Ölpreis fällt um 4 %, da Trump ein mögliches Ende des Iran-Kriegs innerhalb weniger Wochen andeutet

Ölpreis fällt um 4 %, da Trump ein mögliches Ende des Iran-Kriegs innerhalb weniger Wochen andeutet
Der Ölpreis sinkt, aber der Markt bleibt nervös

Am Mittwoch blieb der Ölmarkt Geisel widersprüchlicher Signale aus Washington und Teheran. Die Preise für Brent und WTI fielen um etwa 4 %, da eine Deeskalation erwartet wurde. Der Rückgang hielt sich jedoch in Grenzen, denn selbst bei einem baldigen Ende des Krieges wird die Wiederherstellung der Verkehrsströme durch die Straße von Hormuz nicht so schnell möglich sein.

Das Wichtigste

  • Trump sagte, die US-Operation gegen den Iran könne innerhalb von zwei bis drei Wochen beendet werden.
  • Der Iran bestreitet weiterhin, dass es offizielle Verhandlungen mit den USA gibt.
  • Der Ölpreis ist gesunken, aber der Markt preist immer noch das Risiko einer erneuten Störung der Straße von Hormuz ein.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Laut Bloomberg sagte Donald Trump, dass die Militäroperation der USA gegen den Iran innerhalb von zwei bis drei Wochen beendet werden könnte, während der Iran weiterhin die Existenz offizieller Gespräche bestritt und sagte, dass jedes Ende des Krieges Sicherheitsgarantien und die Kontrolle über die Straße von Hormuz voraussetzen würde. Vor diesem Hintergrund versuchen die Anleger zu entscheiden, ob sie ein kurzfristiges Ende des Konflikts oder ein länger andauerndes Szenario mit anhaltenden Störungen der Logistik und der Ölexporte einpreisen sollen.

Öl zwischen der Hoffnung auf Frieden und dem Risiko eines weiteren Anstiegs

Trump erklärte gegenüber Reportern, dass die USA die Offensivphase ihrer Operation im Iran innerhalb von zwei bis drei Wochen beenden könnten und dass Länder, die von Transporten durch die Straße von Hormuz abhängig sind, mehr Verantwortung für die Route übernehmen sollten. Gleichzeitig kündigte das Weiße Haus an, dass der Präsident am Mittwochabend eine Ansprache an die Nation zum Thema Iran halten werde, während weitere US-Streitkräfte, darunter eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe, in die Region verlegt würden.

Der Markt reagierte darauf, indem er einen Teil der geopolitischen Prämie abbaute. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde WTI mit etwa 97,61 $ pro Barrel gehandelt, während Brent bei etwa 99,34 $ lag, wobei beide Benchmarks rund 4 % nachgaben. Am Dienstag waren die Preise jedoch angesichts der eskalierenden Spannungen und der Bedrohung der Schifffahrt durch Hormuz auf über 107 $ je Barrel geklettert, und auch innerhalb eines Tages kam es zu starken Schwankungen, nachdem Trump eine mögliche Verzögerung der Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur signalisiert hatte.

Gespräche bleiben fraglich

Das Hauptproblem ist, dass die politischen Signale weiterhin uneinheitlich sind. Die US-Seite spricht weiterhin von Kontakten, aber der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat öffentlich erklärt, dass es keine offiziellen Verhandlungen gibt. Bloomberg berichtete auch, dass Teheran seine eigenen Bedingungen gestellt hat, darunter die Frage der Kontrolle über die Straße von Hormuz, was bedeutet, dass selbst wenn die Intensität der Kämpfe nachlässt, der zentrale Spannungspunkt nicht verschwinden wird.

Diese Ansicht wird auch auf den Rohstoffmärkten geteilt. Dominic Schnider, Leiter des Bereichs Rohstoffe bei UBS, warnte, dass der Markt das Risiko möglicherweise unterschätzt, wenn er von einer schnellen Normalisierung ausgeht. In der Tat handeln die Anleger nicht mit der Tatsache, dass die Exporte wieder aufgenommen werden, sondern mit der Hoffnung darauf, obwohl das Logistik- und Infrastruktursystem der Region bereits Schaden genommen hat.

Was dies für den Markt bedeutet

Selbst wenn die militärischen Operationen tatsächlich innerhalb von zwei bis drei Wochen beendet werden, wird diese Strecke nicht automatisch wieder voll ausgelastet sein. Deshalb sieht der Preisrückgang eher nach einer Neubewertung der Erwartungen als nach einem endgültigen Wegfall des Risikos aus.

Für Unternehmen und Investoren bedeutet dies, dass der Markt weiterhin sehr empfindlich auf jede Erklärung aus Washington, Teheran und den Golfstaaten reagieren wird. Solange die USA über einen kurzfristigen Ausstieg aus dem Konflikt sprechen, der Iran offizielle Gespräche ablehnt und die Verbündeten über die Zukunft der Straße von Hormuz uneins sind, wird der Ölmarkt wahrscheinlich weiterhin starken Schwankungen unterworfen sein, anstatt nachhaltig zu sinken.

In einem früheren Bericht stellten wir fest, dass der Ölpreis angesichts der zunehmenden Befürchtungen über einen Iran-Krieg die Marke von 115 $ übersteigt.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.