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Polymarket hat Protocol V2 vorgestellt, eine umfassende Überarbeitung seiner Smart-Contract-Infrastruktur für Prognosemärkte. Neue Märkte sollen am 2. November auf das System umgestellt werden, wobei das Unternehmen betonte, dass der Termin noch vorläufig ist.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Rajath Alex, Head of Protocol bei Polymarket, kündigte das Upgrade am 5. Oktober an. Seit 2019 nutzt die Plattform das Gnosis Conditional Tokens Framework (CTF), das für jeden neuen Markttyp die Erstellung separater Adapter-Contracts erforderte.
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Laut Alex erhöhte diese Architektur die Anzahl der erforderlichen Genehmigungen und machte Integrationen komplexer. Protocol V2 ersetzt sie durch einen einzigen ERC-1155-PositionManager-Contract, bei dem jede Positions-ID Informationen über den Markttyp, den Markt selbst und dessen Ergebnis enthält.
Die zweite wesentliche Änderung ist pUSD, das in Protocol V2 zum einzigen Sicherheits-Asset wird. Es wird 1:1 durch USDC und USDC.e gedeckt sein.
Vorgänge über verschiedene Markttypen hinweg, darunter das Aufteilen, Zusammenführen und Einlösen von Positionen, werden über einen einzigen ExchangeV3-Contract und Router abgewickelt. Dadurch soll die Zahl separater Genehmigungen sinken und der Prozess sowohl für Nutzer als auch für professionelle Market Maker vereinfacht werden.
Polymarket wird zudem OracleAggregator einführen, wodurch verschiedene Datenquellen zur Bestimmung von Marktergebnissen genutzt werden können. Chainlink und UMA werden die ersten Integrationen sein: UMA wird einen optimistischen Abwicklungsmechanismus unterstützen, während Chainlink eine schnellere Abwicklung ermöglichen kann, sofern die erforderlichen Daten verfügbar sind.
Die Testmärkte von Protocol V2 sind bereits live und werden vom 5. Oktober bis zum 30. Oktober getestet. Die alte Version der Data API wird am 24. Oktober eingestellt, sodass Entwickler bis dahin auf die neue Rust-basierte Version migrieren müssen.
Bestehende CTF-basierte Märkte, Positionen und Guthaben werden nicht migriert. Protocol V2 wird als separates System betrieben, und Nutzer müssen neue Genehmigungen nur erteilen, wenn sie erstmals mit Märkten interagieren, die auf der neuen Version laufen.
Das Upgrade erfolgt vor dem Hintergrund eines sich verschärfenden Wettbewerbs zwischen den größten Prognosemärkten. Laut den im ursprünglichen Bericht zitierten Daten beträgt das tägliche Volumen von Kalshi rund $17,6 Millionen, gegenüber $12,3 Millionen bei Polymarket, während die vereinfachte Infrastruktur von V2 unter anderem darauf ausgelegt ist, professionelle Market Maker anzuziehen.
Gleichzeitig strebt Polymarket an, seine Präsenz außerhalb der USA auszubauen, und führt Gespräche mit Regulierungsbehörden in Europa und dem Vereinigten Königreich über den Erhalt einer Finanzlizenz. Das Unternehmen will als Finanzdienstleister unter regulatorischer Aufsicht tätig sein, obwohl einige europäische Regulierungsbehörden Prognosemärkte weiterhin primär unter dem Gesichtspunkt der Glücksspielregulierung betrachten.
Zuvor berichteten wir, dass Polymarket für Nutzer in den USA Schutzmaßnahmen gegen Trading-Sucht eingeführt hat. Die Maßnahmen sind Teil der Vorbereitungen der Plattform, ihre Aktivitäten auf dem US-Markt auszuweiten.