Vom Dribbeln zum Investieren: Basketballspieler in der Welt der Kryptowährungen

Vom Dribbeln zum Investieren: Basketballspieler in der Welt der Kryptowährungen
Warum NBA-Spieler Kryptowährungen lieben

Basketball ist schon lange nicht mehr nur ein Sport, sondern überschneidet sich zunehmend mit der Welt der Finanztechnologie. Immer mehr Spieler investieren in digitale Vermögenswerte, Athleten werden zu Gesichtern von Krypto-Projekten, und Vereine gehen Partnerschaften mit Krypto-Börsen ein. Aber warum entscheidet sich die Basketballwelt für Kryptowährungen?

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Letzte Woche wurde bekannt, dass einer der populärsten Spieler der NBA, Kevin Durant, sich als Bitcoin-Händler entpuppt hat. Er kaufte seine ersten BTC im Jahr 2016, als er für die Golden State Warriors spielte, entdeckte aber erst kürzlich, dass er den Zugang zu ihnen verloren hatte.

Durants Agent, Rich Kleiman, organisierte sogar eine Pressekonferenz, auf der er erklärte, dass der Spieler seine Bitcoins in einem Coinbase-Konto aufbewahrt hatte, aber aufgrund eines verlorenen Passworts nicht in der Lage war, sie zu verkaufen.

"Wir waren immer noch nicht in der Lage, die Login-Daten von Coinbase wiederherzustellen, also haben wir keine einzige Münze verkauft. In der Zwischenzeit steigt der Bitcoin einfach weiter. Im Großen und Ganzen funktioniert es also zu unseren Gunsten", sagte er.

Die Geschichte ging gut aus. Coinbase-CEO Brian Armstrong schrieb auf X, dass Durants Passwort erfolgreich wiederhergestellt worden sei und der Sportler wieder Zugang zu seinen Krypto-Beständen habe.

Wie viele Bitcoins Durant besitzt, ist nicht bekannt. Aber wenn man bedenkt, dass er begann, sie zu kaufen, als der Preis zwischen 360 und 1.000 Dollar schwankte, ist seine Investition inzwischen um mehr als 17.700% gestiegen.

Welche anderen Basketballspieler Bitcoin besitzen

Kevin Durant ist bei weitem nicht der einzige NBA-Spieler, der in Kryptowährungen investiert. Der erste, der öffentlich sein Interesse an digitalen Vermögenswerten bekundete, war Spencer Dinwiddie. Im Jahr 2017, während des rasanten Aufstiegs von Bitcoin, begann er mit dem Kauf von Kryptowährungen, da er sie als Alternative zu traditionellen Investitionen und als Möglichkeit zur Erhaltung des Vermögens ansah.

Im Jahr 2019 versuchte er sogar, einen Teil seines 34,4-Millionen-Dollar-Vertrags zu tokenisieren. Dinwiddie wollte Token ausgeben, die Investoren einen Anteil an seinem zukünftigen Einkommen geben würden. Die Liga lehnte die Idee jedoch ab, da ein Spieler die Rechte an seinen vertraglichen Einnahmen nicht an Dritte "übertragen" kann. Später zog sich Dinwiddie von lautstarken Krypto-Unternehmungen zurück und beschränkte sich auf gelegentliche Witze zu diesem Thema.

Ein weiterer bekannter Spieler, der sein Leben mit Bitcoin verband, ist Scottie Pippen. Der langjährige Teamkollege von Michael Jordan investiert seit mehreren Jahren aktiv in den führenden digitalen Vermögenswert und ermutigt andere, dasselbe zu tun. Er begann 2024 mit dem Kauf von BTC und scherzte, dass dies geschah, nachdem ihm der Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto "in einem Traum erschienen war."

Das war natürlich nur ein Scherz. Aber Pippen nimmt Kryptowährungen sehr ernst und glaubt, dass sie die Zukunft des Finanzwesens sind. Er hat sogar sein eigenes Projekt Game5Ball ins Leben gerufen, das auf der Tokenisierung des kultigen Balls aus Spiel 5 der NBA-Finals von 1991 gegen die Los Angeles Lakers basiert und digitale Vermögenswerte unter den Fans fördert. Auf der Ethereum-Blockchain führte Pippen den BALL-Token ein, der es Fans und Sammlern ermöglicht, einen Anteil an diesem historischen Artefakt zu besitzen.

Als nächstes kommt Klay Thompson. Einer der treffsichersten Schützen in der Geschichte der NBA schloss sich Anfang 2022 dem Krypto-Trend an. Zusammen mit seinem Teamkollegen Andre Iguodala gab er bekannt, dass er einen Teil seines Gehalts in Bitcoin über die Cash App-Plattform erhalten würde.

Andere Basketball-Krypto-Projekte

Die lebende Legende des heutigen Basketballs ist natürlich LeBron James. Im Gegensatz zu den oben genannten Spielern wirbt er nicht öffentlich damit, digitale Vermögenswerte zu besitzen. Aber das hat ihn nicht davon abgehalten, Teil der Kryptowelt zu werden.

Im Mai 2023 unterzeichnete James einen Vertrag mit Crypto.com, der darauf abzielte, Bildungsinitiativen im Web3-Bereich zu unterstützen. Ein zentrales Element des Programms war die Vermittlung von Blockchain und verwandten Berufen an Schüler aus unterprivilegierten Vierteln in Akron, LeBrons Heimatstadt. Die Partnerschaft war nicht zufällig: Crypto.com hat die Namensrechte an der Heimarena der Los Angeles Lakers für 700 Millionen Dollar erworben und sie in Crypto.com Arena umbenannt.

Da wir LeBron James erwähnt haben, müssen wir auch an den höchstbezahlten Spieler der NBA erinnern - Stephen Curry. Seine Erfahrungen mit Krypto-Projekten waren weniger erfolgreich. Im Jahr 2021 wurde Curry Botschafter für die FTX-Börse und erhielt eine Beteiligung an dem Unternehmen. Medienberichten zufolge war der Deal bis zu 35 Millionen Dollar wert. Zur gleichen Zeit kaufte Curry einen NFT aus der Bored-Ape-Sammlung. Nach dem Zusammenbruch von FTX tauchte sein Name jedoch unter den Prominenten auf, die beschuldigt wurden, die Börse zu fördern, ohne die Anleger ausreichend vor den Risiken zu warnen.

Kryptowährung ist bereits Teil des Sports

Es gibt unzählige Beispiele für Krypto-Kooperationen und Initiativen im Basketball. Kryptowährungen sind bereits nicht nur Teil der Anlageportfolios der Spieler, sondern auch der Infrastruktur der Liga geworden. Arenen sind nach Krypto-Börsen benannt, Vereine gehen Partnerschaften mit Blockchain-Unternehmen ein, und einzelne Sportler nutzen ihren Einfluss, um Bildungsinitiativen im Web3 zu fördern.

Für Basketballspieler ist Krypto nicht nur eine Möglichkeit, ihr Vermögen zu vermehren, sondern auch eine Chance, die Zukunft zu gestalten. Für einige ist es eine Investition in alternative Anlagen, für andere sind es soziale Projekte und Fan-Engagement durch Blockchain. Eines ist klar: Die Verbindung zwischen Basketball und Kryptowährungen ist kein Zufall, sondern ein neuer Trend, der sich durchsetzen wird.

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