Pavlo Kot

Circle-Aktionär verklagt Trump wegen USD1-Einsatz bei 2B-Dollar-Deal mit Binance

Circle-Aktionär verklagt Trump wegen USD1-Einsatz bei 2B-Dollar-Deal mit Binance
Circle-Aktionär verklagt Trump wegen Binance-Deals über 2 Mrd. US-Dollar

​Ein Circle-Aktionär hat US-Präsident Donald Trump und seinem familiennahen Unternehmen World Liberty Financial Verfassungsverstöße durch Kryptowährungstransaktionen vorgeworfen. Der Kläger argumentiert, dass der Einsatz des Stablecoins USD1 bei einer 2-Milliarden-US-Dollar-Investition in Binance zu unlauterem Wettbewerb für Circle geführt habe, den Herausgeber von USDC.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Laut Cointelegraph reichte J. Benjamin Greenberg am 22. Oktober 2026 Klage vor einem Bundesgericht im District of Columbia ein. Zu den Beklagten zählen auch der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, Steve Witkoff, sowie mit World Liberty verbundene Unternehmen. Greenberg besitzt 10.000 Stammaktien von Circle Internet Financial. Er macht geltend, dass die finanziellen Verbindungen der Familie des Präsidenten zu ausländischen Investoren dem Unternehmen und seinen Aktionären geschadet hätten.

Binance-Deal mit MGX im Mittelpunkt der Klage

Im Zentrum der Vorwürfe steht eine Investition des in Abu Dhabi ansässigen Unternehmens MGX in die Kryptobörse Binance. 2025 investierte das mit der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate verbundene Unternehmen 2 Milliarden US-Dollar in USD1, einen von World Liberty Financial ausgegebenen Stablecoin.

Im Februar 2026 wurde in Medienberichten zudem bekannt, dass sich eine von Scheich Tahnoon bin Zayed Al Nahyan unterstützte Investmentgesellschaft auf den Erwerb einer 49-prozentigen Beteiligung an World Liberty für 500 Millionen US-Dollar geeinigt hatte.

Greenberg wirft den Unternehmen vor, solche Vereinbarungen ermöglichten es ausländischen Regierungen, Gelder in Unternehmen mit Verbindungen zur Familie Trump zu lenken. Der Kläger argumentiert, dies fördere USD1 und lenke potenzielle Kunden vom konkurrierenden Stablecoin USDC ab.

Er fordert das Gericht auf, festzustellen, dass die Ausländerklausel der US-Verfassung verletzt wurde. Diese untersagt dem Präsidenten, ohne Zustimmung des Kongresses Vorteile von ausländischen Regierungen anzunehmen.

Der Aktionär fordert außerdem die Offenlegung der betreffenden Zahlungen, die Rückzahlung der erhaltenen Gelder und Schadensersatz. Ein gesonderter Antrag zielt darauf ab, ähnliche Transaktionen künftig ohne Zustimmung des Kongresses zu untersagen.

Weißes Haus weist Vorwürfe zurück

Ein Sprecher von Circle erklärte gegenüber Cointelegraph, das Unternehmen habe die Klage weder eingeleitet noch genehmigt und sei nicht an ihrer Einreichung beteiligt gewesen. Der USDC-Herausgeber wollte sich nicht weiter zu dem Verfahren äußern.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, erklärte, Trumps Kryptowährungsinvestitionen begründeten keinen Interessenkonflikt, und wies die Vorwürfe als haltlos zurück. World Liberty hatte sich bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht dazu geäußert.

Unterdessen hat die US-Regierung ihren öffentlichen Fokus auch verstärkt auf die Bekämpfung von Kryptobetrügern im Ausland gerichtet. Das Weiße Haus hat Initiativen gegen kriminelle Netzwerke gestartet, die Amerikaner mit betrügerischen Investitionen in digitale Vermögenswerte ködern.

Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund einer Zunahme von Internetbetrugsbeschwerden beim FBI. Die Initiative zur Betrugsbekämpfung steht jedoch nicht in direktem Zusammenhang mit der Klage des Circle-Aktionärs.

Zuvor berichteten wir, dass USD1, der mit der Familie Trump verbundene Stablecoin, 400 Millionen US-Dollar an Marktkapitalisierung verloren hatte. Der Rückgang spiegelte Veränderungen bei der Zahl der im Umlauf befindlichen Token wider.

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