USA wollen Dollar-Stablecoins im Ausland fördern
Die Regierung von Donald Trump erwägt eine Initiative zur Förderung dollarbasierter Stablecoins außerhalb der USA. Ziel ist es, die Position des Dollars als weltweite Reservewährung zu stärken und gleichzeitig die Nachfrage nach US-Staatsanleihen zu erhöhen.
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Laut Bloomberg diskutieren Behörden über eine Unterstützung solcher Projekte durch Joint Ventures mit privaten Unternehmen. Das Finanzministerium, das Außenministerium und die U.S. International Development Finance Corporation könnten daran beteiligt sein. Die endgültige Struktur des Programms und der Zeitplan für dessen Start stehen noch nicht fest.
Warum die USA auf Stablecoins setzen
Die meisten großen Stablecoins sind an den Dollar gekoppelt, während ihre Emittenten Reserven in Bargeld und kurzfristigen US-Staatsanleihen halten. Dadurch erweitert das Wachstum solcher Token die Nutzung des Dollars im digitalen Zahlungsverkehr und schafft zusätzliche Nachfrage nach US-Staatsanleihen.
Im Jahr 2025 unterzeichnete Trump den GENIUS Act, der einen bundesweiten Regulierungsrahmen für Payment-Stablecoins schuf. Das Gesetz verpflichtet Emittenten, die Token mit liquiden Reserven zu hinterlegen, darunter Dollar und kurzfristige US-Staatsanleihen. Finanzminister Scott Bessent erklärte zuvor, dass das Wachstum von Dollar-Stablecoins den Status des Dollars als Reservewährung stärken und die Nachfrage nach US-Staatsanleihen erhöhen könnte.
Der Wettbewerb im digitalen Zahlungsverkehr nimmt zu
Die Initiative wird diskutiert, während andere große Volkswirtschaften ihre eigene digitale Zahlungsinfrastruktur entwickeln. China ist am Projekt mBridge beteiligt, bei dem der digitale Yuan eingesetzt wird, während die Europäische Zentralbank ihre Arbeit am digitalen Euro und an der Integration von Blockchain-Märkten in das bestehende Zahlungssystem der Region fortsetzt.
Für die USA könnte eine Ausweitung von Dollar-Stablecoins im Ausland dazu beitragen, den Einfluss des Dollars im internationalen Zahlungsverkehr zu bewahren – auch in Ländern, in denen die traditionelle US-Bankeninfrastruktur nur begrenzt vertreten ist. Bislang wird die Initiative noch geprüft, und die Behörden haben keine endgültigen Einzelheiten des Programms bekannt gegeben.
Wer den Markt dominiert
Tether und Circle bleiben die wichtigsten Akteure auf dem Stablecoin-Markt. Auf USDT entfallen rund 60 % des Marktes, während USDC etwa 25 % ausmacht. Zusammen kontrollieren sie rund 85 % des Segments; die übrigen 15 % entfallen auf andere Projekte. Dazu gehört USD1 von World Liberty Financial, einem mit der Familie von Donald Trump verbundenen Krypto-Unternehmen. Das Angebot von USD1 beläuft sich derzeit auf rund 4,5–4,6 Mrd. $, womit der Token nach den Marktführern zu den größten Stablecoins gehört.
USD1 könnte theoretisch in eine US-Strategie zur Ausweitung der Nutzung digitaler Dollar passen: Der Token ist an den Dollar gekoppelt und durch US-Staatsanleihen sowie Bargeldäquivalente gedeckt. Derzeit gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass die Trump-Regierung plant, USD1 konkret im vorgeschlagenen Regierungsprogramm zur Förderung von Stablecoins im Ausland einzusetzen. Die Verbindungen des Projekts zur Familie des Präsidenten haben bei Kritikern und einigen Abgeordneten zudem Bedenken hinsichtlich eines möglichen Interessenkonflikts ausgelöst.
Zur Erinnerung: Visa stellte kürzlich fest, dass Banken ihr Interesse an Stablecoins verstärken.
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