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Aber wir haben alles gespeichert 🙂.
Die Adobe-Aktie ist in diesem Jahr um 30 % gefallen. Wells Fargo und HSBC stuften die Aktie herab, da kostenlose und generative KI-Tools die Nachfrage nach Photoshop und Creative Cloud schwächen könnten. Die neu hinzugekommene jährlich wiederkehrende Umsatzbasis sank um 36 %, obwohl der Umsatz weiterhin um 13 % wuchs. Kann Adobe seine Positionen im Bereich kreativer Software also noch verteidigen, wenn neue KI-Alternativen die Nachhaltigkeit seines Abonnementmodells bedrohen?
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Die Stimmung gegenüber Adobe war noch nie so negativ. Michael Turrin von Wells Fargo stufte die Aktie im Oktober gleich um zwei Stufen von Overweight auf Underweight herab und senkte das Kursziel von 270 auf 225 $. „Wir sind vorsichtiger geworden“, schrieb Turrin mit Blick auf Front-Office- und Kreativsoftware. Die Umfrage der Bank unter Chief Information Officers zeigte, dass Adobe im Zuge der KI-Evaluierung eindeutig Marktanteile bei den Budgets verlor. 22 % der Befragten bewerteten Adobes Anteil am IT-Budget negativ, während nur 2 % positive Tendenzen sahen.
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Einen Tag später senkte Stephen Bersey von HSBC seine Einstufung von Buy auf Hold und reduzierte seine Erwartung von 310 auf 267 $. Er bezeichnete Adobe als „realistischen Kandidaten für KI-bedingte Disruption“. Insgesamt gab es in diesem Jahr mindestens 15 Herabstufungen. Die meisten Analysten prognostizieren inzwischen einen Aktienkurs zwischen 260 und 270 $ und sehen damit vom jüngsten Niveau von 245 $ aus nur begrenztes Aufwärtspotenzial.
Adobe erzielte weiterhin solide Finanzergebnisse. Der Umsatz im dritten Geschäftsquartal erreichte mit 6,76 Mrd. $ einen Rekordwert und lag damit 13 % über dem Vorjahreswert. Die gesamte zum Quartalsende ausgewiesene Annual Recurring Revenue belief sich auf 27,50 Mrd. $, ein Anstieg um 11,2 %. Die AI-first-ARR übertraf 650 Mio. $ und lag damit 150 % über dem Vorjahreswert. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer im gesamten Portfolio erreichte 1 Mrd. Allerdings sanken die Netto-Neuzugänge bei der ARR auf Jahresbasis um 36 % auf 38 %, was langfristig orientierte Anleger beunruhigen könnte.
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Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen wuchsen nur um 8 % – die niedrigste Rate seit vielen Jahren. Das Management hat der Gewinnung von Freemium-Nutzern Priorität eingeräumt und Preiserhöhungen für die Kernprodukte von Creative Cloud aufgeschoben. Diese Strategie verzögert jedoch die Monetarisierung, sodass sich die kurzfristigen Finanzströme möglicherweise nicht verändern. Wells Fargo modelliert für das Geschäftsjahr 2027 ein negatives Wachstum der neuen ARR sowie ein ARR-Wachstum von 7 % und zweifelt damit an der Konsensprognose von 8 %.
Die Wettbewerbsbedrohung ist ernster geworden. Bersey verwies auf den kleinen Entwickler ArtCraft, der einen kostenlosen, KI-generierten Klon der Adobe-Creative-Cloud-Suite veröffentlicht hat. Dadurch könnten Nutzer kostenlos auf Versionen von Photoshop, Illustrator, Premiere, Lightroom, Acrobat, After Effects und InDesign zugreifen. Das Projekt strebt innerhalb eines Monats eine „100-prozentige Funktionsparität“ an.
„Wir stellen fest, dass professionelles ,Vibe Coding‘ eher eine Partnerschaft zwischen Mensch und Modell ist, bei der der Code gemeinsam entwickelt wird und der Mensch das Geschriebene vor der Übernahme prüft, kennt und versteht, während Auto-Coding eher bedeutet, dem Modell die vollständige Kontrolle zu überlassen“, räumte Bersey ein.
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Er warnte vor „vielen Gefahren bei Auto-Coding-Projekten aus Sicherheits-, rechtlicher, Fortführungs- und Wartungsperspektive“ und sagte, die Auswirkungen beschränkten sich derzeit auf Freemium- und Open-Source-Projekte. Adobe hat mit KI-Investitionen reagiert, darunter einer erweiterten Partnerschaft mit Nvidia, in deren Rahmen RTX-Spark- und Nemotron-Modelle in verschiedenen Produkten eingesetzt werden, um Arbeitsabläufe zu beschleunigen. Firefly und verwandte AI-first-Angebote machen weiterhin nur einen kleinen Teil der gesamten ARR aus.
Veränderungen im Management verschärfen Adobes Herausforderungen auf mittlere Sicht. Anil Chakravarthy soll am 1. Dezember CEO werden und damit den langjährigen Unternehmenschef Shantanu Narayen ablösen. Zudem sucht Adobe derzeit nach einem permanenten CFO. Turrin stufte den doppelten Führungswechsel als Risiko für den vorläufigen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2027 ein.
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Chakravarthy leitete zuvor Adobes Geschäftsbereich Customer Experience Orchestration. Anleger werden beobachten, ob das neue Team die wachsende Freemium-Basis in zahlende Nutzer mit höherem Wert umwandeln kann. Zudem ist es entscheidend, die operativen Margen zu halten, die zu Adobes traditionellen Stärken gehören.
Auf dem aktuellen Niveau wird die Adobe-Aktie mit dem Neunfachen des für 2027 erwarteten Non-GAAP-Gewinns gehandelt. Das ist ein erheblicher Abschlag gegenüber dem Median des Softwaresektors von 21. Die Optimisten argumentieren, dass die Bewertung eine erhebliche Disruption bereits einpreist. Der operative Cashflow von Adobe in Höhe von 2,52 Mrd. $ im dritten Quartal und das Aktienrückkaufprogramm könnten eine Untergrenze bilden. Die Pessimisten entgegnen jedoch, dass die Umwandlung von Freemium- in zahlende Nutzer noch nicht bewiesen sei und KI-Alternativen weiterhin Preissetzungsmacht und Sitzwachstum unter Druck setzen würden.
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Insgesamt muss Adobe beweisen, dass seine große installierte Basis und die Vorteile proprietärer Daten die aufkommenden Vorteile kostenloser und kostengünstiger generativer Tools überwiegen. Solange sich die Netto-ARR jedoch nicht stabilisiert und die KI-Monetarisierung nicht skaliert, dürften die meisten Analysten und Experten hinsichtlich der finanziellen Zukunft des Unternehmens vorsichtig bleiben.