Der Tweet wurde vom Autor gelöscht.
Aber wir haben alles gespeichert 🙂.
Die Einstufung von Kryptowährungen als Vermögensgegenstand durch die IRS hat nach Jahren regulatorischer Unsicherheit dazu geführt, dass die langfristigen Kapitalertragsteuersätze weiterhin denjenigen für Aktien entsprechen: 0 %, 15 % oder 20 % (während kurzfristige Gewinne als reguläres Einkommen mit bis zu 37 % besteuert werden). Die Einführung der Meldung über Formular 1099-DA prüft nun, ob mehr Transparenz die Compliance verbessern und Lücken schließen wird.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Langfristige Anlagen von mehr als einem Jahr in Krypto oder Aktien qualifizieren sich für dieselben bevorzugten Bundessteuersätze. Diese betragen 0 % bei einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 49.450 $ für Alleinstehende oder 98.900 $ für gemeinsam veranlagte Ehepaare; 15 % bis etwa 545.500 $ für Alleinstehende bzw. 613.700 $ bei gemeinsamer Veranlagung; und 20 % oberhalb dieser Schwellenwerte. Kurzfristige Gewinne unterliegen den regulären Einkommensteuersätzen von bis zu 37 %. Spitzenverdiener sollten in beiden Fällen außerdem die Nettoanlageertragsteuer von 3,8 % zahlen, wenn das bereinigte Bruttoeinkommen 200.000 $ für Alleinstehende oder 250.000 $ bei gemeinsamer Veranlagung übersteigt.
Beitrag auf X ansehen Wird geladen...
„Bei Kapitalgewinnen gibt es steuerlich keinen Unterschied zwischen Gewinnen mit Bitcoin und Aktiengewinnen“, sagte Shehan Chandrasekera, CPA und Leiter der Steuerstrategie bei CoinTracker.
Kryptowährungen werden gemäß IRS Notice 2014-21 als Vermögensgegenstände behandelt. Daher werden Kapitalanlagen nach demselben Rahmen für Kapitalgewinne wie Aktien und Wertpapiere beurteilt. Passive Buy-and-Hold-Strategien führen bei reiner Wertsteigerung zu nahezu identischen Ergebnissen.
Der praktische Unterschied beginnt bei der Zahl der Transaktionen, die Steuern auslösen. Der Verkauf einer Aktie gegen Bargeld ist eindeutig ein steuerpflichtiges Ereignis, während qualifizierte Dividenden zu Vorzugssätzen von 0 % bis 20 % besteuert werden können. Im Gegensatz dazu gilt jeder Krypto-zu-Krypto-Tausch, jeder Kauf mit digitalen Vermögenswerten oder jede DeFi-Transaktion als Veräußerung.
Beitrag auf X ansehen Wird geladen...
Staking-Erträge, Mining-Einnahmen und Airdrops werden am Tag des Erhalts zum Marktwert als reguläres Einkommen behandelt. Aktive Trader und renditeorientierte Anleger sind daher mit einem höheren effektiven Steuersatz und höheren Anforderungen an die Dokumentation konfrontiert. Aus diesem Grund ist spezialisierte Software heutzutage sehr beliebt geworden.
Einer der deutlichsten Vorteile direkter Krypto-Bestände ist das Fehlen der Wash-Sale-Regel. Section 1091 versagt die Verlustanerkennung bei Aktien oder Wertpapieren, wenn innerhalb eines Zeitraums von 30 Tagen eine identische Position wieder erworben wird. Da die IRS Spot-Kryptowährungen als Vermögensgegenstände und nicht als Wertpapiere einstuft, gilt diese Einschränkung nicht.
„Bitcoin bietet einen erheblichen Vorteil bei der Verlustrealisierung, weil es als ‚Vermögensgegenstand‘ behandelt wird und im Gegensatz zu Aktien und Wertpapieren nicht der Wash-Sale-Regel unterliegt“, erklärte Chandrasekera.
Beitrag auf X ansehen Wird geladen...
David Canedo, CPA und Leiter für institutionelles Steuerreporting bei CoinTracker, erläutert den Unterschied: „Nach den geltenden US-Steuervorschriften findet die Wash-Sale-Regel keine Anwendung auf Kryptowährungen … die IRS stuft digitale Vermögenswerte wie Bitcoin und Ethereum derzeit als Vermögensgegenstände ein, nicht als Wertpapiere.“
Anleger können mit Verlust verkaufen, sofort zurückkaufen und den Abzug dennoch geltend machen (bei Aktien ist dies unmöglich). Spot-Bitcoin- und Ether-ETFs unterliegen jedoch weiterhin dem vollständigen Regelwerk. Im Kongress voranschreitende Gesetzesvorhaben könnten diese Lücke schließen.
Die Transparenz hat in beiden Bereichen stark zugenommen. Broker müssen Bruttoerlöse aus Verkäufen digitaler Vermögenswerte auf Formular 1099-DA für Transaktionen aus dem Jahr 2025 und später melden. Darüber hinaus werden ab 2026 Anschaffungskosteninformationen für erfasste Vermögenswerte erhoben. Auf diese Weise versucht die Regierung, die Vollzugslücke zu schließen.
Beitrag auf X ansehen Wird geladen...
Für Aktien gilt bereits seit vielen Jahren eine umfassende Meldung über Formular 1099-B. Die neuen Krypto-Formulare weisen Ähnlichkeiten mit Aktien auf, bringen jedoch einige Herausforderungen bei der walletbasierten Nachverfolgung der Anschaffungskosten mit sich. Steuerpflichtige, die Krypto bislang als nur leicht überwacht betrachteten, müssen nun die Risiken steigender Compliance-Kosten berücksichtigen, insbesondere bei Aktivitäten über mehrere Plattformen hinweg.
Für Langfristanleger haben sich die steuerlichen Unterschiede verringert. Die Kapitalertragsteuersätze sind gleich, die Meldepflichten gleichen sich an, und der allgemeine Rahmen ist inzwischen ähnlich. Aktive Marktteilnehmer und Personen, die Staking- oder DeFi-Erträge erzielen, sind höheren Einkommenssteuern und häufigeren steuerpflichtigen Ereignissen ausgesetzt. Die Ausnahme von der Wash-Sale-Regel bleibt ein wichtiger Vorteil, ihre Beständigkeit ist jedoch ungewiss.
Beitrag auf X ansehen Wird geladen...
Internationale Daten zeigen weltweit eine große Vielfalt gesetzgeberischer Ansätze. So unterscheidet sich Indiens pauschale Steuer von 30 % auf Kryptogewinne bei begrenzter Verlustverrechnung deutlich von der dortigen steuerlichen Vorzugsbehandlung von Aktien. US-Anleger agieren unter einem relativ moderaten Regime, sollten jedoch den Details mehr Aufmerksamkeit schenken. Mit dem Zufluss von Daten aus Formular 1099-DA könnte sich die relative Steuereffizienz von Krypto gegenüber Aktien verändern.