ermöglicht es dem Unternehmen, regulierte Krypto-Dienstleistungen auf dem lokalen Markt anzubieten.

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