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Analysten von Barclays glauben, dass Elon Musk in den kommenden Monaten eine Fusion von Tesla und SpaceX ankündigen könnte. Der geschätzte Gesamtwert der beiden Unternehmen beträgt rund 3,6 Billionen US-Dollar. Doch warum sollte der Milliardär zwei Unternehmen fusionieren wollen, die bereits eng zusammenarbeiten?
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Eine mögliche Fusion zwischen Tesla und SpaceX könnte vor der jährlichen Aktionärsversammlung von Tesla angekündigt werden, die spätestens am 6. Dezember 2026 stattfinden muss. Laut Barclays wäre der Oktober der geeignetste Zeitpunkt für die Ankündigung des Deals, da die Unternehmen Zeit für die Vorbereitung einer Aktionärsabstimmung benötigen würden.
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Bereits im Januar erwog SpaceX eine mögliche Fusion mit Tesla. Musk entschied sich letztlich jedoch für einen anderen Weg: SpaceX übernahm sein KI-Startup xAI, den Entwickler des Chatbots Grok.
Barclays zieht auch ein Szenario in Betracht, bei dem die Ankündigung der Fusion nicht an die jährliche Aktionärsversammlung von Tesla gekoppelt wäre. In diesem Fall erwarten die Analysten innerhalb der nächsten 6–12 Monate Nachrichten über einen möglichen Deal.
Barclays hält es für am wahrscheinlichsten, dass SpaceX Tesla im Rahmen einer reinen Aktientransaktion ohne Barzahlungen übernimmt. SpaceX wird derzeit mit rund 2,1 Billionen US-Dollar bewertet, während Tesla etwa 1,5 Billionen US-Dollar wert ist. Damit beläuft sich die kombinierte Bewertung der beiden Unternehmen auf 3,6 Billionen US-Dollar.
Tesla und SpaceX sind in unterschiedlichen Branchen tätig, doch ihre Projekte sind zunehmend miteinander verknüpft. Tesla entwickelt autonom fahrende Fahrzeuge und humanoide Optimus-Roboter. Nach der Übernahme von xAI erhielt SpaceX die Kontrolle über den Chatbot Grok und weitere Technologien im Bereich der künstlichen Intelligenz.
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Eines ihrer größten gemeinsamen Projekte ist Terafab, eine Halbleiterfertigungsanlage. Musk will eine Chipproduktion für beide Unternehmen aufbauen, um ihre Abhängigkeit von externen Zulieferern zu verringern. Ein Teil der Fertigungskapazität soll voraussichtlich auch für die Herstellung von Prozessoren genutzt werden, die für den Betrieb an Bord von Orbitalsatelliten ausgelegt sind.
Die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen wird jedoch durch ihre getrennten Verwaltungsräte, Budgets und Aktionäre erschwert. Obwohl Musk beide Unternehmen leitet, erfordern größere Investitionen und Transaktionen zwischen ihnen jeweils separate Genehmigungen. Dies ist besonders wichtig, wenn es um die Aufteilung der Kosten für teure Entwicklungsprojekte geht.
Nach Ansicht der Barclays-Analysten würde eine Fusion dazu beitragen, diese Hindernisse zu beseitigen. Anstelle getrennter Verhandlungen und Genehmigungsverfahren könnten die Unternehmen Entscheidungen unter einer einheitlichen Managementstruktur treffen. Die Analysten glauben, dass eine beschleunigte Projektentwicklung größere Vorteile bringen würde als mögliche Einsparungen bei den Betriebskosten.
Ein weiterer Grund für eine mögliche Fusion ist Musks Wunsch, seine Kontrolle über seine Unternehmen zu stärken. Der Milliardär sagte zuvor, er wolle etwa 25 % an Tesla besitzen, um ausreichenden Einfluss auf die Entwicklung von künstlicher Intelligenz und Robotik zu haben. Eine Fusion mit SpaceX könnte ihm jedoch deutlich mehr Kontrolle verschaffen.
Nach Berechnungen von Barclays würde Musk bei einer Übernahme von Tesla durch SpaceX rund 37 % des fusionierten Unternehmens besitzen und gleichzeitig etwa 56 % der Stimmrechte behalten. Möglich wäre dies aufgrund der Aktienstruktur von SpaceX, bei der verschiedene Aktienklassen mit unterschiedlichen Stimmrechten ausgestattet sind. Musk besitzt derzeit etwa 48 % von SpaceX, kontrolliert aber rund 82 % der Stimmen.
Auch für Musk steht finanziell enorm viel auf dem Spiel. Laut Forbes stieg sein Nettovermögen im Oktober nach Kursgewinnen bei Tesla- und SpaceX-Aktien wieder auf 1 Billion US-Dollar. Da ein beträchtlicher Teil seines Vermögens an diese Unternehmen gebunden ist, würden sich die Bedingungen einer möglichen Fusion unmittelbar auf sein persönliches Vermögen auswirken.
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Die Fusion würde jedoch die Zustimmung der Aktionäre von Tesla und SpaceX sowie der Kartellbehörden erfordern. Eine der wichtigsten Fragen wären die Bedingungen des Aktientauschs, da die Investoren beider Unternehmen fairen Bewertungen zustimmen müssten. Musks Führungspositionen in beiden Unternehmen könnten zusätzliche Komplikationen verursachen.
Ein möglicher Deal zwischen Tesla und SpaceX könnte zu einer der größten Unternehmensfusionen der Geschichte werden. Sein Erfolg würde jedoch nicht nur von Musks Plänen abhängen, sondern auch davon, ob die Unternehmen ihren Aktionären die wirtschaftlichen Vorteile der Transaktion darlegen könnten.
Vorerst entwickeln Tesla und SpaceX gemeinsame Projekte weiter, ohne formal zu fusionieren. Die Investoren müssen daher beurteilen, ob ein einzelnes Unternehmen effizienter arbeiten könnte als zwei unabhängige Unternehmen und ob diese Vorteile die Kosten und Risiken eines Deals im Wert von mehreren Billionen Dollar rechtfertigen würden.