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Drei mit Messern bewaffnete Eindringlinge drangen in das Haus eines Krypto-Traders in Großbritannien ein und zwangen ihn, Krypto-Assets im Wert von rund 800.000 $ zu transferieren. Die Angreifer fesselten den Mann und drohten, ihn zu töten, falls er ihnen keinen Zugriff auf seine Wallets gewährte.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Das Opfer schilderte den Angriff in einem Beitrag auf X. Seinen Angaben zufolge stahlen die Täter etwa 40.000 $ aus seinen Haupt-Krypto-Wallets und weitere 720.000 $ aus seiner Ledger-Hardware-Wallet. Die vom Trader genannten Beträge summieren sich somit auf 760.000 $, obwohl er seine Verluste zunächst auf rund 800.000 $ schätzte.
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Neben den Kryptowährungen stahlen die Angreifer die Rolex-Uhr und das Telefon des Opfers, die sie später zertrümmerten. Der Mann sagte, er sei mit mehreren Prellungen entkommen, habe jedoch keine schweren Verletzungen erlitten. Die Polizei traf am Tatort ein und leitete eine Untersuchung ein. Die Einzelheiten des Raubüberfalls wurden von der Polizei bislang jedoch nicht unabhängig bestätigt.
Laut Chainalysis wurden im ersten Halbjahr 2026 weltweit 46 physische Angriffe auf Kryptobesitzer registriert. In 12 Fällen erlangten die Täter erfolgreich Zugriff auf Gelder; die bestätigten Verluste überstiegen 30 Mio. $. Auf Hausüberfälle entfielen 37 % aller Vorfälle, verglichen mit 14 % im Jahr 2025.
Eine Studie von CertiK zeichnete ein noch besorgniserregenderes Bild. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 registrierte das Unternehmen 52 Angriffe auf Kryptobesitzer. Das gesamte finanzielle Volumen im Zusammenhang mit diesen Verbrechen belief sich auf 124,1 Mio. $. Dieser Betrag umfasst jedoch nicht nur gestohlene Gelder, sondern auch Lösegeldforderungen, eingefrorene Vermögenswerte und andere mit den Vorfällen verbundene Summen.
Auf Europa entfiel mit 39 Angriffen die größte Zahl der Fälle, darunter 33 in Frankreich. Im Vereinigten Königreich wurden im selben Zeitraum zwei bestätigte Vorfälle registriert.
Zu diesen Verbrechen gehörte die Entführung zweier französischer Krypto-Investoren in London. Die Angreifer hielten die Männer mehr als 52 Stunden gefangen, bedrohten sie und zwangen sie, Kryptowährungen im Wert von 30.000 $ zu transferieren. Im August wurden fünf an dem Verbrechen beteiligte Personen verurteilt.
Analysten von Chainalysis stellen fest, dass Kriminelle zunehmend nicht nur Kryptobesitzer selbst, sondern auch deren Angehörige ins Visier nehmen. Im ersten Halbjahr 2026 waren Familienmitglieder und Bekannte von Investoren an etwa 25 % bis 30 % der registrierten physischen Angriffe beteiligt.
Sicherheitsexperten raten Kryptobesitzern, in sozialen Medien keine Informationen über ihre Vermögenswerte preiszugeben. Beiträge mit Screenshots von Wallets, hohen Trading-Gewinnen oder teuren Anschaffungen können die Aufmerksamkeit von Kriminellen auf sich ziehen. Nutzer sollten außerdem vermeiden, Fremden ihre Wohnadresse mitzuteilen, ihren Echtzeitstandort preiszugeben oder zu erörtern, wo sie ihre Kryptowährungen aufbewahren.
Zusätzlichen Schutz bietet die Verteilung der Vermögenswerte auf mehrere Wallets sowie die Aufbewahrung größerer Beträge auf Hardware-Geräten. Doch auch eine Hardware-Wallet kann nicht vor Kriminellen schützen, die körperliche Gewalt einsetzen. Besitzer beträchtlicher Krypto-Reserven sollten daher ihre Haussicherheit verbessern, Recovery Phrases nicht an leicht zugänglichen Orten aufbewahren und die Zahl der Personen begrenzen, die über die Höhe ihrer Bestände informiert sind.
Zur Erinnerung: Krypto-Investoren verloren 2026 durch physische Angriffe und Entführungen mehr als 30 Mio. $.