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Analysten haben verdächtige Transfers von insgesamt rund 300.000 US-Dollar aus Smart Contracts des Prognosemarkts Predict.fun auf der BNB Smart Chain festgestellt. Die Gelder flossen über mehrere Wallets und den Cross-Chain-Dienst Relay, bevor sie den Krypto-Mixer Tornado Cash erreichten.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Am 27. Oktober 2026 meldeten Analysten von Onchain Lens einen möglichen Exploit der Plattform. Ihren Erkenntnissen zufolge waren mehrere Smart Contracts an den Transaktionen beteiligt; der genaue Mechanismus des mutmaßlichen Angriffs ist jedoch weiterhin unklar.
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Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatte das Team von Predict.fun den Vorfall nicht öffentlich bestätigt. Es liegen keine unabhängigen technischen Berichte vor, die die Ursache der Geldtransfers belegen oder mögliche Verluste der Nutzer bewerten.
Laut Onchain Lens flossen die Gelder zunächst aus mehreren Smart Contracts an Zwischenadressen. Anschließend wurden sie über Relay weitergeleitet, einen Dienst, mit dem sich Vermögenswerte zwischen verschiedenen Blockchains bewegen lassen.
Nach dem Transfer über die Blockchains wurde die Kryptowährung an Tornado Cash gesendet. Das Protokoll ist darauf ausgelegt, Transaktionen zu vermischen und so die Nachverfolgung späterer Geldbewegungen zu erschweren.
Die Forscher haben bislang weder die vollständige Liste der betroffenen Smart Contracts offengelegt noch ermittelt, wie die mutmaßlichen Angreifer Zugriff auf die Vermögenswerte erlangt haben könnten.
Predict.fun ist seit Dezember 2025 auf der BNB Chain aktiv. Die Plattform wurde von einem Team unter der Leitung eines ehemaligen Binance-Forschers gegründet und von der Investmentgesellschaft YZi Labs sowie dem Unternehmer Changpeng Zhao unterstützt.
Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die Integration von Protokollen aus dem Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi). Dadurch können Nutzer zusätzliche Renditen auf Gelder erzielen, die sie für die Teilnahme an Prognosemärkten einzahlen.
Der mögliche Vorfall bei Predict.fun hat die Risiken erneut in den Fokus gerückt, die mit der Verwahrung und dem Transfer von Geldern auf solchen Plattformen verbunden sind. Die Ermittler haben jedoch noch nicht festgestellt, ob die verdächtigen Abflüsse auf eine Schwachstelle in einem Smart Contract oder einen anderen Mechanismus zurückzuführen waren.
Auch andere Branchenakteure hatten mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen. Im Juni 2026 wurden Nutzer von Polymarket zum Ziel eines Phishing-Angriffs, bei dem Kryptowährungen im Wert von rund 2,94 Millionen US-Dollar gestohlen wurden.
Vertreter von Polymarket erklärten damals, sie hätten den Vorfall eingedämmt und zugesagt, betroffene Nutzer vollständig zu entschädigen. Anders als der mutmaßliche Exploit bei Predict.fun wurde dieser Vorfall von der Plattform selbst offiziell bestätigt.
Zuvor hatten wir berichtet, dass Polymarket seinen Marketingchef angesichts zunehmender Kritik an der Unternehmensführung im Vorfeld eines möglichen Börsengangs entlassen hatte. Die Personalentscheidung fiel, während die Diskussionen über die Aussichten des Unternehmens auf einen Börsengang andauerten.