New Yorks Generalstaatsanwältin fordert $1,37B von NovaTech-Gründern wegen Krypto-Schneeballsystems

New Yorks Generalstaatsanwältin fordert $1,37B von NovaTech-Gründern wegen Krypto-Schneeballsystems
New York fordert 1,37 Mrd. US-Dollar von NovaTech

​New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James fordert rund 1,37 Milliarden US-Dollar von Cynthia und Eddy Petion, den Gründern der Kryptowährungsplattform NovaTech. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Ehepaar vor, ein Ponzi-Schema betrieben zu haben, das unter dem Deckmantel des Handels mit digitalen Vermögenswerten mehr als 1 Milliarde US-Dollar von Anlegern einnahm.

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Am 22. Oktober 2026 gab die Generalstaatsanwaltschaft außerdem Vergleiche mit vier Werbern des Systems bekannt. Diese verpflichteten sich zur Zahlung von fast 6 Millionen US-Dollar, die zur Entschädigung der Opfer verwendet werden sollen.

Die Ermittlungen umfassen die Aktivitäten von NovaTech und eines früheren Projekts namens AWS Mining. Betroffen waren weltweit Hunderttausende Anleger, darunter mehr als 11.000 Einwohner des Bundesstaats New York.

Wie NovaTech mehr als 1 Milliarde US-Dollar einnahm

Die Petions gründeten NovaTech im August 2019 nach dem Zusammenbruch von AWS Mining. Das frühere Projekt hatte Anlegern monatliche Renditen von 15–20 % aus dem Mining von Kryptowährungen versprochen, stellte den Betrieb jedoch 2019 ein.

NovaTech bot Anlagepakete mit wöchentlichen Renditen von 2–4 % aus dem Handel mit Kryptowährungen und Devisen an. Den Kunden wurde außerdem mitgeteilt, dass das Unternehmen über die erforderlichen US-Lizenzen verfüge und Auszahlungen jederzeit möglich seien.

Gerichtsunterlagen zufolge überwiesen Anleger zwischen August 2019 und Mai 2023 Kryptowährungen im Wert von 1,16 Milliarden US-Dollar an eine von der Plattform kontrollierte Wallet.

Von diesem Betrag wurden lediglich 26 Millionen US-Dollar auf die Handelsplattform B2Broker überwiesen. Diese Transaktionen verursachten Verluste in Höhe von 18,2 Millionen US-Dollar statt der versprochenen Gewinne.

Mindestens 134,5 Millionen US-Dollar wurden an Wallets überwiesen, die von den Gründern des Projekts kontrolliert wurden. Ermittler werfen ihnen vor, Auszahlungen an Anleger und Empfehlungsprovisionen hauptsächlich aus Einzahlungen neuer Teilnehmer finanziert zu haben.

Im Mai 2023 setzte NovaTech Auszahlungen aus und ließ Zehntausende Nutzer ohne Zugriff auf ihre Anlagen zurück.

Gründer fliehen, Werber verpflichten sich zu Entschädigungszahlungen

Im August 2025 erließ ein Gericht ein Versäumnisurteil gegen die Petions, nachdem diese nicht auf die Klage der Generalstaatsanwältin reagiert hatten. Den Behörden zufolge hatte das Ehepaar das Land verlassen.

Die Staatsanwaltschaft fordert nun die Rückzahlung von 1,135 Milliarden US-Dollar, entsprechend den Geldern, die nicht für tatsächlichen Handel verwendet wurden, sowie Zinsen in Höhe von rund 232,5 Millionen US-Dollar.

Vier Werber verpflichteten sich zu Zahlungen zwischen jeweils 275.861 US-Dollar und 2,9 Millionen US-Dollar. Außerdem wurde ihnen dauerhaft untersagt, in der Wertpapier-, Rohstoff- und Kryptowährungsbranche tätig zu sein.

Unterdessen deckten griechische Behörden kürzlich ein mutmaßliches Krypto-Ponzi-Schema über 8 Millionen US-Dollar auf, an dem zwei Militärangehörige beteiligt gewesen sein sollen. Laut Polizei zog das System rund 10.000 Anleger an; im Zuge der Ermittlungen wurden 17 Personen festgenommen.

Neun Personen stehen im Verdacht, den Betrug organisiert zu haben. Die Ermittler versuchen herauszufinden, wie die Gelder beschafft wurden und welche Rolle die Beteiligten spielten.

Zuvor berichteten wir, dass die italienische Polizei ein Untergrundbankennetzwerk aufgedeckt hatte, das mit Mafia-Gruppen und Kryptowährungstransfers in Verbindung stand. Den Ermittlern zufolge transferierte das kriminelle Netzwerk rund 68 Millionen Euro ins Ausland.

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