BTC/USD: Treasury-Renditen und ETF-Abflüsse belasten die Stimmung und erhöhen Abwärtsrisiken
BTC/USD wird am 12. Oktober bei rund 83.300–83.400 gehandelt und versucht, sich nach dem starken Rückgang auf 80.300–80.500 Ende vergangener Woche zu stabilisieren. Im 4-Stunden-Chart notiert Bitcoin weiterhin über dem langfristigen gleitenden Durchschnitt bei etwa 81.500–82.000, konnte sich aber noch nicht nachhaltig über den kurzfristigen gleitenden Durchschnitten bei rund 83.800–84.200 etablieren.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Nach mehreren erfolglosen Versuchen, die Marke von 86.000–87.000 zu durchbrechen, bilden sich am Markt zunehmend niedrigere Hochs – ein Zeichen für nachlassenden Kaufdruck. Die Kursstruktur ähnelt jedoch weiterhin eher einer tiefen Korrektur innerhalb eines mittelfristigen Aufwärtstrends als einer eindeutigen Trendwende.⠀Eine weitere bemerkenswerte Entwicklung ist die Veränderung der spekulativen Positionierung. Im Laufe der vergangenen Woche sank das Open Interest bei Bitcoin um etwa 6 %, während es am gesamten Kryptowährungsmarkt um 15 % zunahm. Dies deutet auf einen Abbau der Hebelwirkung speziell bei BTC und eine teilweise Verlagerung der spekulativen Aktivität in Altcoins hin.⠀
Treasury-Renditen und Inflationserwartungen begrenzen Erholungspotenzial
⠀Einer der wichtigsten Faktoren, die die Erholung von Bitcoin begrenzen, bleibt der US-Treasury-Markt. Nachdem die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen vergangene Woche 5,35 % erreicht hatte, ging sie von ihrem Hoch zurück, liegt aber weiterhin bei etwa 5,3 %, während die Rendite 30-jähriger Anleihen über 5,6 % bleibt. Dadurch werden Anleihen im Vergleich zu unverzinslichen Anlagen attraktiver, und die Finanzierungskosten für spekulative Anleger steigen.⠀Zusätzliche Unsicherheit ergibt sich aus der bevorstehenden Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisdaten für September am 14. Oktober. Es wird erwartet, dass die Gesamtinflation im Jahresvergleich vor allem aufgrund höherer Energiepreise auf 3,7 % steigt. Nach der Zinserhöhung der Fed im September auf 3,75–4,00 % misst der Markt einer weiteren Anhebung am 28. Oktober derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa 18–19 % bei, während eine weitere Straffung im Dezember bereits teilweise eingepreist ist.⠀
Institutionelle Nachfrage bleibt trotz moderater ETF-Zuflüsse schwach⠀Die Entwicklung bei US-Spot-Bitcoin-ETFs deutet bislang nicht auf eine nachhaltige Erholung der institutionellen Nachfrage hin. Nach Nettoabflüssen von 484,9 Mio. $ am 7. Oktober und weiteren 244,1 Mio. $ am 8. Oktober endete die Sitzung am Freitag mit einem moderaten Zufluss von 21,1 Mio. $. Davon entfielen 22,4 Mio. $ auf BlackRocks IBIT, während Fidelitys FBTC einen Abfluss von 3,6 Mio. $ verzeichnete.⠀Damit beliefen sich die gesamten Nettoabflüsse in der Woche vom 5. bis 9. Oktober auf etwa 678,9 Mio. $, während die seit Monatsbeginn verzeichneten Nettoabflüsse bei rund 386 Mio. $ lagen. Das moderate positive Ergebnis vom Freitag wirkt derzeit eher wie eine Stabilisierung nach erheblichen Rücknahmen als wie eine Bestätigung einer neuen Akkumulationsphase.⠀
Wichtige technische Marken bestimmen den kurzfristigen Ausblick
⠀Damit überwiegen die Risiken eines Bruchs unter die Unterstützungszone von 83.200–83.000 und eines Rückgangs in Richtung 82.700–82.400. Ein Ausbruch über die Widerstandszone von 83.600–83.800 würde den Weg für einen Anstieg in Richtung 84.000–84.300 freimachen. Kurzfristig könnte BTC, wie ich im Artikel BTC/USD kämpft angesichts belastender ETF-Abflüsse um neues Momentum angemerkt habe, in seiner aktuellen breiten Handelsspanne bleiben.Neueste Bitcoin Nachrichten
- Forex
- Crypto